Intersektionale Pilotstudie zu politischer Teilhabe von jungen Frauen/FINTA+ in Ostfriesland – „FiO“ (2026 – 2029)

Skizze

In dieser Pilotstudie wird die Frage verfolgt, wie junge Frauen/FINTA+ (Frauen-Inter-NonBinary-Trans-Agender-Plus) von 18 bis 27 Jahre in der ländlichen Region Ostfriesland ihre Einflussmöglichkeiten in der Gesellschaft einschätzen. Die explorative Studie erforscht Chancen und Grenzen politischer Teilhabe aus der Sicht der Befragten und beleuchtet Anliegen und Wirkungsfelder junger Frauen/FINTA+ in Ostfriesland. Befragt werden junge Frauen/FINTA+, die sich politisch, kulturell oder ehrenamtlich engagieren. Das theoretische Samlpe umfasst dabei explizit mehrfachpositionierte jungen Frauen/FINTA-Personen, d.h. sie gehören nicht der Mehrheitsgesellschaft an. Die Ergebnisse verweisen auf Handlungsperspektiven für diese Zielgruppe(n) an der Schnittstelle von Zivilgesellschaft, Sozialer Arbeit und Politischer Bildung und erfasst Perspektiven von Personen, deren Stimmen bislang kaum wahrgenommen werden.  

Fragestellung

Was verstehen politisch, kulturell und ehrenamtlich engagierte junge Frauen/FINTA+ in Ostfriesland unter politischer Teilhabe? Welche Anliegen sind ihnen dabei wichtig? In welchen Formen äußert sich ihr Engagement und welche Zukunftsperspektiven entwickeln sie? Wie werden Machtverhältnisse wahrgenommen und wie wirken soziale Differenz und Mehrfachpositionierungen? Welche Handlungsbedarfe ergeben sich daraus für Soziale Arbeit, Zivilgesellschaft und Politische Bildung im ländlichen Raum? 

Methodik

Die Studie folgt einem qualitativen, multiperspektivischen Forschungsdesign auf Grundlage der Grounded Theory Methodology sowie intersektionaler Analyseperspektiven. 

Die Datenerhebung erfolgt mittels narrativ-episodischer Interviews und Gruppendiskussionen. Zur methodischen Reflexion und Qualitätssicherung werden intersektionale Forschungswerkstätten mit externen Expert*innen sowie eine Lehr- und Lernforschungswerkstatt mit Studierenden einbezogen. Der gesamte Forschungsprozess ist intersektional, machtsensibel und diversitätssensibel ausgerichtet. 

Projektteam

Projektleitung

Prof.in Dr.in Ines Pohlkamp 
E-Mail: ines.pohlkamp(at)hs-emden-leer.de   

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Imran Kabacaoğlu (M.A.)
E-Mail: imran.kabacaoglu(at)hs-emden-leer.de   

Studentische Mitarbeitende

Elias Klein 
E-Mail: Elias.Klein(at)stud.hs-emden-leer.de  

Jan Schiebusch 
E-Mail: Jan.Schiebusch(at)stud.hs-emden-leer.de  

Projektlaufzeit

Mai 2026 bis April 2029 

Förderung

Gefördert mit Mitteln aus zukunft.niedersachsen, dem gemeinsamen Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.