Bildnerisch-ästhetische Zugänge in der Sozialen Arbeit: Recht auf kulturelle Bildung

In diesem Projektfeld lernen Sie bildnerisch-ästhetische Zugänge der Bildenden Kunst in der Sozialen Arbeit kennen. Im Fokus stehen die Ermöglichung kultureller Teilhabe für Adressat*innen der Sozialen Arbeit durch bildnerisch-ästhetische Gestaltung sowie die Auseinandersetzung mit deren Potenzialen im Zusammenhang mit Lebensbewältigung und Empowerment. Sie entwickeln und erproben eigene Projektideen, die im Seminar fachlich gerahmt, begleitet und gemeinsam reflektiert werden.

Das Projektfeld bietet die Möglichkeit, bildnerisch-ästhetische Zugänge der Bildenden Kunst als kreative Formen des Ausdrucks, der Darstellung und des Handelns in der Sozialen Arbeit kennenzulernen, anzuwenden und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen ästhetische und kulturelle Bildung, kulturelle Teilhabe sowie bildnerisch-ästhetische Gestaltung als fachlich relevante Zugänge in der Sozialen Arbeit. Dabei werden die Potenziale Kultureller Bildung im Zusammenhang mit Lebensweltorientierung, Lebensbewältigung und Empowerment reflektiert und zugleich macht- und rassismuskritische sowie diversitätssensible Perspektiven berücksichtigt.

Kulturelle Bildung wird in diesem Projektfeld als grundlegendes Menschenrecht verstanden, das unter anderem in der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31) und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Artikel 27) verankert ist. Zugleich wird sie als gesellschaftspolitisches Konzept reflektiert, das diskriminierungssensible und partizipative soziale Räume eröffnet.

Theoretische Grundlagen, aktuelle fachliche Diskurse, kunstdidaktische Grundlagen für die Vermittlungsarbeit sowie methodische Zugänge fließen in die Entwicklung und Reflexion der Projektarbeit ein. Gearbeitet wird mit einer Vielfalt bildnerisch-künstlerischer Methoden und Techniken, die im Rahmen einer künstlerischen Methodenwerkstatt auf unterschiedliche Zielgruppen und Kontexte bezogen werden. Eigene Projektideen werden entwickelt, erprobt und reflektiert.

Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen. Die praktische Umsetzung erfolgt in Kooperation mit Kindergärten, Jugendzentren, Schulen, Altenheimen, Mehrgenerationenhäusern, Beratungsstellen, Frauenhäusern und weiteren sozialen Einrichtungen.