Bilanzielles Rechnungswesen

Ziel des Schwerpunktfachs „Bilanzielles Rechnungswesen“ ist die Vermittlung vertiefter Kenntnisse im Bereich des (Konzern-) Rechnungswesens sowie im Prüfungswesen. Neben den nationalen Vorschriften nach dem HGB stehen die internationalen Bilanzierungsvorschriften IFRS im Vordergrund. Einen besonderen Schwerpunkt bietet das Fach im Bereich der Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungen zur Bilanzanalyse, Unternehmensbewertung und zu Sonderbilanzen (auch in englischer Sprache).

Besonders eignet es sich für eine Kombination mit „Betriebliche Steuerlehre“, „Finanzmanagement und Controlling“ sowie „Wirtschaftsinformatik, Logistik und Produktion“ kombiniert werden.

  • Mit ReWe BeSt+ bereits mit dem Bachelorabschluss voll durchstarten!

Du interessierst Dich für die Schwerpunktfächer Bilanzielles Rechnungswesen und Betriebliche Steuerlehre?

ReWe BeSt+ ist unser Angebot an alle, die über die im Bachelorstudiengang obligatorischen vier Module hinaus weitere Module aus den Fächern „Betriebliche Steuerlehre“ und „Bilanzielles Rechnungswesen“ belegen wollen.

Mit acht Modulen im Fach „Betriebliche Steuerlehre“ und zehn Modulen im Fach „Bilanzielles Rechnungswesen“ bieten wir ein so großes Studienangebot, wie es nur an wenigen Hochschulen in Deutschland im Rahmen eines Bachelorstudiengangs zu finden ist. Wir möchten Dir daher die Gelegenheit geben, weitere Module belegen zu können, um so entsprechend Deinen Neigungen und den Anforderungen Deines Traumberufs besser gerecht werden zu können.

Wieso sollte ich mehr Module belegen als notwendig sind?

Unser freiwilliges Angebot soll Dir ermöglichen, weitere Kenntnisse im Bereich des Steuerrechts und der Bilanzierung zu erwerben. Hierfür sprechen die folgenden Gründe:

  • Willst Du nach dem Bachelor noch einen Masterstudiengang in Rechnungslegung oder Steuerrecht absolvieren? Einige Hochschulen verlangen als Zugangsvoraussetzung einen Bachelorstudienabschluss mit 210 ECTS. Die Bachelorstudiengänge an der Hochschule Emden/Leer sehen einen Umfang von 180 ECTS vor. Die fehlenden 30 ECTS können so abgedeckt werden.
  • Du willst Steuerberater*In bzw. Wirtschaftsprüfer*In werden? Beide Berufsexamina erfordern umfassendes Wissen im gesamten Steuerrecht bzw. Kenntnisse sämtlicher Rechnungslegungsvorschriften. Durch das freiwillige Belegen weiterer Module kannst Du Dein Fachwissen ausbauen und bist so besser auf die Examina vorbereitet.
  • Wenn Du insgesamt mindestens 30 ECTS in jeweils den beiden Fächern Betriebliche Steuerlehre und Bilanzielles Rechnungswesen (also mindestens 60 ETCS über beide Schwerpunkte) erwirbst, erhält Du zusätzlich von unserem Schwerpunkt das Zertifikat „ReWe BeSt+“. Dieses Zertifikat kannst Du Deinen Bewerbungen beifügen und so Deinem neuem Arbeitgeber von Deinem umfassenden Wissen überzeugen. Um das Zertifikat zu erhalten, musst Du also im vierten und fünften Fachsemester mindestens zwei Module pro Schwerpunkt mehr erfolgreich absolvieren, als nach der Studienordnung vorgesehen sind. Zusätzlich werden alle belegten Vorlesungen im Bachelorzeugnis ausgewiesen. Für die finale Bachelornote kannst Du Dir dann z.B. die vier besten Module pro Schwerpunkt aussuchen.
  • Abschlussarbeiten

Wir bieten Abschlussarbeiten für alle Bachelor- und Masterstudiengänge an. Studierende entnehmen hierbei häufig ihre Themen aus der Praxisphase, wobei der Betreuer/die Betreuerin aus dem Unternehmen die Rolle als Zweitprüfer*In übernimmt. Du kannst Deine Arbeit aber auch losgelöst von Deiner Praxisphase über ein aktuelles Thema schreiben. Hier sind wir für Deine Themenvorschläge offen. Wir helfen aber auch, ein passendes Thema zu finden.

  • Stichwort Digitalisierung

Digitalisierung, Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI, AI), Industrie 4.0, Robot Advisory, Data Science, Machine Learning (ML) – wie viele andere Bereiche auch steht das Rechnungswesen/die Wirtschaftsprüfung in den nächsten Jahren vor großen Umwälzungen. Hier mal ein konkretes Beispiel, wie man mit Hilfe von „Impression Management“ durch Einsatz von Machine Learning und Textmining Lageberichte halbautomatisch auswerten kann.

Prozessual werden die Änderungen dabei nicht nur repetitive Aufgaben wie die laufende Buchführung, Umsatzsteuer-Voranmeldungen usw. erfassen, sondern auch die Organisation des Rechnungswesens, die Arbeitsprozesse sowie der Art der Beratung verändern.

Inhaltlich stellt sich die Frage, wie die neuen digitalen Geschäftsvorfälle wie z.B. Kryptowährungen, Cloud-Services, Internet der Dinge (IoT, nutzungsabhängige Miete), Smart Contracts, E-Wertpapiere, adäquat zu bilanzieren sind.

Welche Entwicklungen sich abzeichnen, welche Anwendungsbeispiele es in der Praxis gibt und welche Anforderungen die Arbeitswelt von morgen verlangt, ist auch Gegenstand unseres Angebots.

Ausgewählte Vorlesungen bieten wir digital an, d.h. in Form von Online-Vorlesungen. 

  • Stichwort Nachhaltigkeit

Neben Digitalisierung ist Nachhaltigkeit das zweite wichtige Querschnittsthema, welches alle Bereiche der Betriebswirtschaftslehre betrifft und verändert, und insofern auch das Bilanzielle Rechnungswesen.

Im Fokus steht hier bei der Rechnungslegung die sog. nichtfinanzielle Berichterstattung, nach der die Unternehmen zusätzlich über ökologische und soziale Aspekte ihrer unternehmerischen Tätigkeit berichten sollen bzw. müssen. Schlagwörter sind hier u.a.: CSR (Corporate Social Responsibility), ESG ( Environment, Social, Governance), Value Balancing, Lieferkettengesetz,…..

Auch bezogen auf diese Themen der Nachhaltigkeit zeigen wir in unseren Vorlesungen Auswirkungen auf das bilanzielle Rechnungswesen auf. Hier mal ein konkretes Beispiel aus dem Bereich der Bilanzanalyse (von Banken), wie die beiden Querschnittsbereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit den Bereich des bilanziellen Rechnungswesens verändern.

 

Nach dem Abschluss des Schwerpunktfachs kannst Du eine Tätigkeit in den folgenden Bereichen aufnehmen:

  • Wirtschaftsprüfung
  • Rechnungslegungsabteilungen von Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen
  • Bilanzanalysten bei Banken, Versicherungen, Investmenthäusern, Ratingagenturen

Viele Absolventen streben zunächst eine Position in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an. Auch ohne das Ziel „Wirtschaftsprüfer*In“ bietet Dir die Wirtschaftsprüfung eine sehr gute Möglichkeit, Fachwissen aufzubauen und sich damit für andere Tätigkeiten im Rahmen des Rechnungswesens zu empfehlen.

Die Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer*In setzt das erfolgreiche Ablegen des Wirtschaftsprüferexamens sowie die Bestellung durch die Wirtschaftsprüferkammer voraus.

Zur Prüfung wirst Du zugelassen, wenn Du neben Deinem betriebswirtschaftlichen Hochschulstudium eine mehrjährige praktische Ausbildung als Wirtschaftsprüferassistent*in vorweisen kannst. Die Dauer der praktischen Ausbildung beträgt vier Jahre. Bei Abschluss eines Master-Studiengangs reduziert sich die Mindestpraxisphase auf drei Jahre. Mehr Informationen zum WP-Examen findest Du auf den Seiten der Wirtschaftsprüferkammer.

Du kannst aus einer großen Anzahl von Modulen frei wählen. Bei der Wahl Deiner Module solltest Du überlegen, im welchem beruflichen Umfeld Du später arbeiten möchtest. Nach der gültigen Studienordnung für den Studiengang Betriebswirtschaft und für den Studiengang International Business Administration sind pro Schwerpunktfach jeweils 4 Module á 5 ECTS Punkte zu wählen.

Du kannst Dich nicht entscheiden und möchtest mehr Module machen, als notwendig sind? Dann beachte unser Angebot ReWe Best+.

Im Sommersemester werden folgende Module angeboten:

Im Wintersemester werden folgende Module angeboten:

* Nur eines der beiden Module kann auf die Belegungsverpflichtung angerechnet werden.

Hier ein Link zur Gesamtübersicht der in diesem Schwerpunkt angebotenen Vorlesungen inklusive Erklärvideos.

 

 

Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.: Expedition Wirtschaft, abrufbar unter: https://www.expedition-wirtschaft.de/

Wirtschaftsprüferkammer: Wirtschaftsprüfer werden, abrufbar unter:

https://www.wpk.de/nachwuchs/wirtschaftspruefer-werden/