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Mehr Transparenz beim Klimaschutz

Hochschulen entwickeln gemeinsames Bilanzierungstool

Im Mai wurde im Niedersächsischen Umweltministerium der erfolgreiche Abschluss des Projekt COUNTS gefeiert. Drei Jahre lang haben sich die zwölf projektbeteiligten Hochschulen des Netzwerks HochNiNa unter der Leitung der Universität Oldenburg mit der Entwicklung eines einheitlichen Bilanzierungsrahmens für ihre Treibhausgasemissionen beschäftigt. Herzstück der Projektergebnisse ist ein wissenschaftlich fundierter, webbasiertes Bilanzierungstool, das nun allen Hochschulen in Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden kann. 

Gefördert wurde das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. „Wir freuen uns sehr, dass die Hochschule Emden/Leer im Projektverbund einen Beitrag leisten konnte, damit die für ein Nachhaltigkeitscontrolling wichtige Treibhausgasbilanzierung standardisiert und mit deutlich weniger Aufwand durchgeführt werden kann“, freut sich Prof. Dr. Maren Grautmann, Vizepräsidentin für Kommunikation, Vielfalt, Internationales und globale Verantwortung der Hochschule. 

Auf der Abschlussveranstaltung würdigten Staatssekretärin Anka Dobslaw (MU) und Staatssekretär Prof. Dr. Joachim Schachtner und (MWK) das Projekt mit Grußworten. Umweltstaatssekretärin Anka Dobslaw: „Wir freuen uns, dass es mit dem COUNTS-Projekt gelungen ist, einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Landesverwaltung anzustoßen. Das Projekt zeigt,

dass es gerade bei Hochschulen ein hohes Bewusstsein für die eigene Rolle bei der Verursachung von Treibhausgasemissionen gibt und eine große Bereitschaft, die notwendige Grundlagenarbeit zu leisten um diese in Zukunft zu reduzieren. Ein besonderer Dank geht an das engagierte Projektteam und die beteiligten Hochschulen.“ Zu diesen zählen neben der Hochschule Emden/Leer, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Georg-August-Universität Göttingen, Hochschule Hannover, Jade Hochschule, Leuphana Universität Lüneburg, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Stiftung Universität Hildesheim, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Universität Osnabrück und die Universität Vechta.

„Das Projekt COUNTS zeigt, wie Nachhaltigkeit an Hochschulen wirksam umgesetzt werden kann: mit verlässlichen Daten, gemeinsamen Standards und praxisnahen Verfahren. Klimaschutz braucht nicht nur Überzeugung, sondern auch belastbare Entscheidungsgrundlagen“, so Hochschulstaatssekretär Prof. Dr. Joachim Schachtner. COUNTS schaffe diese Transparenz, reduziere Aufwand durch das gemeinsame Tool und stärke zugleich die Autonomie der Hochschulen. 

Ziel für die nächsten Jahre ist es, das Bilanzierungstool um weitere Funktionen zu erweitern und noch mehr Hochschulen zur Verfügung zu stellen. Dafür schafft die Universität Oldenburg als Projektleiterin für zwei Jahre eine Personalstelle. 

Die niedersächsische Landesverwaltung hat nach §3 NKlimaG die Verpflichtung, bis zum Jahr 2035 die Klimaneutralität zu erreichen. Damit soll die Landesverwaltung eine Vorbildrolle für die Gesellschaft einnehmen. Die Hochschulen sind als relevanter Teil der Landesverwaltung besonders gefragt. Das Netzwerk Nachhaltigkeit Niedersächsischer Hochschulen (HochNiNa) ist ein hochschulübergreifendes Netzwerk der Nachhaltigkeitsbeauftragten und Klimaschutzmanager*innen der niedersächsischen Hochschulen und arbeiten eng zu Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbelangen zusammen. COUNTS ist das erste Drittmittelprojekt, mit dem HochNiNa seine Zusammenarbeit weiter professionalisiert und bundesweit sichtbar gemacht hat.

Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz