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KUNO - Zukunftskutter Nordsee: Bau eines Demonstrators für ein zukunftsweisendes Küstenfischerei-Fahrzeug zum Einsatz auf der Nordsee

Akronym KUNO  
Laufzeit 01/2026 - 12/2030  
Fördersumme 8.013.792,83 €  
Förderung durch BMLEH  
Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Jann Strybny  
Fachbereich Seefahrt Maritime Wissenschaften  
Koop. Forschungseinrichtungen Koop. Forschungseinrichten. Thünen-Institut für Seefischerei; Nationalparkverwaltung Nds. Wattenmeer

Kurzbeschreibung

Das Projektziel ist die Zukunftsfähigkeit der deutschen Küstenfischerei an der Nordsee zu sichern. Diese ist weder ökologisch noch ökonomisch über 2040 hinaus gegeben. Ein Umbau hin zu klimaneutralen, umweltschonenden und wirtschaftlich nachhaltigen Betriebsmodellen ist notwendig. Aktuell wird hauptsächlich die Nordseekrabbe von Familienbetrieben mit veralteten Krabbenkuttern gefischt. Das Ende der Küstenfischerei würde den Import erhöhen, den ökologischen Fußabdruck verschlechtern und die nationale Nahrungsmittelsicherheit gefährden. Ein Kutterneubau durch einzelne Fischereibetriebe ist aus finanziellen und technologischen Gründen nicht möglich. 

In KUNO wird ein Prototyp als Forschungskutter gebaut und im Eigentum des Landes Niedersachsen an der Hochschule Emden/Leer angesiedelt. Er wird gemeinsam mit Fischern, dem Thünen-Institut für Seefischerei (TI-SF) und der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (NLPV) erprobt. Die Fraunhofer Arbeitsgruppe Nachhaltige Maritime Mobilität sorgt für grüne Kraftstoffe und Betankungsinfrastruktur. Das TI-SF testet umweltschonende Fangmethoden.

Ziele:

- Bau und Betrieb eines klimaneutralen, multifunktionalen, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Küstenfischereifahrzeugs

- Sprunginnovation in Schiffssicherheit und Sozialstandards

- Verknüpfung schiffbaulicher, fischereiwissenschaftlicher sowie ökonomischer und ökologischer Forschung

Der Hochschule obliegt die Forschung und Planung sowie die Koordination von Bau und Erprobung. Alle relevanten Akteure – Fischerverbände, Landwirtschaftskammern, Nationalparkverwaltung – sind in den Prozess eingebunden. Die Umwelt- und Sicherheitsanforderungen werden in die Detailplanung integriert.

Das Projekt verbindet eine wirtschaftliche Zukunft der Küstenfischerei (TI-SF) mit ökologischen Schutzzielen im Wattenmeer (NLPV).

Adressierte UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Nachhaltigkeitsziele des Projekts: 7- 9 und 12 - 14

Ansprechpartner

Prof. Dr. Jann Strybny
Bergmannstraße 36
26789 Leer
Tel.: 0491 / 92817 - 5040
E-Mail: jann.strybny(at)hs-emden-leer.de