Die Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus trifft insbesondere auch Familien. Aktuelle Informationen hierzu speziell für Beschäftigte / Studierende mit Kindern und pflegende Angehörige sammeln wir auf der Seite des Familienservice.

Vermehrt wird in den Medien von der Gefahr berichtet, dass Homeoffice und das verschärfte Kontaktverbot zu konfliktbeladenen Situationen im häuslichen Umfeld führen können. Für Betroffene haben wir Anlaufstellen und Notfallkontakte auf der Seite zum respektvollen Umgang gesammelt.

Das Coronavirus und seine Folgen wirken sich unterschiedlich auf die Geschlechter aus. Auf unserer News-Seite haben wir hierzu eine Sammlung an Links und weiteren Informationen zusammengestellt.

News & Veranstaltungen

Workshop

16.09.2020

Workshop: Alle ansprechen, alle einbeziehen? (Digitale) Kommunikation, Sprache und Geschlecht

In Kooperation mit der CampusDidaktik veranstaltet das Projekt „Gender in der Lehre“ einen Workshop für Lehrende der Hochschule Emden/Leer zum Thema Kommunikation.
Joana Stephan bietet passend zum Online Semester am 09.11.2020 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr einen interaktiven Online Workshop mit dem Titel „Alle ansprechen, alle einbeziehen? (Digitale) Kommunikation, Sprache und Geschlecht“ an. Der Workshop ist auch im Neuberufenenprogramm anrechenbar!

Worum es geht:

In dem geplanten Online Workshop wollen wir uns kommunikationstheoretischen Grundlagen anschauen und wie diese auf die Lehrsituation an der Hochschule angewendet werden können. Ein wichtiges Kennzeichen von gelingender Kommunikation in der Lehre ist es, möglichst alle Studierenden anzusprechen und einzubeziehen. Aber wie kann das vor allem in Bezug auf digitale Kommunikation gelingen? Wir wollen uns Kommunikationshindernisse und -vorurteile anschauen, die sowohl im traditionellen als auch im digitalen Lehrformat zum Tragen kommen.

Im Workshop wollen wir uns genauer mit dem Aspekt des Geschlechts befassen. Hat das Geschlecht einer Person einen Einfluss auf die Art der Kommunikation. Spricht eine Studentin anders als ein Student? Und spreche ich als Lehrperson die beiden gleich oder unterschiedlich an? Gibt es eine Sprache mit der alle angesprochen werden können?

Weitere Informationen zum Workshop

Die Anmeldung erfolgt über die Seite der Campus Didaktik

 

fem:talent - Ausschreibung für 2020/21

21.08.2020

Ausschreibung fem:talent-Stipendien der Hochschule Emden/Leer

Die Hochschule Emden-Leer vergibt zur Förderung weiblicher Studentinnen fem:talent-Stipendien. Die Stipendien richten sich an:

  • Bachelorstudentinnen technischer Studiengänge (Fachbereiche Technik und Seefahrt und Maritime Wissenschaften)
  • Masterstudentinnen aller Fachbereiche, sowie
  • Promovendinnen,

die hervorragende Leistungen in Studium oder Beruf erwarten lassen oder bereits erbracht haben und zum Beginn des Bewilligungszeitraums an der Hochschule Emden/Leer immatrikuliert sind bzw. ein Promotionsvorhaben vorweisen können.

Am 31.10.2020 endet die Antragsfrist für die Online-Bewerbung 2020/2021 über das Intranet der Hochschule Emden/Leer. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von fem:talent.

 

Niedersachsen Technikum: Erfahrungsbericht

11.08.2020

"Wenn man es nicht ausprobiert, kann man es nicht wissen!" - Rieka Janßen hat durch das Niedersachsen-Technikum zum Traumjob gefunden

Rieka Janßen kennt das Problem, das viele Schülerinnen und Schüler umtreibt, nur zu gut: Was will ich beruflich machen? Soll ich lieber eine Ausbildung beginnen oder studieren? Das Niedersachsen-Technikum hat der angehenden Elektrotechnikerin bei der Entscheidungsfindung geholfen. Über ihre Erfahrungen im Niedersachsen-Technikum hat Rieka der Redaktion von Think ING berichtet. Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte hier: https://www.think-ing.de/schueler-studierende/netzwerk-nutzen/highlights-aus-dem-netzwerk/ing-des-monats/August-2020

 

Prädikat für Chancengleichheit / Ehrenpreis für Nachhaltigkeit

30.07.2020

Die Hochschule Emden/Leer wird in diesem Jahr zum fünften Mal mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat ausgezeichnet und erhält damit zugleich den Ehrenpreis für Nachhaltigkeit. Insgesamt 56 Organisationen werden in diesem Jahr mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat ausgezeichnet, davon 24 aus der Wissenschaft und nur fünf Organisationen erhalten den Nachhaltigkeitspreis. Das Prädikat wird für drei Jahre verliehen.

„Fünfmal ausgezeichnet zu werden, ist der nachhaltige Beweis des starken Engagements für Chancengleichheit. Als Best Practice Beispiel trägt die Hochschule Emden/Leer zur positiven Entwicklung von Chancengleichheit und Vielfalt in unserer Gesellschaft bei“, so die Jury in ihrer Urteilsbegründung.

Zur Pressemitteilung

Neuer Newsletter online

23.07.2020

Der neue Newsletter für das 3. Quartal 2020 (Ausgabe 33) ist online. Unsere Themen sind:

sowie Hinweise zu „Nationale Gleichstellungsstrategie“


Corona - Geschlechterperspektiven

25.05.2020

Die Corona-Pandemie betrifft alle – weltweit. Dennoch gibt es bei genauerer Betrachtung Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Aktuelle Erkenntnisse aber auch vieles, was bereits seit Jahren gefordert wird, erhalten neue Brisanz:

  • Die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Niedersachsen (lakog niedersachsen) unterstützt die Forderungen der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten den Hochschulen (bukof) sowie der Allianz der Gleichstellungsbeauftragten der außeriniversitären Forschungseinreichtungen (AGbaF). Dafür hat die lakog ein Begleitschreiben zum Brief mit dem Betreff "Keine Verstärkung der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kontext der Covid-19-Krise" veröffentlicht, den die bukof und die AGbaF an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz versandt hat. Die lakog schließt sich den beiden Verbänden in der Forderung an, dass die nun zum Teil ad hoc entwickelten Instrumente zur Bewältigung der Krise gerade jetzt im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit ausgestaltet werden müssen.
  • Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsen berfürchtet, dass die Corona-Pandemie traditonelle Rollenbilder verfestigt (Pressemitteilung).
  • Der Deutsche Frauenrat sieht in der Corona-Pandemie einen Ausnahmezustand, der die bestehende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern deutlicher denn je sichtbarer werden lässt. Daher fordert der Deutsche Frauenrat politische Lösungen für verschiedene Problemfelder wie dem Anstieg häuslicher Gewalt, Einkommensverlusten und der Doppelverantwortung, von denen insbesondere Frauen betroffen sind.
  • Das Netzwerk Familie in der Hochschule, dem auch die Hochschule Emden/Leer angehört,weist ebenfalls auf die Gefahr hin, dass sich traditionelle Rollenbilder in der Krise wieder verstärken. Daher solle die Frage der Geschlechtergerechtigkeit bei der Entwicklung von Instrumenten zur Krisenbewältigung beachtet werden.
  • Eine Gruppe von mehr als 500 Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen kritisiert in ihrem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Regierung der Länder, dass insbesondere in der aktuellen Diskussion zu Corona, Expert*innenmeinungen, welche unmittelbar die Politik beeinflussen, sehr unausgewogen aus einer Gruppe von zum einen Männern, aber v.a. auch Wissenschaftler*innen über 60 kommen. Die Gruppe fordert daher, dass die Perspektive der Generation zwischen 25 und 50 stärker in der Diskussion eingebracht wird und in den gefassten Beschlüssen mit berücksichtigung findet. (Update folgt).
  • In ihrem Interview mit dem Tagesspiegel äußert Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Bedenken gegenüber Empfehlungen der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina. Sie vermisse die Perspektive von Familien sowie insbesondere und Frauen.

Regina Frey, Politikwissenschaftlerin und Leiterin der Geschäftsstelle zum Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, beschreibt in diesem kurzen Essay die unterschiedlichen Auswirkungen, die die Pandemie auf Frauen und Männer hat. Das Beispiel Arbeitsmarkt: Gerade hier sind durch die starke Trennung des Arbeitsmarktes in "Frauenberufe" und "Männerberufe" insbesondere Frauen im Einzelhandel, in Krankenhäusern und in der Pflege nicht nur einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt, sondern werden sogar als "systemrelevant" bezeichnet.
In diesem Sinne diskutiert auch der aktuelle Zeit-Podcast: "Männer an Maschinen verdienen mehr als Frauen an Menschen"

"Home-Office" lautet in vielen Betrieben und Unternehmen während der Krise das Motto. Was auf der einen Seite eine Chance zur Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt ist, kann gleichzeitig für Familien einen Rückfall in alte Rollenmuster bedeuten: Die Frau muss sich um die zu Hause gebliebenen Kinder kümmern und muss Kindererziehung, Hausaufgabenbetreuung, Haushalt und Erwerbsarbeit unter einen Hut bringen - Prof. Jutta Allmendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), warnte in dieser Hinsicht vor einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen. Die Studie "Eltern während der Corona-Krise - Zur Improvisation gezwungen" des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat hierzu  unterschiedliche Befunde festgestellt. Die Corona-Krise hat die vormals bereits überwiegend traditionelle Aufgabenteilung bei Eltern eher weiter verstärkt, wobei dies nicht für alle Erwerbskonstellationen bei Eltern zutrifft: "Mütter stellen ihre Erwerbsarbeit, mehr als ihre Partner, zugunsten der Kinderbetreuung zurück, zum Teil vermutlich auch deswegen, weil sie durch die überwiegende Teilzeitarbeit einen geringeren Anteil am Haushaltseinkommen haben und ihr Einkommen eher verzichtbar ist als das der Partner." Gleichzeitig ist die Beteiligung von Vätern an den Familienaufgaben während der Coronakrise gewachsen. Allerdings geht der BiB-Direktor Norbert Schneider davon aus, dass die Bereitschaft der Männer zur Haus- und Erziehungsarbeit wieder sinken werde, sobald sich die Lage normalisiert habe.

 

Die fortlaufenden Erhebungen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung deutet darauf hin, dass die Arbeitszufriedenheit im Home-Office von Frauen und insbesondere Mütter in Vergleich zu Männern stärker gesunken ist. Der Erfahrungsbericht auf der Seite der Initiative PinkStinks veranschaulicht kurz und unterhaltsam eine solche Situation.

Die Daten der Infizierten und der Todesfälle deutet darauf hin, dass Männer einem höheren Risiko ausgesetzt sind, an Covid-19 zu versterben. Was sind die Gründe dafür? Liegt es an genetischen, biologischen Unterschieden oder an den unterschiedlichen Umweltfaktoren, denen Frauen und Männer ausgesetzt sind? Der Beitrag der CNN geht dieser Frage auf Grundlage der gemeldeten Daten nach (Englisch). Eine Aufbereitung der Erkrankungen und Todesfälle nach Geschlecht und nach Land bietet das Forschungsinstitut GlobalHealth 50/50 auf ihrer Webseite (Englisch).
In der internationalen Zusammenarbeit weisen unter anderem sowohl die UNICEF, der Bevölkerungsfond der UN sowie UN WOMEN auf die Gefahren der Pandemie in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit hin (Dokumente auf Englisch).

Auch bei der Berichterstattung über die Corona-Pandemie lässt sich feststellen, dass unter Expert*innen, Wissenschaftler*innen und Ärzt*innen häufiger Männer befragt werden und zu Wort kommen (70% Männer, 30% Frauen). Zwei Studien zu dieser Frage sind hier zusammengefasst.

Die Krise stellt gerade auch die Hochschulen vor neue Herausforderungen. Bei der Suche nach Lösungen für Studium und Lehre, für die Beschäftigten und Professor*innen stellt sich insbesondere die Frage, wie diese Maßnahmen zugleich auch im Sinne der Gleichstellung zu gestalten sind. Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an den Hochschulen nach Good-Practice-Beispielen nachgefragt und die Antworten zusammengestellt.

Wie die Hochschule und die Studierenden mit der aktuellen Situation umgehen, ist auch die Frage in der aktuellen Folge "Campus & Karriere" des Deutschlandsfunks. Die Gesprächsgäste diskutieren dabei unter anderem den Offenen Brief aus Forschung und Lehre zum Nicht-Semester.

 

Angesichts der Auswirkungen der Pandemie auch auf den Regelbetrieb an den Hochschulen fordern Studierendenvertretungen in einer Petition gegenüber der Hochschulrektorenkonferenz ein "Kann-Semester". Neben der Aussetzung der Regelstudienzeit und der freiwilligen Nutzung von Lehrangeboten fordern sie mit einer Petition auch die Verschiebung aller Fristen und das Recht, Prüfungen wiederholen zu können. Hochschulen seien zwar sehr bemüht, die Lehre auf Online-Formate umzustellen. Trotzdem könnten viele Studenten absehbar nicht die erforderlichen Leistungen erbringen. Als Lösung wird vorgeschlagen, das Sommersemester nicht zur Regelstudienzeit zu zählen. So würden finanzielle Nachteile etwa beim Bafög vermindert. Im Interview erläutern Studierendenvertreter*innnen die Initatitve und die Hintergründe.
Der bundesweite Zusammenschluss der Studierendenvertretungen (fzs) sowie die Landesastenkonferenz Niedersachsen haben gemeinsam die bundesweite Intitiative "Solidaritätssemester jetzt!" ins Leben gerufen. Der entsprechende Forderungskatalog greift die Themen digitale Lehre, Studienfinanzierung und Existenzsicherung und Prüfungswesen auf.
Die Forderung des fzs und der Landesastenkonferenz Niedersachsen nach einer Soforthilfe für Studierende in finanzieller Notlage wird auch vom Landesastentreffen NRW in ihrer Petition aufgegriffen.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erleben inter* und trans* Personen im Alltag immer wieder Benachteiligungen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berichtet aus ihrem Beratungsalltag, dass viele inter* und trans* Personen seit dem Beginn der Corona-Krise Diskriminierungen auch von staatlicher Seite und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen erfahren.

Die vorläufigen Ergebnisse einer Erhebung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf deuten darauf hin, dass sich die Corona-Krise verschärft auf die gesundheitliche Lage von trans* Personen auswirkt. Zudem leiden insbesondere trans* Personen laut Studie der Münster School of Health (FH Münster) zur Situation von Menschen in Deutschland während der Corona-Pandemie verstärkt an den Folgen eingeschränkter Sozialkontakte.

Der Bundesverband Trans* bietet auf seiner Seite eine Sammlung an Informationen, Ressourcen und Links zu Beratungsangeboten sowie Hinweise für Trans*-Organisationen zu Auswirkungen auf trans* Menschen und Ideen für Community- und Beratungsarbeit in Zeiten von Corona an.

Umfangreiche Materialsammlungen mit Stellungnahmen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema "COVID-19-Pandemie und Geschlecht" werden fortlaufend im CEWS journal veröffentlicht (Ausgabe 122,Ausgabe 123).

Weitere Lesehinweise zu verschiedenen Themen wie Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit, Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Krise und Frauengesundheit hat der Deutsche Frauenrat in ihrem Dossier zum Coronavirus / Covid-19 sowie die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten auf Ihrer Hompage zusammengestellt.

Die Corona-Krise lässt nicht nur Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern stärker hervortreten, sondern verschärft auch die Diskriminierungserfahrungen aufgrund anderer Merkmale. So hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes seit Beginn der Corona-Krise über 300 Beratungsanfragen (Stand: 16.06.2020) zu Diskriminierungen im Zusammenhang mit dem Virus erhalten. Bei den berichteten Erfahrungen gibt es zwei Schwerpunkte: Diskriminierungen aus rassistischen Gründen bzw. wegen der ethnischen Herkunft und Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung. Die Antidiskrimierungsstelle des Bundes hat auf ihrer Seite hierzu ein FAQ veröffentlicht.