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Minister begrüßt erste Kohorte in neuem Emder Studiengang

Falko Mohrs tauschte sich mit ersten berufsbegleitend Studierenden der Sozialen Arbeit aus

Die ersten Studierenden, die im September an der Hochschule Emden/Leer in das neue Bachelor-Studienangebot „Soziale Arbeit (BASA-online)“ gestartet sind, wurden am Freitag noch einmal in besonderem Rahmen begrüßt: Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, hatte den Weg aus Hannover angetreten, um die ersten Eindrücke und Anregungen der Gruppe aufzunehmen und sie willkommen zu heißen.

„Mit diesem Studiengang beschreiten wir Neuland an den Staatlichen Hochschulen in Niedersachsen“, so Minister Falko Mohrs während seiner Begrüßung in der Emder Hochschulbibliothek. Das innovative berufsbegleitende Studienformat eröffne neue, spannende Wege in die Hochschulbildung und mache das Studium im gesellschaftlich bedeutenden Berufsfeld „Soziale Arbeit“ für mehr Menschen attraktiv und erreichbar. „Der Studiengang verbindet akademische Qualität, digitale Lehre und gesellschaftliche Verantwortung. Damit leistet die Hochschule Emden/Leer als modernes, zukunftsgewandtes und praxisnahes wissenschaftliches Zentrum der Region einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, so Mohrs. 

Rund 30 Studierende haben sich für den ersten Online-Studiengang am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit eingeschrieben. Damit ist dieser zu mehr als 100 Prozent ausgelastet. Mit der Bereitstellung des neuen Angebots verfolge die Hochschule das Ziel, neue Personengruppen anzusprechen und flexiblere Formate, passend zu den unterschiedlichen Lebenssituationen, zu generieren, wie Hochschulpräsident Prof. Dr. Marco Rimkus am Freitag betonte. „Wir wollen die Hochschule Emden/Leer zu einer Partnerin für lebenslanges Lernen entwickeln. Zu einer akademischen Brückenbauerin, die Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen passende Bildungsangebote anbietet“, so der Präsident. 

Dafür gab es laut Studiengangsleiter Prof. Dr. Michael Herschelmann bereits im Vorfeld großen Zuspruch seitens der sozialen Einrichtungen aus der Region. „Mehr als 60 Prozent der Studierenden kommen aus Ostfriesland uns dem Emsland, 90 Prozent aus Niedersachsen. Dies zeigt: Wir machen etwas für die Region und das Land“, so Herschelmann. Als Staatliche Hochschule biete man den großen Vorteil, Blended-Learning-Angebote für Berufstätige ohne Studiengebühren und mit dem Erfahrungsschatz aus 50 Jahren Lehre in der Sozialen Arbeit vorhalten zu können.

Beim neuen Studiengang gibt es neben der Möglichkeit, den Großteil des Studiums von zu Hause aus und zu flexiblen Zeiten zu absolvieren, aber auch durch eine Gruppe unterstützt zu werden, noch weitere Besonderheiten. Die Hochschule Emden/Leer ist eine von insgesamt neun Hochschulen in Deutschland, die erfolgreich in den Verbund BASA-online aufgenommen wurden. Dadurch können unter anderem mehr Vertiefungsschwerpunkte angeboten werden als an den einzelnen Hochschulen allein. 

Auf dem Programm des Kurzbesuchs von Minister Mohrs in Emden stand auch eine Gesprächsrunde mit den Studierenden, die von den rund ersten 100 Tagen im Studiengang berichteten. „Vorfreude, Arbeit an einem guten Selbstmanagement und dabei Job, Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen“ waren für Sarah Schöne die präsentesten „Aha-Momente“ der ersten Wochen. Zugleich ist die Emderin, die mit Anfang 30 bereits langjährige Berufserfahrung in der Sozialen Arbeit mitbringt, sehr dankbar für die Möglichkeit, an ihre persönliche Situation angepasst studieren zu können. Wertgeschätzt wurden von vielen weiteren Studierenden außerdem der unmittelbare Zugang zu Fachwissen, die gute Vernetzung untereinander und die Fähigkeit, ihr tägliches Handeln im Job noch besser durch das neue Wissen untermauern zu können. Auch nutzten einige die Gelegenheit, Wünsche und Anregungen in Richtung des Ministeriums zu äußern – etwa in Bezug auf Bildungsurlaub, um die Praxisphasen im Studium besser in ihren Arbeitsalltag integrieren zu können. 

Wer sich für den Studiengang Soziale Arbeit (BASA-online) bewerben möchte, muss eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens eineinhalb Jahren in Voll- oder drei Jahren in Teilzeit und eine studienbegleitende Berufstätigkeit nachweisen. Zwei Drittel der Studienzeit erfolgen online. Die einzelnen Module werden auf einer Internetplattform eingestellt und können zeit- und ortsunabhängig bearbeitet werden. Das restliche Drittel wird in Blöcken in Präsenz an der Hochschule in Emden angeboten. Bei Fragen stehen die Lehrenden stets als Lerncoaches und in einer Online-Sprechstunde zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2026/27 endet am 15. Juli. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten für Info-Veranstaltungen (online) für Studieninteressierte gibt es unter https://t1p.de/hpudk