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Dass Künstliche Intelligenz (KI) kleinen und mittleren Unternehmen viele praxistaugliche Möglichkeiten eröffnet, haben die Teilnehmenden einer gemeinsamen Online-Veranstaltungsreihe der Hochschulen Emden/Leer und Osnabrück/Lingen im Rahmen des Projekts „Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Lingen“ erfahren. Die KI-Trainer des Programms, mit dem der Bund die Umsetzung der Digitalisierung in den Betrieben unterstützen möchte, informierten dabei über effizientere Arbeitsabläufe und Mehrwerte für das eigene Geschäftsmodell.

Unter dem Titel „Digitale Assistenzsysteme mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz“ gab es zunächst einen Einstieg in das Themengebiet KI. Dabei lag der Fokus auf digitalen Assistenzsystemen, die unter anderem am Beispiel so genannter Chatbots genauer dargestellt wurden. Chatbots sind technische Dialogsysteme, die Nutzeranfragen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz beantworten. Referenten der mindsquare AG zeigten, wie diese derzeit in Unternehmen eingesetzt werden, welche Zielstellung dadurch verfolgt wird und welche Vorteile sich daraus ergeben. Auch wurde aufgezeigt, wie Projekte zur Einführung von Chatbots in der Praxis ablaufen und welche Technologien dabei zum Einsatz kommen.

In der zweiten Impulsveranstaltung stellten die Trainer eine Übersicht potentieller Geschäftsmodelle vor, die auf der Nutzung von KI und digitaler Assistenzsysteme basieren. Diese Praxisbeispiele zeigten zusätzlich, welche Mehrwerte durch die Nutzung von KI entstehen und welche Möglichkeiten digitale Assistenzsysteme für den Mittelstand bereitstellen.

Darauffolgend wurde die Veranstaltungsreihe mit drei aufeinander aufbauenden Workshops fortgesetzt. Im ersten Teil führten die Teilnehmenden eine Analyse des eigenen Geschäftsmodells durch und betrachteten ihre Kunden und ihr Angebot. Der zweite Workshop beschäftigte sich mit der Überführung der Informationen in digitale Geschäftsmodelle. Abschließend haben die Teilnehmenden auf den konkreten Ideen für den Einsatz im eigenen Betrieb aufgebaut und sich mit der prototypischen Umsetzung der besten Idee beschäftigt.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen ist Bestandteil des Programms „Mittelstand Digital“. Damit unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und informiert kostenlos über Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung.

Die Teilnahme ist kostenlos. 

  • Termine
  1. Künstliche Intelligenz: Chancen für den Mittelstand 2. März | 15:00 - 17:00

  2. Geschäftsmodelle und Künstliche Intelligenz 10. März | 16:00 - 17:30

  3. Optimierung des Geschäftsmodells durch digitale Assistenzsysteme 14. April | 14:30 - 17:30

  4. Digitale Assistenzsysteme analysieren und ausgestalten 12. Mai | 14:30 - 17:30

  5. Digitale Assistenzsysteme entwickeln und einführen 9. Juni | 14:30 - 17:30

Die digitale Transformation kann kleine und mittlere Unternehmen anfälliger für kriminelle Übergriffe machen. Gerade bei der vermehrten Arbeitszeit im Homeoffice ist die Gefahr einer Cyber-Attacke auf den privaten Computer groß. Vor diesem Hintergrund hatte die Hochschule Emden/Leer als Partner des Projekts „Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Lingen“ zu einer Online-Impulsveranstaltung eingeladen.

„Die Prävention, Vorbereitung und Schulung von Mitarbeitenden ist daher unerlässlich, um das Unternehmen vor dem unerlaubten Datenraub zu schützen“, so Prof. Dr. Jens Klußmann vom Fachbereich Seefahrt und Maritime Wissenschaften der Hochschule Emden/Leer. Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden von Alexander Riedel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Emden/Leer, darüber informiert, wie brisant das Thema Cyber Security gerade in Zeiten von Covid-19 ist. So wurde anhand von Studien aufgezeigt, dass mehr als jeder zweite „Onliner“ aktuell Opfer von Cyberkriminalität ist. „55 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice nutzen ihre privaten Endgeräte, und fast 70 Prozent haben kein spezielles Security-Training für die Arbeit im Homeoffice erhalten“, gab Riedel zu bedenken. Er informierte in diesem Zusammenhang über Angriffsmethoden von Hackern und klärte die Teilnehmenden über die organisatorischen Anforderungen und technischen Maßnahmen für ein grundsätzliches IT-Sicherheitsmanagement auf.

Andreas Frederik Wehowsky, Gründer von „WEHOWSKY●COM – Cyber Security Systems“, sprach zudem über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Cyber Security. Anhand von Videomaterial zeigte er anschaulich, wie die hauseigene Software „MUNINN“ durch den Einsatz von KI das gesamte Firmennetzwerk überwacht und mögliche Bedrohungen in Sekundenschnelle erkennt und blockiert.

„Durch die Veranstaltung konnte ein immer wichtiger werdendes Thema kompakt und verständlich vermittelt werden“, so das Fazit von Klußmann. Ferner galt die Veranstaltung als Impuls, sich weiter mit der Thematik Cyber Security im eigenen Unternehmen zu befassen.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen ist Bestandteil des Programms „Mittelstand Digital“. Damit unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und informiert kostenlos über Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung.

Weitere anstehende Veranstaltungen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen finden Sie unter folgendem Link:

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen - Termine