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Hochschul-Experten bei IT-Sicherheitstag

Prof. Dr. Patrick Felke (l.) und der wissenschaftliche Mitarbeiter Frederik Gosewehr sprachen in Leer über den Einsatz KI-basierter Chatbots in Unternehmen. Bild: Jürgen Bambrowicz

Forschungsergebnisse im SparkassenForum in Leer präsentiert

Wissenstransfer in die Region und Unterstützung durch aktuelle Forschung: Prof. Dr. Patrick Felke und der wissenschaftliche Mitarbeiter Frederik Gosewehr haben im März ihre Forschungsergebnisse auf dem IT-Sicherheitstag im SparkassenForum in Leer präsentiert. Unter dem Titel „Chatbots sind sicher! Oder?" beleuchteten die Cybercrime-Experten vom Fachbereich Technik der Hochschule Emden/Leer kritische Sicherheitsfragen rund um den Einsatz von KI-basierten Chatbots in Unternehmen.

„Kein Filter ist unfehlbar – auch nicht der eines KI-Bots“, erklärte Gosewehr während seines Beitrags. So reiche manchmal eine andere Sprache oder ungewöhnliche Formulierung, um die Sicherheitsmechanismen in KI-Systemen auszuschalten. „Was dann passiert, liegt nicht mehr in der Hand des Unternehmens“, ergänzte Felke. An der Hochschule Emden/Leer befassen sich die beiden bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Cybersicherheit. Innerhalb eines Forschungsprojekts deckten sie dabei unter anderem eine wichtige Sicherheitslücke in einem viel genutzten Überwachungssystem für private Haushalte auf. 

Der IT-Sicherheitstag richtete sich an Unternehmen jeder Größe in der Region und wurde vom Landkreis Leer gemeinsam mit dem Software-Netzwerk Leer veranstaltet. Das Programm wurde von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Strafverfolgung und Praxis gestaltet und zog ein breites Fachpublikum an. Felke und Gosewehr zeigten auf, dass der weitverbreitete Einsatz von Chatbots in geschäftlichen Prozessen mit zum Teil unterschätzten Sicherheitsrisiken verbunden ist. Ihr Vortrag machte deutlich, dass KI-Systeme zwar leistungsstark sind, aber ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen potenzielle Einfallstore für Angreifer darstellen können – ein Thema, das angesichts der rasanten Verbreitung von KI-Tools in Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. 

Neben den IT-Experten der Hochschule kamen weitere Referentinnen und Referenten zu Wort: Immanuel Bär von der ProSec GmbH demonstrierte als „ethischer Hacker“ praxisnah, wie Angreifer Schwachstellen in Unternehmen aufspüren. Kriminalkommissarin Alicia Tiedtke und IT-Spezialist Kai Goldyn von der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamts Niedersachsen gaben Einblicke in die aktuelle Bedrohungslage. Weitere Beiträge kamen von Bernd Dettmers (net.e-Network Experts GmbH), Marco Schmidt (Sparkasse LeerWittmund) sowie Tobias Diemer von der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand. Moderiert wurde der Tag von Dr. Anja Beyer-Peters, Generation Secure GmbH.