DE | EN

Meldung

Psychische Gesundheit besser verstehen

Prof. Dr. Jutta Lindert stellt Projekt EARLY im Europäischen Parlament vor

Prof. Dr. Jutta Lindert vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Emden/Leer hat erste Ergebnisse des Forschungsprojektes EARLY am Dienstag im Europäischen Parlament vorgestellt. Die Studie unter Konsortialfhrerschaft der Hochschule Emden/Leer liefert zum ersten Mal umfassende Daten zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen mit mehr als 6500 Teilnehmenden aus zwölf Ländern. 

Die psychische Gesundheit junger Menschen in Deutschland steht vor groߥn Herausforderungen. „Viele Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren erleben hohen Leistungsdruck in Schule, Ausbildung oder Studium, Unsicherheit mit Blick auf die Zukunft sowie soziale und digitale Belastungen“, so Prof. Dr. Jutta Lindert. Psychische Gesundheit sei ein zentrales Thema fr eine ganze Generation in Deutschland. Frhe Erfahrungen wrden den weiteren Lebensweg prägen. Psychische Belastungen, die in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter entstehen, wirkten häufig langfristig nach. 

Die EARLY-Studie setzt genau hier an und untersucht, wie psychische Gesundheit besser verstanden, frhzeitig gestärkt und Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Es handelt sich um eine Studie in einem internationalen Konsortium, das aus insgesamt 19 Partnerinstitutionen aus 14 Ländern in und auߥrhalb Europas besteht und von der Hochschule Emden/Leer gefhrt wird. Die enge Vernetzung und Zusammenarbeit mit internationalen Partnern steht nicht nur den wissenschaftlichen Austausch, sondern schafft auch nachhaltige Strukturen fr zuknftige gemeinsame Forschungsinitiativen. Das Projekt fußt auf dem systematischen Ausbau globaler Forschungskooperationen und unterstreicht die strategische Ausrichtung der Hochschule Emden/Leer als internationalisierter Forschungsstandort. 

Erste Ergebnisse waren am Dienstag Thema bei der Veranstaltung im Europäischen Parlament. Die Daten weisen darauf hin, dass die psychische Gesundheit von Jugendlichen in den verschiedenen Ländern heterogen ist. Unerwartet zeigt sich auch, dass in weniger wohlhabenden Ländern die Symptome psychischer Belastungen geringer ausgeprägter sind. Vertreter der WHO und Unicef sind weitere Sprecher bei der Veranstaltung.

Zur Studie geht es online unter www.hs-emden-leer.de/sl/early-studie.

Weitere Infos und Kontakt: www.early-project.eu, early-study(at)hs-emden-leer.de.