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Meldung

Weibliche Talente in der Wissenschaft gefördert

Katrin Keller (v.l., Wissens- und Technologietransfer Jade Hochschule), Dirk Rabe (Dekan Fachbereich Technik), Lina Reents, Lea Schwarz, Lea Marie Schmies, Charlotte Dreesmann, Pauline Elenberger (Koordination Niedersachsen-Technikum) und Jutta Dehoff-Zuch (Zentrale Gleichstellungsbeauftragte Hochschule Emden/Leer).

Abschluss des Niedersachsen-Technikums und Stipendien- Vergabe an der Hochschule

 

Gleich doppelten Grund zur Freude bezüglich der erfolgreichen Förderung von Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen gab es in der vergangenen Woche an der Hochschule Emden/Leer: Die Gleichstellungsstelle hatte zum Abschluss des Niedersachsen-Technikums und zur Vergabe der diesjährigen fem:talent-Stipendien eingeladen. 

Sich ein halbes Jahr lang in technischen oder auch naturwissenschaftlich geprägten Berufen ausprobieren und Vorlesungen an der Hochschule Emden/Leer besuchen – diese Möglichkeit haben im jüngsten Durchgang des Niedersachsen-Technikums vier junge Frauen aus der Region genutzt. Die „Technikantinnen“ Lea Schmies, Charlotte Dreesmann, Lea Schwarz und Lina Reents haben in den vergangenen Monaten viele wertvolle Praxiserfahrungen gesammelt. 

So durfte Lea Schmies die Prozesse beim Unternehmen Hölscher Wasserbau in Haren kennenlernen, indem sie unter anderem Geräte und Anlagen testete und einen Schaltplan erstellte. „Besonders schön war, dass ich direkt ins Tagesgeschehen eingebunden wurde und ich mich immer als Kollegin, nicht als Praktikantin gefühlt habe“, so die 19-Jährige. „Mir wurde viel zugetraut, sodass ich mich schnell weiterentwickeln konnte.“

Mittendrin im betrieblichen Geschehen waren auch die anderen Technikantinnen. Charlotte Dreesmann aus Leer war bei der Meyer Werft in Papenburg in die Entwicklung moderner Softwarelösungen sowie in die Analyse von Röntgenbildern und Schweißnähten eingebunden und befasste sich mit der automatischen Filterung von Maschinendaten. Einblicke in die Welt der Laboranalysen sammelte wiederum die Fresenburgerin Lea Schwarz beim Chemischen Untersuchungsamt in Emden. Zu ihren Aufgaben gehörte es unter anderem, Wasser- und Bodenproben auszuwerten. Lina Reents berichtete schließlich von ihren Erfahrungen als Technikantin der Jade Hochschule beim Staatlichen Baumanagement in Oldenburg. Die Wilhelmshavenerin begleitete Baubesprechungen, fertigte Zeichnungen an und nutzte die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen weiterzubilden. 

 „Diese Veranstaltung zeigt, wie wichtig praxisnahe Orientierung und gezielte Förderung junger Frauen im MINT-Bereich sind“, so Pauline Elenberger, die das Niederachsen-Technikum an der Hochschule koordiniert. Das Programm schaffe Räume zum Ausprobieren, stärke Selbstvertrauen in technische Kompetenzen und leiste einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit in technischen Berufen. 

Am gleichen Tag ging es weiter mit der zehnten Vergabe der fem:talent-Stipendien. Mit der Förderung werden Bachelor- und Master-Studentinnen sowie Promovendinnen gefördert, die sich durch besonders gute Leistungen auszeichnen. „Gleichzeitig berücksichtigen wir besondere Herausforderungen auf ihrem Bildungsweg und persönliches Engagement bei der Auswahl“, betont Koordinatorin Dr.in Monika Batke. Insgesamt wurden in diesem Jahr 8 Bachelor-, 12 Master-Studentinnen und 8 Promovendinnen für das fem:talent-Stipendium ausgewählt. In der Feierstunde überreichte Hochschul-Vizepräsidentin Prof. Dr. Maren Grautmann die Urkunden. „Mit dem fem:talent-Stipendium haben Sie einte tolle Auszeichnung erhalten und wir als Hochschule freuen uns sehr Sie auszeichnen zu können“, so Grautmann. In ihrem Schlusswort betont die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte Jutta Dehoff-Zuch: „Für unseren weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs haben wir viel erreicht, gleichzeitig bleibt viel zu tun“.