Im zweiten Anlauf durchstarten

Projekt „Erfolgreich 2.0“ zieht positive Zwischenbilanz

Die Hochschule Emden/Leer setzt sich aktiv mit dem Thema Studienabbruch auseinander. Um Studierende, die unsicher sind, wie es mit ihrer beruflichen Zukunft weitergehen soll, zu unterstützen, haben die Hochschule und die Wachstumsregion Emsachse im Jahr 2015 ein Verbundprojekt gestartet. Mit Erfolg: Unter dem Titel „Erfolgreich 2.0“ haben seither mehr als 30 Studienabbrecher eine Ausbildung bei Unternehmen in der Region begonnen.

„Wir erweitern damit das Beratungsangebot der Zentralen Studienberatung (ZSB)“, erklärt Projektmitarbeiterin Birte Engelberts. Die unterschiedlichen Gründe für den Abbruch werden analysiert, die Interessen der Zielgruppe berücksichtigt und Wege der Umsetzung aufgezeigt. Erwägt würden sowohl ein weiterer akademischer oder auch ein dualer Bildungsweg. Durch das Projekt würden aber auch Lehrende für das Thema sensibilisiert. „Ihnen werden gezielt Wege aufgezeigt, wie sie die Abbruchgefährdeten direkt an das Beratungsangebot in der ZSB weiterleiten können“, so Engelberts. Rund 130 Unternehmen seien bisher über Studienabbrecher/innen informiert und mehr als 160 Abbrecher/innen  beraten worden.

„Kleine und mittelständische Unternehmen sollten neuen Zielgruppen offen gegenüberstehen. Studienabbrecher bringen einige Vorteile mit, die die Betriebe nutzen sollten“, so Hochschul-Vizepräsident Prof. Dr. Carsten Wilken. Dies unterstrich Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer der Wachstumsregion Emsachse. So könnten Unternehmen noch kurzfristig freie Ausbildungsplätze besetzen. Die Teilnehmer brächten wiederum ein sehr gutes fachliches Niveau sowie ein hohes Maß an Eigenmotivation mit. Für sie bestünde zudem die Möglichkeit, ihre Ausbildungszeit zu verkürzen.

Laut Wilko Alberring, Projektkoordinator der Ems-Achse, haben sich bereits 61 KMU dem Projekt angeschlossen und sich über die hochqualifizierte Ausbildungs-Zielgruppe beraten lassen.  „Auch unsere Region ist vom Fachkräftemangel betroffen. Die Unternehmen, und vor allen Dingen die kleinen und mittelständischen, müssen sich bewusst sein, dass sie den potenziellen zukünftigen Auszubildenden etwas bieten müssen“, betonte Lüerßen.


Veranstaltungen/Termine

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Für Schülerinnen mit Interesse am MINT-Studium: Wolltest du schon immer wissen, was genau eine Ingenieurin eigentlich...
 
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Hochschule Emden/Leer
Lesung mit Klaus-Peter Wolf
Der bekannte Krimiautor Klaus-Peter Wolf und seine Lebensgefährtin, die Kinderbuchautorin und Liedermacherin Bettina...
 
The conference is intended to researchers, practitioners, policy makers and all professionals interested in the field of...
 
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