SuPI

Wirkungsevaluation des Selbstkontrolltrainings SUPi – Suchtprävention – inklusiv für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

Projektleitung: Prof. Dr. Knut Tielking
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: N.N.
Förderer: Bundesgesundheitsministerium (BMG)
Laufzeit: 2022 bis 2024

Ziel und Inhalte

Das vom Caritasverband für die Diözese Osnabrück entwickelte Gruppentraining SUPi „Suchtprävention inklusiv“ greift eine bestehende Versorgungslücke für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung auf. Bisher gibt es nur wenig zielgruppenspe-zifische Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung bei problematischem Suchtverhalten oder dem Erlernen risikoarmer Verhaltensweisen beziehungsweise einer Konsumkompetenz. Insbesondere unter dem Aspekt einer Anerkennung gem. §20 SGB V zeigt sich, dass es hier für diese Zielgruppe kein anerkanntes Training gibt.
Im Rahmen des Gruppentrainings geht es um die Stärkung eines gesundheitsgerechten Umgan-ges mit Suchtstoffen sowie verhaltensbezogenen Suchtformen. Der Fokus liegt hier auf Alkohol, da dies ein weit verbreitetes Konsummittel ist und als gesellschaftlich akzeptiert gilt. Die zu-nehmende Verselbstständigung führt konkret dazu, dass Menschen mit geistiger Beeinträchti-gung (gesellschaftskonform) auch zunehmend Suchtmittel konsumieren. Die Brisanz liegt in der eingeschränkten Selbstreflexion, die es schwer möglich macht, die Risiken realistisch einzu-schätzen.
Das Training wird hinsichtlich der Wirkung durch die Hochschule Emden/Leer evaluiert, um mit den Ergebnissen eine Anerkennung gem. §20 SGB V zu erwirken. Ebenso soll ein Eintrag in die Grüne Liste Prävention erfolgen. So kann eine nachhaltige Umsetzung und Finanzierung des Trainings bundesweit sichergestellt werden.

Weitere Informationen sind im Internet unter folgenden Links zu finden:

https://www.caritas-os.de/themen/mein-leben-ohne-sucht/angebote/supi--suchtpraevention-inklusiv

https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/gesundheit_pflege/gesundheit/drogen_sucht/veranstaltung/suchtpravention-212104.html