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Hochschule zeigt innovative Forschung auf Maritimer Konferenz

Am Messestand der Hochschule (v.l.): Hans Kyling (Fraunhofer AG Nachhaltige Maritime Mobilität), Prof. Dr. Jann Strybny (Hochschule Emden/Leer), Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff, Hochschulpräsident Prof. Dr. Marco Rimkus, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Prof. Dr. Marcus Bentin, Dekan des Fachbereichs Seefahrt und Maritime Wissenschaften und Prof. Kapt. Michael Vahs (Hochschule Emden/Leer). Bild: Tobias Bruns

Team des Maritimen Campus präsentierte Projekte in der Emder Nordseehalle

 

Mit einem Querschnitt ihrer innovativen Forschungsarbeit zur Zukunft der Seeschifffahrt hat sich die Hochschule Emden/Leer in dieser Woche bei der Nationalen Maritimen Konferenz präsentiert. Bei der großen Messe, die das Treffen in der Emder Nordseehalle mit hochrangigen Teilnehmenden aus der deutschen Wirtschaft, Politik und maritimer Branche begleitete, veranschaulichte ein Team Forschender vom Maritimen Campus in Leer Motivation und erste Ergebnisse seiner aktuellen Arbeit.

Präsentiert wurden seitens der Hochschule drei aktuelle Forschungsvorhaben, von denen sich auch politische Entscheidungsträger wie Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies einen Eindruck am Messestand verschafften. Diese zeigte sich tief beeindruckt von der breit gefächerten Kompetenz, die am Fachbereich Seefahrt und Maritime Wissenschaften in Leer in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde und sich in einer Vielzahl von Projekten im Bereich „green shipping“ widerspiegelt.  So wird im Projekt ZukunftsKutter Nordsee („KuNo“) in den kommenden Jahren ein Modell für einen Kutter entwickelt und gebaut, der kostengünstig in der Anschaffung sowie umweltschonend und effizient im Betrieb ist. Gemeinsam mit dem Thünen Institut für Seefischerei in Bremerhaven und der Fraunhofer Arbeitsgruppe Nachhaltige Maritime Mobilität möchte die Hochschule einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Küstenfischerei an der Nordsee leisten. Die Zusage der Fördermittel in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro wurde im Dezember vergangenen Jahres seitens des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat übergeben. 

Bereits erfolgreich umgesetzt wurde das Projekt „Low Carbon Sea Transport“, in dem die Hochschule im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) einen emissionsarmen Frachtsegler entwickelte, der heute als Versorgungsschiff die Bewohner auf den Atollen der Marshallislands versorgt und als Handelsschiff fungiert. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr erfolgreich verlängert, um weiter an den innovativen Bestandteilen – wie etwa dem batterie-elektrischen System und dem Segelrigg – des Konzepts zu arbeiten. 

Recht neu ist das Forschungsvorhaben INNOSegler, das ebenfalls am Fachbereich Seefahrt und Maritime Wissenschaften in Leer in bearbeitet wird. Im Mittelpunkt steht der Entwurf eines klimaneutralen Expeditionskreuzfahrt- und Forschungsschiffs, das bis zu 100 Passagiere befördern und als Reallabor für innovative Schiffbautechnologie genutzt werden soll. Initiiert wurde es von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bremerhaven. 

Die 14. Nationale Maritime Konferenz brachte in dieser Woche rund 800 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Emden zusammen, die sich unter anderem über die Zukunft der maritimen Wirtschaft sowie die Rolle der Häfen in Bezug auf nachhaltige Energieversorgung austauschten. Die Konferenz wurde im Jahr 2000 erstmals und ebenfalls in Emden ausgerichtet.