Die Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus trifft insbesondere auch Familien. Aktuelle Informationen hierzu speziell für Beschäftigte / Studierende mit Kindern und pflegende Angehörige sammeln wir auf der Seite des Familienservice.

Vermehrt wird in den Medien von der Gefahr berichtet, dass Homeoffice und das verschärfte Kontaktverbot zu konfliktbeladenen Situationen im häuslichen Umfeld führen können. Für Betroffene haben wir Anlaufstellen und Notfallkontakte auf der Seite zum respektvollen Umgang gesammelt.

Das Coronavirus und seine Folgen wirken sich unterschiedlich auf die Geschlechter aus. Auf unserer News-Seite haben wir hierzu eine Sammlung an Links und weiteren Informationen zusammengestellt.

Handlungsmöglichkeiten

Handlungsmöglichkeiten für Betroffene

Sie sind nicht selbst Schuld!

Es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, Sie sexuell zu belästigen!

Wie Sie sich zunächst verhalten können:

  • Ignorieren bzw. Rückzug aus der Situation – diese Strategie kostet am wenigsten Kraft, allerdings wird dies meist auch als Zustimmung gewertet, so dass die Belästigungsversuche oft nicht eingestellt werden. 
  • Teilen Sie der Person, die Sie diskriminiert, mit, welche Verhaltensweisen Sie als diskriminierend empfunden haben - ggf. im Beisein von Dritten. Dabei sagen Sie ganz klar, was Ihnen missfällt und was unterlassen werden soll. Dies kann höflich, aber bestimmend geschehen. Formulieren Sie Ihre Erwartungen für ein zukünftiges angemessenes Verhalten. 
  • Sie sagen ganz klar STOPP! und holen sich sofort Unterstützung (wenn möglich), sofern Sie nicht in Ruhe gelassen werden. Vorsicht: Diese Verhaltensweise kann Aggressionen verstärken oder hervorrufen! 
  • Hilfe holen: Scheuen Sie sich nicht, auch Unbekannte anzusprechen – i.d.R. greifen Leute ein, wenn man sie direkt dazu auffordert. 
  • Oft gibt es keine Zeuginnen oder Zeugen  für sexualisierte Diskriminierung. Dokumentieren Sie Zeit, Ort und Umstände des Vorfalls, um ggf. eine Beschwerde zu untermauern.
  • Holen Sie sich Unterstützung: Beraten Sie sich mit Personen in Ihrem unmittelbaren Umfeld. Suchen Sie das Gespräch mit einer Person Ihres Vertrauens innerhalb oder außerhalb der Hochschule. Wenden Sie sich an die Vertrauenspersonen an der Hochschule für eine Erstberatung zur Orientierung.
Handlungsmöglichkeiten für Unterstützer*innen
  • Sollte sich eine betroffene Person an Sie wenden, hören Sie erst mal in Ruhe zu und nehmen Sie die Wahrnehmung der/des Betroffenen ernst ohne sie zu bewerten. Machen Sie keine Vorwürfe und setzen  Sie nicht unter Druck. Beachten Sie, dass es KEINE Rechtfertigung für sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gibt.
  • Unternehmen Sie nichts gegen den Willen der/des Betroffenen. Auch wenn Sie selbst Wut und Empörung empfinden und gerne stellvertretend handeln möchten, achten Sie das Selbstbestimmungsrecht der/des Betroffenen. Lassen Sie Zeit, um mit der Situation umzugehen und suchen Sie gemeinsam nach Handlungsoptionen.
  • Ermutigen Sie die betroffene Person, sich Hilfe zu holen: Sie kann sich an die Vertrauenspersonen an der Hochschule für eine Erstberatung zur Orientierung wenden.
  • Sollten Sie sich selbst in Ihrer Rolle als Unterstützerin bzw. Unterstützer überfordert fühlen, sprechen Sie das offen an und holen sich evtl. Hilfe für eine Erstberatung zur Orientierung, z.B. bei den Vertrauenspersonen oder den Gleichstellungsbeauftragten.
Anlaufstellen und Notfallnummern

Die Erstberatung der Hochschule und das Beschwerdewesen der Hochschule unterstützt Betroffene im Prozess. Manchmal ist es für Betroffene aber auch notwendig, sich schnell aus einer bestimmten Situation zurückziehen zu können. Falls Sie im akuten Notfall dringenden Beratungs- oder Handlungsbedarf benötigen, können Sie sich an folgende Anlaufstellen wenden:

Emden

Beratungsstelle bei Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Internet: http://www.beratungsstelle-bei-gewalt-emden.de

Beratung bei

  • Krisen in der Partnerschaft
  • Trennung und Scheidung
  • Bedrohung oder Erfahrung von körperlicher oder seelischer Gewalt
 

Bismarckstraße 16
26721 Emden

Telefon: 04921 - 90 29 290
Mobil: 0151 - 512 799 92

E-Mail: schneider(at)awo-emden.de

Frauenhaus Emden - Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt

Internet: www.frauenhaus-emden.de

 
  • Frauenberatungsstelle mit Information und Beratung für Frauen nach sexueller Gewalt
  • Frauenhaus mit anonymer Wohngruppe und Schutzeinrichtung für Mädchen und junge Frauen
 

Notruf nach sexueller Gewalt (24 Stunden erreichbar):
Telefon: 04921 – 4 39 00

Ambulante Beratung:
Telefon: 04921 – 4 39 00

Kontakt zum Frauenhaus:
frauenghaus(at)awo-emden.de

E-Mail Beratung unter:
frauenberatung(at)awo-emden.de

BISS – Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Emden

Internet: www.frauenhaus-emden.de

 
  • Beratung und Information bei häuslicher Gewalt für Frauen, Männer und Jugendliche
  • Paarberatung bei häuslicher Gewalt
  • Kontinuierliche, persönliche oder telefonische Beratungsgespräche
  • Hilfe und Beratung bei Stalkung
 

Telefon: 04921 – 58 89 77

E-Mail: biss(at)awo-emden.de

Leer  

Frauenhaus Leer - Schutz, Unterkunft, Hilfe und Unterstützung

Internet: https://www.landkreis-leer.de/Leben-Lernen/Beratung-Hilfe-bei-Gewalt/Frauenhaus

 
  • Individuelle Beratung und Begleitung durch Fachkräfte
  • Verarbeitung von Gewalterfahrungen
  • Beratung bei sozialrechtlichen Fragen
  • Unterstützung bei Wohnungssuche
 

Telefon (24 Stunden erreichbar):
0491 - 65 898

BISS – Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Leer

Internet: https://www.landkreis-leer.de/Leben-Lernen/Beratung-Hilfe-bei-Gewalt/Beratungsstelle-BISS

 
  • Telefonische und Einzelberatung für Frauen, die von körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt betroffen sind
  • Begleitung zu Anwälten, Gerichtsterminen, Polizei etc.
  • Beratung von Stalking-Opfern
 
Telefon: 0491 - 97 96 8100
Überregional  

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

 
  • Deutschlandweite Beratung für von Gewalt jeglicher Art betroffene Frauen.
  • Vermittlung an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort
 

Telefon (24 Stunden):
08000 - 116 016

E-Mail und Chatberatung unter: https://www.hilfetelefon.de

ADA – Schutzhaus
Anonyme Wohngruppe und Schutzeinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund

Internet: www.ada-schutzhaus.de

 
  • Schutzeinrichtung in Niedersachsen für Mädchen und junge Frauen, die von körperlicher, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt oder von Zwangsverheiratung bedroht oder betroffen sind
 

Telefon:
0800 6647799

E-Mail: info(at)ada-schutzhaus.de

ProBeweis

Internet: https://www.probeweis.de/de/ich-bin-betroffener
 
  • Professionelle Beweissicherung für die Betroffenen von Gewalt
  • Für Betroffene von häuslicher oder sexueller Gewalt, die noch keine Anzeige erstatten möchten
  • Vertrauliche Spurensicherung, unabhängig von einer Kontaktaufnahme mit der Polizei oder einer Strafanzeige
 

Kontaktaufnahme über die Partnerkliniken vor Ort in Aurich:
https://www.probeweis.de/de/partnerkliniken#partner-a

Die Stadt Emden informiert auf Ihrer Seite ebenfalls über Anlaufstellen und Notfallnummern bei Gewalt an Frauen und Kindern.