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Individuelle Lernprozesse fördern

Niedersächsische Hochschulen starten in Projekt „LernKI“

 Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll im Studienalltag genutzt werden? Antworten auf diese Frage werden in den kommenden vier Jahren in einem Verbundprojekt unter Beteiligung der Hochschule Emden/Leer erarbeitet. Ziel ist es, Studierende und Lehrende mit der so genannten LernKI zu unterstützen, ohne den persönlichen Bezug vollständig zu ersetzen.

Im Projekt „Lehr- und Lernassistenzsystem für Studienerfolg – LernKI“ unter der Federführung der Jade Hochschule arbeiten alle sechs niedersächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Osnabrück zusammen, indem sie ein KI-gestütztes Assistenzsystem erproben und entwickeln. Gefördert wird das Vorhaben von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre mit rund 4,5 Millionen Euro. 

Die LernKI soll als digitales didaktisches System dabei helfen, Inhalte besser zu verstehen, den Lernprozess zu strukturieren und sich auf Prüfungen vorzubereiten. Auch für Lehrende verspricht dies spürbare Vorteile. Die LernKI kann unterstützende Aufgaben, etwa bei der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen oder bei der Rückmeldung von Übungen übernehmen, sodass   mehr Zeit für persönliche Betreuung bleibt. Das Programm soll somit als digitaler Lernbegleiter fungieren, der beide Seiten unterstützt. Ersetzen soll sie die Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden sowie pädagogische Entscheidungen jedoch nicht.

Geplant ist, nach einer Projektzeit von zwei Jahren eine erste nutzbare Version der neuen LernKI für verschiedene Fachgebiete bereitzustellen, die erprobt werden können. Begleitet wird dieser Prozess von speziell geschulten Ansprechpersonen an den jeweiligen Hochschulen. An der Hochschule Emden/Leer übernimmt dies das Personal in der CampusDidaktik.

In den kommenden Jahren soll das System optimiert und ausgeweitet werden. Mit der Ostfalia Hochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, der Hochschule Emden/Leer, der Hochschule Hannover, der Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, der Hochschule Osnabrück und der Jade Hochschule arbeiten alle sechs niedersächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Universität Osnabrück gemeinsam daran, sich stärker zu vernetzen und eine gemeinsame Wissensbasis aufzubauen.