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Weitere nachhaltige Projekte

Schiffsrecycling (2021)

Ein Projektteam der Hochschule Emden/Leer befasste sich im SoSe 2021 mit den Perspektiven und Problemen des Schiffsrecyclings in Deutschland, insbesondere warum es in Deutschland kaum realisiert wird und welche Voraussetzungen nötig wären, damit Schiffsrecycling in Deutschland ein attraktiveres sowie rentables Geschäftsmodell darstellt.

Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Aus diesem Grund müssen Ziele verfolgt werden, um die Rohstoffe durch Recycling im eigenen Land zu halten. Exemplarisch sei der Rohstoff Stahl erwähnt, der den größten Anteil beim Bau eines Schiffes ausmacht. Derzeit werden bis zu 80 Prozent der weltweit zu recycelnden Schiffe in den südasiatischen Ländern wie Bangladesch, Indien und China abgewrackt. In den meisten Fällen werden die Schiffe bei voller Fahrt auf den Strand gefahren (sogenanntes Beaching), um diese vor Ort zu zerlegen. Diese Methode wird jedoch kritisch betrachtet, da Arbeitsschutzrichtlinien, Umweltvorschriften und Löhne in diesen Ländern nicht mit denen in Europa verglichen werden können.

e-Mobilität: Die Zukunft der Mobilität in Emden (2020)

Ein Studierenden-Team der Hochschule Emden/Leer hat bei einer Reihe von Städten die Konzepte für eine zukunftsfähige Gestaltung ihrer Verkehrssysteme analysiert und die Ansätze ausgewählt, die für eine Kleinstadt wie Emden geeignet sein könnten.

Zwar nicht die Einzige, aber eine wesentliche Komponente ist die E-Mobilität, wenn denn bis dahin der Strom im Wesentlichen regenerativ hergestellt wird. Die Stadt Emden als „regenerative Stadt“ ist durch die lokale ausgeprägte Windenergie prädestiniert, die E-Mobilität in der Stadt zu fördern.

Mit berücksichtigt wurden die klassischen CO2 neutralen Fortbewegungsarten, wie dem Fahrradfahren oder zu Fuß Laufen. Voraussetzung für die Realisierung ist eine geeignete Infrastruktur (Fahrradwege, Ladesäulen), der Umrüstung des öffentlichen Nahverkehrs mit e-Bussen und ein dichteres Netz von Busverbindungen, die das Fahren mit eigenem PKW in die Innenstadt überflüssig machen.

e-Tourismus auf den Wasserwegen Ostfrieslands - eine Machbarkeitsstudie (2019)

In einem Studierenden-Projekt wurde untersucht, wie ein umweltfreundlicher Bootstourismus auf den Kanälen Ostfrieslands aussehen könnte: mit verschiedenen Booten mit Elektroantrieb.

Die notwendige Infrastruktur auf den Kanälen und ein geeigneter Bootstyp wurden entworfen. Statt einem Kauf der Boote (z.B. in Holland), sollte der Bootsbau in Emden erfolgen, um die hiesige Wirtschaft zu unterstützen. Das Projekt wurde mit einem ähnlichen Konzept des Rudervereins abgestimmt, der einen Wassertourismus „mit Muskelkraft“ anstrebt. Landwirtschaftsbetriebe, die an Kanäle angrenzen, könnten von dem Bootstourismus durch geeignete Angebote profitieren.

Abfallanalyse (2017/2018)

In einem Studierenden-Projekt wurden die Abfälle auf dem Campus nach Art, Menge und Entsorgungskosten analysiert. Der Restmüll wurde ausgekippt und danach sortiert, wie viel davon noch in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden könnte, wenn die entsprechenden Abfallbehälter für eine Stofftrennung eingeführt werden würden, also z.B. auf den Fluren oder in Hörsälen.

Vorgehensweisen anderer Hochschulen wurden gesammelt und ein Konzept für Emden/Leer erarbeitet und der Hochschulleitung vorgestellt. Finanziell würde die Umsetzung zu einer Einsparung von ca. 10.000€/Jahr führen!