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Schulbesuch in Biologielaboren

Vorbereitungen eines Geles zur Detektion der DNA Fragmente nach einer PCR beim LK-Biologie.

Gruppen informierten sich zum Thema Mikroorganismen

 

Die Hochschule präsentierte sich in der vergangenen Woche als Lernort nicht nur für Studierende: Auszubildende der Schule für Pflegefachberufe für die Kliniken Emden, Aurich und Norden und der LK-Biologie des JAG nutzen die Möglichkeit, die naturwissenschaftlichen Labore zu besuchen und ihr theoretisches Wissen selbst auszuprobieren.

Hygiene in der Pflege? Was ist ein Sicherheitsstamm? Und wie funktioniert eine PCR? Am Donnerstag standen diese Fragen im Zentrum des der angehenden Pflegefachkräfte und des Leistungskurses Biologie von Lehrerin Jane Reismann mit Schülerinnen und Schülern des Johannes-Althusius-Gymnasiums. Diese werteten im Rahmen ihres Praktikumstages in einem mikrobiologischen bzw. molekularbiologischen Labor den Hygienestatus aus, wie er im pflegerischen Alltag typisch ist, oder wie Sicherheitsstämmen in der Biologie mittels PCR nachgewiesen werden können. 

Die Auszubildenden wurden in der Pflegefachschule nach einer kurzen Erläuterung von Prof. Dr. Claudia Gallert über die jeweiligen Experimente zum Thema „Wirkung von Desinfektionsmitteln auf den Keimstatus“ informiert und bei der praktischen Ausführung von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Meta Aeils und Elke Graalfs unterstützt. Zum Wachsen wurden anschließend die verschiedenen Agarplatten an der Hochschule inkubiert und im Mikrobiologie-Labor ausgewertet. Das Ergebnis des Keimspektrums auf Händen vor und nach der Handdesinfektion zeigte deutlich die Wichtigkeit dieser Maßnahme im Pflegealltag. Neben dem Mikroskopieren von unterschiedlichen Mikroorganismen wurde auch selbst eine Kultur unter der Sicherheitswerkbank angelegt. 

Auch in vielen molekularbiologischen Laboren kommen Mikroorganismen zum Einsatz. Sie dienen oft dazu, bestimmte Substanzen zu erzeugen. Die Nutzung dieser Mikroorganismen unterliegt strengen rechtlichen Bedingungen und nur ungefährliche Mikroorganismen, so genannte Sicherheitsstämme, dürfen zum Einsatz kommen. Daher ist es wichtig, jederzeit zu wissen, ob die verwendeten Mikroorganismen sich verändert haben.

Um zu prüfen, ob die Mikroorganismen im Labor noch Sicherheitsstämme sind, wurde unter der Leitung von Dr. Julia Reimer und Marie Rohns Schritt für Schritt eine Kolonie-PCR durchgeführt. Anschließend wurden die Proben mit einer Gelelektrophorese analysiert, die Köpfe zusammengesteckt und fleißig überlegt, wie die eigenen Ergebnisse zu interpretieren sind. Nebenbei erhielten alle einen tieferen Einblick in den Laboralltag.

Auch in den kommenden Jahren sind die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen aus der Region eingeladen, einen spannenden Tag an der Hochschule Emden Leer zu verbringen.