Von der Ruderbank auf den Bürostuhl

Hochschule bietet Sport als Ausgleich zur Arbeit an

Gute Arbeitsbedingungen und Lebensqualität am Arbeitsplatz machen sich bezahlt. Dies ist auch in den Unternehmen angekommen. Die Hochschule Emden/Leer geht mit gutem Beispiel voran: Seit einiger Zeit können Beschäftigte des Hauses an verschiedenen Sportangeboten teilnehmen – und bekommen dafür Arbeitszeit gutgeschrieben.

Fünf Grad Außentemperatur, die Morgendämmerung und leichte Nebelschwaden liegen über dem Emder Wall. Heute fährt Anke Uschner nicht direkt ins Büro, sie gönnt sich eine Auszeit. Diese hat mit Ruhe jedoch nicht viel zu tun: Wenn Uschner ihre 45-minütige Tour auf dem Stadtgraben hinter sich hat, die Sonne aufgegangen ist und sie zur Arbeit fährt, sitzt, spürt sie jeden Knochen, fühlt sich aber auch „richtig gut“, sagt sie. Seit ein paar Wochen sitzt die Verwaltungsmitarbeiterin gemeinsam mit anderen Kollegen aus der Hochschule an jedem Donnerstagmorgen in einem Drachenboot und schwingt das Paddel. „Muskelkater habe ich trotzdem noch jedes Mal“, sagt sie und lacht.

Übungsleiter beim Drachenboot-Training sind die Hochschulmitarbeiter Andre Schneke und Inken Thiele. Die Sportart fördere nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, betont Schneke: Das richtige Paddeln stärke zudem sowohl die Schultern als auch den Rücken, was einen guten Ausgleich zu der täglichen Büroarbeit bilde. Wenn das Wetter eine „echte“ Fahrt nicht zulässt, wird am Ergometer im Ruderverein oder im Paddelkasten, einer Konstruktion aus miteinander verschweißten Aluminiumwannen, trainiert.

Beschwingt geht es derweil im NIA-Workshop mit Trainerin Silke van Dyken vom Integrierten Sportverein zu. Nia kombiniert Elemente aus den Sparten Tanz, Kampfsport und so genannten heilenden Bewegungsformen. Dass es an der Hochschule angeboten wird, freut Sabine Porsch ungemein. Die Mitarbeiterin aus der Personalabteilung hat bereits vor einiger Zeit ihre Leidenschaft für die abwechslungsreiche Sportart entdeckt. „Ich mag NIA sehr gerne, weil es eine vielfältige Mischung an Bewegung ist und mir der tänzerische Teil viel Spaß macht“, sagt sie. Gerade die sitzende Tätigkeit im Job und die  daraus resultierenden Verspannungen würden so mit Spaß an der Sache abgebaut.

Wer Spaß am Kampfsport hat, kann außerdem seit einiger Zeit auch Karate an der Hochschule lernen. Professor Dr. Gerd von Cölln bietet in Kooperation mit dem Sportivo Emden erstmals einen Kurs für Mitarbeiter an. „Im Vordergrund stehen hierbei vor allem die Verbesserung der Beweglichkeit und Balance sowie die allgemeine Stärkung des Körpers“, so von Cölln. Dass Karate daneben auch noch Spaß mache, sei den Teilnehmern deutlich anzumerken.

 „Mitarbeiter im Office-Job verbringen im Laufe ihres Berufslebens durchschnittlich  etwa 80.000 Stunden am Schreibtisch. Mit den Angeboten der Hochschule wollen wir daher mehr Bewegung in den Berufsalltag bringen“, so Manfred Nessen, hauptberuflicher Vizepräsident der Hochschule Emden/Leer. „Damit beabsichtigen wir nicht nur, die gesundheitlichen Aspekte in den Fokus zu nehmen, sondern auch die Identifikation zur Hochschule und den Zusammenhalt in der Mitarbeiterschaft zu stärken.“

Bei manchen Kursen gibt es für die Mitarbeiter noch einen zusätzlichen Ansporn: So nimmt das Drachenboot-Team der Hochschule auch an Wettbewerben wie der Emder Hafenmeile oder der Langstreckenregatta „Emden Rund“ teil. „Unser nächstes Ziel ist die Ergometer-Regatta im Februar“, so Andre Schneke.

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Professionelles Handeln und /oder Quotenfernsehen? Eine quantitative Inhaltsanalyse am Beispiel der Super Nanny ...
 
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Ringvorlesung Master Soziale Arbeit und Gesundheit im Kontext Sozialer Kohäsion
Fragen an die quantitative Sozialforschung?! von der Idee zur Erkenntnis am Beispiel des riskanten Konsums bei Kindern...
 
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