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Meldung

Praxisforum beleuchtet betriebliche Gesundheitsförderung

Praxiskoordinator Robert Endelmann-Viehweg (r.) im Gespräch mit Kerstin van der Toorn von der IHK.

Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit hatte an die Hochschule eingeladen

Körperliche und emotionale Belastungen, Stress und ein anforderndes Zeitmanagement zwischen individueller Fürsorge und Bürokratie – wer im Sozial- oder Gesundheitsbereich tätig ist, kennt die besonderen Herausforderungen, die mit dem Job verbunden sind. Um dabei selbst gesund zu bleiben, sind eine gute Selbstfürsorge, Reflexion, aber auch Unterstützung durch die Vorgesetzten entscheidend. Wie dies aussehen kann, war am Dienstag (14.04.26) zentrales Thema des 2. Praxisforums Soziale Arbeit, Bildung und Gesundheit an der Hochschule Emden/Leer.

Im vergangenen Jahr hatte Robert Endelmann-Viehweg als neuer Praxiskoordinator des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit erstmals zu dem Format eingeladen. Das Praxisforum dient als weiterer Kommunikations- und Kooperationsort zwischen Hochschule und Praxis neben dem bereits traditionell im Herbst stattfindenden Praxismarkt, bei dem sich einerseits Lehrende und Praktiker*innen sich austauschen und vernetzen können und andererseits Studierende Kontakte zu künftigen Arbeits- oder Praktikumsstellen knüpfen können. 

Am Dienstag begrüßte Prof.in Dr.in Anna-Lena Schönauer als neue Dekanin des Fachbereichs die rund 100 Gäste an der Hochschule. „Das Thema Gesundheit spielt insbesondere in den Bachelorstudiengängen Sozial- und Gesundheitsmanagement, Interdisziplinäre Physiotherapie, Motologie und Ergotherapie und dem Masterstudiengang Soziale Kohäsion im Kontext Sozialer Arbeit und Gesundheit eine wichtige Rolle und ist zentraler Bestandteil der akademischen Lehre“, so Schönauer. Auch in den Studiengängen Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik und Soziale Arbeit (BASA-online) ist dieses Thema von hoher Relevanz.

Mit zwei Impulsvorträgen wurde es dann konkret. Prof. Dr. Knut Tielking und Silke Reblin von der Hochschule Emden/Leer sprachen zum Thema „Gesunder Betrieb, gesunde Führung, gesunde Mitarbeitende: Was kann ich, was können wir tun?“ Sie gaben damit einen Einblick, wie das Zusammenspiel zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden für die Gesundheit aller Betroffenen im Betrieb möglichst optimal gestaltet werden kann.

Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde die betriebliche Gesundheitsförderung noch einmal aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: von der Praxis vor Ort über die Rolle der Führungskraft bis hin zu gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen. „Damit, was Gesundheit für Mitarbeitende, Führungskräfte und Organisationen bedeutet, wollten wir nicht nur informieren, sondern auch inspirieren“, so Robert Endelmann-Viehweg. 

Abgerundet wurde das Praxisforum von einem Vortrag von Malte Lieb-Wachsmuth vom Amt für Gesundheitswesen des Landkreises Aurich, der den kommunalen Blick auf die betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention in den Mittelpunkt stellte und über die Aktivitäten des Vereins „Gesundes Ostfriesland“ Informierte.