Projektstudium

Im 3. und 4. Semester setzen sich die Studierenden der Sozialen Arbeit mit einer selbst gewählten Praxisaufgabe (Projekt, Modul 13) auseinander. Sie bekommen die Möglichkeit, die Lösung praktischer Aufgaben in einem geschützten Rahmen zu erproben. Das Praxisprojekt findet in der Regel in Kooperation mit einer Einrichtung der Sozialen Arbeit statt (300 Stunden/Jahr).

Parallel werden die Praxisprojekte der Studierenden Projektfeldern zugeordnet. Die Studierenden werden während ihrer Projektzeit über zwei Semester in den Projektfeldern in Kleingruppen von Dozent*innen begleitet.

Die inhaltliche Vertiefung im Studium Soziale Arbeit erfolgt über die Projekte und die Projektveranstaltungen. Die Vertiefung (Projekt) wird im Zeugnis ausgewiesen. Die individuelle Profilbildung erfolgt im Projektfeld (Modul 13) und durch die Wahlmodule Studium Speziale (Modul 17) und Spezifische Methoden (Modul 14).

Um im WiSe 20/21 und SoSe 21 in einem Projektfeld studieren zu können, müssen sich die Studierenden auf die verfügbaren Plätze in den Projektfeldern bewerben.
Bitte beachten Sie auch unsere „Info zur Projektfeldwahl 20-21“ als pdf am Seitenende.

Projektfelder 20/21 (WiSe 20/21 und SoSe 21)

Carsten Bunk, MSM, Dipl.-SA/SP

„Grüne Pädagogik“ meint alle Veränderungsprozesse (Beratung, Erziehung, Bildung, Heilung) in der Sozialen Arbeit, die im Weiteren das Medium Natur (Tiere und Pflanzen, Landschaft und Gärten, Wasser und Luft…) einbeziehen und als Erfahrungsraum nutzen.

Grüne Pädagogik richtet sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche, mit und ohne besondere Förderungsbedarfe. Formen sind Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit, aber auch Forschung und Fachentwicklung.

Projektseite

 

 

Frank Gerlach

Das Projekt setzt sich mit der Geschichte und aktuellen Situation der Psychiatrie auseinander.

Neben dem konkreten Umgang wird- im Rahmen  praktischer studentischer Tätigkeit ( Gruppen- und Einzelarbeit)- die Rolle und Funktion  von SA/SP im gesellschaftlich- rechtlichen- psychiatrischen Kontext kritisch beleuchtet. In der Hochschule geschieht dies u.a. durch die Beschäftigung mit  sozialwissenschaftlichen Theorien. Daneben spielt der persönliche Umgang mit dem Personenkreis psychisch kranker Menschen  in der Projektpraxis eine wichtige Rolle. Durch Einzel- und Gruppensupervisionen werden hier individuelle Kompetenzen herausgearbeitet  und  gestärkt.

Systemische Sozialarbeit ,verschiedene  pädagogisch- therapeutische Ansätze ,die kritische Einordnung psychiatrischer Institutionen und der bewusste Umgang mit der Projektgruppe als aktivem Lernfeld haben - neben dem Kennenlenen von Krankheits- und Störungsbildern- einen wichtigen Stellenwert.

Bewährte (und neue )Ansprech- und Kooperationspartner in der  Praxis sind u.a.: Tagesstätten, Kontaktstellen, Selbsthilfevereine, Beratungstellen, Kliniken, Versorgungszentren, Wohngruppen...in der Region und darüber hinaus.

Prof. Dr. Michael Herschelmann

In diesem Projektfeld geht es um Kinderschutz, sowohl in einem weiteren Sinne, als gesellschaftliche Bemühung, Kinder vor Verhältnissen und Maßnahmen zu schützen, die dazu führen, dass das Recht der Kinder auf ein menschenwürdiges Leben, freie Entfaltung der Persönlichkeit und wirkliche Förderung beschnitten wird, als auch im engeren Sinne als Hilfen für Kinder, Jugendliche, Eltern und Bezugspersonen im Umgang mit (potenzieller) Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, sexueller und häuslicher Gewalt (Wolff 2017: 576).

Dementsprechend können hier Projekte durchgeführt werden, die zum einen Kinder, Jugendliche und Eltern/Bezugspersonen im weiteren Sinne stärken und fördern (Prävention, Jungenarbeit, Sexualpädagogik) und die zum anderen im engeren Sinne mit konkreten Hilfen bei (potentiellen) Kindeswohlgefährdungen verbunden sind (in den Frühen Hilfen, in der Erziehungshilfe, in der Netzwerkarbeit, im Jugendamt etc.)

Als mögliche Einrichtungen kommen in Frage: (Fach-)Beratungsstellen, Jugendämter,   Frühe Hilfen, Erziehungshilfen (Sozialpädagogische Familienhilfe, Tagesgruppen, Soziale Gruppenarbeit, Wohngruppen, Heimerziehung), Einrichtungen der Kinder-/ Jugend- und Behindertenhilfe, Schulen

(Quelle: Wolff, R. (2017): Kinderschutz. In: Kreft, D./ Mielenz, I. (Hrsg.): Wörterbuch Soziale Arbeit. Aufgaben, Praxisfelder, Begriffe und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Aufl., Weinheim und München, BeltzJuventa, S. 575-580)

Projektfeldvorstellung

Projektseite

Das Projekt „Kinder- und Jugendhilfe ist breit angelegt. Im Mittelpunkt stehen die fachlichen Auseinandersetzungen, die u.a. aus Ihren Praxisfeldern, wie beispielsweise der Kinder- und Jugendarbeit, der Stationären Jugendhilfe, der Jugendberufshilfe, der Schulsozialarbeit, des Kinder- und Jugendreisen bzw. der internationalen Jugendbegegnungen, resultieren. Die Lebensphase Kindheit und Jugend wird insbesondere in Hinblick auf Sozialisations- und Bildungsprozesse im derzeitig stark stattfindenden gesellschaftlichen Wandel diskutiert. Partizipation und freiwilliges/bürgerschaftliches Engagement finden als zentrale Bezugslinien besondere Berücksichtigung, ebenso wie die Auseinandersetzung mit systemischer Sozialarbeit i. A. und der Anwendung des Ansatzes in Beratung und Supervision. Methoden der Sozialen Arbeit  finden in Hinblick auf ihre Umsetzung in verschiedenen Feldern Betrachtung und werden im Zusammenhang mit der Herausarbeitung einer eigenen Profilschärfe von Ihnen erprobt und bewertet. Das Projekt beinhaltet Exkursionen zu verschiedenen  Lernorten, internationale Perspektiven finden Berücksichtigung.

Projektpräsentation 2020

In diesem Projekt geht es um Körper- und Bewegungserfahrungen, die einen besonderen Zugang zur Wahrnehmung (innen/außen) und Kommunikation (verbal/nonverbal) ermöglichen. Darüber lässt sich ein (Selbst-)bewusstsein aufbauen, sowohl im Alltagserleben als auch im Kontakt mit Klient*innen.

Da wir mit unterschiedlichen Zielgruppen arbeiten werden, kommen vielfältige Methoden zum Einsatz, wie Kreative Bewegungspädagogik, Psychomotorik, Somatics (z.B. Yoga, Qigong, Feldenkrais und Achtsamkeitsschulung), Erlebnis-, Natur- und Wildnispädagogik. In der Anwendung dieser körperorientierten Ansätze entwickeln die Projektstudierenden neben fachlichen ihre personalen und sozialen Kompetenzen weiter.

Bewegungserfahrungen können beleben, herausfordern, die Kreativität fördern, Menschen einander näher bringen und Grenzen verlagern… Also: runter vom Sofa, rein ins Erleben des gegenwärtigen Augenblicks!

Projektseite

Prof. Dr. Jutta Lindert

Gesundheit ist ein umfassendes Wohlergehen und wird durch sowohl durch Umweltfaktoren (u.a. soziale Lage, ökologische Faktoren) als auch durch Lebensereignisse entscheidend beeinflusst. Lebensereignisse schließen Ereignisse wie schwere Unfälle, Krankheit oder Tod eines nahen Angehörigen sowie Vernachlässigung und Gewalt in der Kindheit, Jugend und im Alter sowie Erlebnisse von Krieg und Flucht ein. Das Projekt bietet die Möglichkeit, das Arbeitsfeld der Unterstützung von Menschen in und nach kritischen Lebensereignissen

  • Theoretisch und praktisch kennenzulernen und zu reflektieren
  • Aktuelle Untersuchungen zu diesem Praxis– und Forschungsfeld kennenzulernen
  • Sich an in Ostfriesland und international stattfindenden Forschungsprojekten zu diesem Thema zu beteiligen
  • An Zukunftsdiskursen mit der Bevölkerung mitzuwirken
  • Forschend zu lernen und Praxis der Gesundheitsförderung evidenzbasiert zu gestalten
  • Eigene Ideen der Unterstützung von Menschen in kritischen Lebenssituationen zu entwickeln und diese in der Praxis umzusetzen und zu evaluieren
  • Neue Fähigkeiten im Umgang mit kritischen Lebensereignissen und im Umgang mit Menschen in kritischen Lebenssituationen zu entwickeln

Jimena Mejia Gil, Dipl.-Soz.Arb./Soz.Päd.

Wir wollen:

gesellschaftlichen Marginalisierungen und Privilegierungen,die durch Ungleichbewertungen und Diskriminierungen begründet sind, aktiv entgegenarbeiten

Konfliktlagen angemessen begegnen, welche durch Ausgrenzung und Vorurteilen entstanden sind, insbesondere im Internet dem „Normalfall Heterogenität“ gerecht werden

den „Interreligiösen Dialog“ durch friedenspädagogische Angebote stärken

All dieses findet in Zeiten der Digitalisierung in der Lebenswelt Netz statt. Diese Lebenswelt wollen wir genauer unter die Lupe nehmen.

Außerdem wollen wir Meinungsbildungsprozesse in den Medien kritisch begegnen – und das heißt im Netz aktive, demokratische Bildungsarbeit leisten

Wenn Sie sich bei mir bewerben wollen schicken Sie mir ein packendes Motivationsschreiben mit ihren vollständigen Kontaktdaten!
 

https://moodle.hs-emden-leer.de/moodle/course/view.php?id=5367&section=2

 

Prof. Dr. paed. Carsten Müller

Community Organizing (CO) ist eine aus den USA stammende Methode zur Aktivierung- und Beteiligung von (benachteiligten) Menschen, damit diese mächtiger werden (Empowerment) und ihre Arbeits- und Lebensbedingungen gemäß ihren Bedürfnissen und Interessen verändern.

CO ist nicht deckungsgleich mit Sozialer Arbeit, wird aber erfolgreich in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, etwa in der Gemeinwesenarbeit, angewendet. Die Studierenden lernen Community Organizing (als Methode und Haltung) kennen, nehmen ggf. an speziellen Training teil und wenden dann CO-Tools prozess-, ressource- und adressatenorientiert in selbst gestalteten Projekten an.

Dabei professionalisieren die Studierenden auch ihre eigene Haltung in der Sozialen Arbeit – gemäß dem Motto: Arbeite nicht für, sondern mit Menschen! 

Projektseite

Gesundheit wird in erheblichem Maße von sozialen Faktoren bestimmt, daher ist Soziale Arbeit immer auch Gesundheitsförderung. Nicht nur mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung können krank machen, sondern auch Einsamkeit, Ohnmacht und fehlende soziale Anerkennung. Bisherige Ansätze zur Gesundheitsförderung fokussieren jedoch meist einseitig auf Verhaltensänderung und erreichen die Adressat*innen oft nicht.

In diesem Projektfeld werden lebensweltorientierte Projekte bzw. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zusammen mit den Betroffenen entwickelt, durchgeführt und begleitet. Ziel ist es,

•die subjektiven Erfahrungen von Gesundheit und Krankheit zu verstehen

•Ansätze der partizipativen Gesundheitsförderung zu entwickeln

•d.h. Gesundheitsprobleme gemeinsam mit den Betroffenen in zu definieren und auf Augenhöhe Lösungen zu erarbeiten

•Soziale Arbeit als Gesundheitsförderung (neu) zu verstehen und zu reflektieren

•Kooperationen zwischen Gesundheits- und Sozialwesen zu erproben

Es besteht u.a. eine Kooperation mit dem Leuschner-Treff in Borssum.

Projektseite

Prof. Dr. Knut Tielking
 

Das Projektfeld "Kommunale und schulische (Sucht-)Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter" bietet Möglichkeiten in unterschiedlichen Praxisfeldern der (Sucht-)Prävention (u. a. Schule, Suchtberatung, Jugendhilfeeinrichtungen) Erfahrungen zu sammeln, Ansätze und Programme kennenzulernen, die aktuell in Kommunen und Schulen umgesetzt werden und dazu eigene Projekte zu planen, umzusetzen und auszuwerten.

Seien Sie dabei und entwickeln Sie kreative Lösungen für zeitgemäße (Sucht-)Prävention und Gesundheitsförderung!

Astrid Trinkner

Unter Einbezug ästhetischer Ausdrucksformen wie Kunst, Musik, Darstellendes Spiel sollen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe und der psychosozialen Rehabilitation Projekte entwickelt werden, die einen Zugang zu den Klienten suchen über das gesprochene Wort hinaus, und gemeinsam mit ihnen Ideen zur Umsetzung ihrer kreativen Potentiale entwickeln. Es geht um die symbolisch vermittelte Interaktion über ästhetische Erfahrungen.

Impressionen der ästhetischen Praxis

Silvia Veentjer

  • Frühförderung, hier auch KiTa- Bereich
  • Offene Jugendarbeit
  • Stationäre und teilstationäre Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit generell (impliziert auch die Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen)
  • Betreuung von Inklusionskindern- und Jugendlichen (SGB VIII §35a)
  • Qualifizierung von Jugendlichen – auch im Bereich SGB VIII §35a
  • Gemeinwesen und Kulturbereich (z.B. JUZ, Theaterpädagogik..) mit Jugendlichen
  • Schulsozialarbeit

Bei Bewerbungen auf meine Projektgruppe:

Wenn Sie sich auf mein Projekt bewerben, würde ich gerne von Ihnen wissen,

  • welche Praxiserfahrungen Sie schon haben.
  • welche fachliche Projektidee (kurze Projektskizze - Wo? Was? Zielgruppe? Ziele? Methodisches Vorgehen?) der Bewerbung zu Grunde liegt.
  • wer Projektpartner*in ist, falls Sie das Projekt nicht alleine durchführen wollen?

Generell zum Projekt:

Wir reflektieren gemeinsam die Praxis der Projekte und erarbeiten sich daraus ergebende theoretische/ professionelle Zusammenhänge, die zum Verständnis der Praxis und zum professionellen Handeln wichtig sind. Praktische Übungen fließen in die Arbeit in der Gruppe mit ein. Die Vielfältigkeit der Studierenden, der Erfahrungen und der Tätigkeitsfelder fördert hier den professionellen Blick auf die Praxis mit ihren theoretischen Grundlagen und das professionelle Handeln.

Plakat

Präsentation

Ideenbörse für Projektideen

Auf dieser Seite finden Sie Ideen für Projekte sowie Angebote, Einrichtungen, Träger und Plätze für Projekte, die noch keinem Projektfeld fest zugeordnet sind.

Um Ihre Ideen und Angebote einzustellen senden Sie bitte ein pdf an den Modulbeauftragten.

Ansprechpartner

Modul 13-Beauftragter, Praxiskoordinator SAG
Carsten Bunk
Dipl.-SA/SP, MSM, Supervisor
E-Mail: carsten.bunk(at)hs-emden-leer.de  
Raum: G 003