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Zertifikatsweiterbildung: Vertiefungs- und Aufbaukurs, Beratungskompetenzen erweitern – systemisch und mehr

Psychosoziale und Pädagogische Fachkräfte sind in ihrem Berufsalltag immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert. Solche typischen Situationen werden gemeinsam reflektiert und alternative Verhaltensweisen erprobt. Themenwünsche der TeilnehmerInnen werden aufgenommen. Das Konzept der Fortbildung ist integrativ auf der Basis systemischen Denkens mehrperspektivisch ausgerichtet. Theoretisches Hintergrundwissen wird vermittelt. Es wird die Möglichkeit gegeben, anhand von Fallbeispielen und aktuellen Fällen der TeilnehmerInnen die „Bausteine“ der Fortbildung praktisch zu erproben und zu trainieren. Die Einbeziehung verschiedenster Methoden (Skulpturen, „reflecting team“, kreative Medien u.a.) in die Beratung wird geübt.

Die Fortbildung orientiert sich an Lernzielen und Kernkompetenzen in den Arbeitsfeldern (Sach- und Fachkompetenz, Beziehungskompetenz, Diagnostisch-analytische Kompetenz, Interventionskompetenz/Methodenkompetenz, Reflexive Kompetenz/Personenkompetenz, Systemische Kompetenz). Dabei wird die Gruppe vorgegebene Aufgabenstellungen, Ziele, Problemsituationen und Emotionen erfassen und lösungsorientiert bearbeiten.Die TeilnehmerInnen erhalten Aufgaben (z.B. Literatur lesen, protokollierte Übungen im Kontakt mit Klienten), die bis zum nächsten Treffen bearbeitet und dann besprochen werden. Die Praxisaufgaben beziehen sich auf die eigene Berufspraxis.

  • Berufsabschluss, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung oder Gesundheit
  • Teilnahme an psychosozialen Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt „Beratung/Therapie“ am ZfW Emden z.B. den Grundkurs „Beratungskompetenzen erweitern“ oder andere Weiterbildungen
  • Tätigkeit in einem psychosozialen und pädagogischen Berufsfeld
  • Möglichkeit erworbene Beratungskompetenzen anwenden zu können
  • Bereitschaft zur Selbstreflektion
  • Fähigkeit sich auf Lebenskontexte anderer Menschen einzustellen

Dieses Fortbildungsangebot wendet sich an alle Angehörigen psychosozialer Berufe zur Erweiterung ihrer Beratungskompetenzen; Pädagogisch-psychologische Fachkräfte wie z.B. SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, PsychologenInnen, Familienhebammen und Entbindungspfleger, ErgotherapeutenInnen, BeschäftigungstherapeutenInnen, MotopädagogenInnen, FrühpädagogenInnen und solche, die mit Arbeitsbelastungen und Herausforderungen besser umgehen lernen möchten.

Termine

Die Weiterbildung umfasst 8 Teilmodule.

  • 31.01.2020   Modul 1: Einstieg psychosoziale Beratung
  • 09.03.2020   Modul 4: Psychiatrische Krankheitsbilde mit dem Schwerpunkt Kindheit/Jugend
  • 24.04.2020   Modul 5: Sucht und Kurzreferate der Praxisgruppen
  • 26.06.2020   Modul 6: Transkulturalität als Haltung, interkulturelle Beratung
  • 31.08.2020   Modul 7: Kindeswohlgefährdung und Erziehungsprobleme
  • 14.02.2020   Modul 3: Traumaberatung und -pädagogik
  • 04.12.2020   Modul 2: Leibzentrierte Ansätze der Beratung
  • 14.02.2021   Modul 8: Supervisionsmodul

8 Termine jeweils von 09:00 - 17:00 Uhr

Ort
Hochschule Emden/Leer, Campus Emden

Gebühr
€ 1.980,- pro TeilnehmerIn, inkl.  Zertifikatsprüfung, Seminarunterlagen und Verpflegung, 5% Frühbucherrabatt für Anmeldungen bis zum 28.11.2019

(Eine Ratenzahlung ist möglich, bitte sprechen Sie uns an)

Mindestteilnehmerzahl
12 Personen

 

Jürgen Beushausen, Dr.
Jürgen Beushausen ist seit 2008 als Dozent an der Hochschule Emden/Leer mit den Schwerpunkten Beratung, Klinische Sozialarbeit, Systemische Diagnostik und Intervention sowie Gesundheit und Supervision tätig. Neben der Ausbildung zum Diplomsozialarbeiter/Diplomsozialpädagogen sowie Diplompädagogen kann er auf eine langjährige Berufserfahrung in der Suchtkrankenhilfe, als Supervisor
und als Lehrtherapeut am IGGG (Institut für Gestalt/Gesundheit/Gesellschaft) zurückblicken. Zudem absolvierte er Zusatzausbildungen aus den Bereichen Gestalttherapie, Psychodrama und Traumatherapie und bildete sich zum Systemischen Familientherapeuten weiter. Er verfügt über eine Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.

Gina Jutta Beushausen
Gina Jutta Beushausen studierte Soziale Arbeit/Sozialpädagogik und arbeitete zunächst an einer Ehe- und Lebensberatungsstelle und anschließend in der Erziehungsberatungsstelle Cloppenburg. Sie absolvierte eine Ausbildung in Integrativer Gestalttherapie und erhielt die Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Von 1988 bis 2000 leitete sie ca. 120 Wochenendausbildungsseminare als Lehrtherapeutin für Integrative Gestaltberatung und Gestalttherapie. Als Supervisorin begleitete sie Teams in verschiedenen Institutionen. Für das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg führte sie Gruppensupervisionen durch. Heute arbeitet sie wieder in der Erziehungsberatung Cloppenburg. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Verhaltensstörungen, Ängste, Essstörungen, Gewalt und Eltern- / Familienberatung.

Andrea Caby, Prof. Dr.
Andrea Caby war von 2007 - 2014 hauptamtlich als Professorin für Sozialpädiatrie im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden/Leer tätig. Sie ist Fachärztin und als Psychotherapeutin, Systemische Beraterin, Coach und Supervisor ausgebildet. Vor ihrer Hochschul-tätigkeit war sie sowohl in Klinik und Praxis wie auch in der Grundlagenforschung unterwegs. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen der systemischen Beratung und Therapie in sozialen und gesundheitsbezogenen Arbeits-feldern. Hier steht insbesondere die multiprofessionelle Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien im Mittelpunkt, aber auch Ansätze zur Teamentwick- lung, beruflichen Selbsterfahrung oder Supervision. Am Fachbereich war Andrea Caby mehrere Jahre lang für die Studiengangsleitung und Weiterentwicklung des Studiengangs “Inklusive Frühpädagogik“ zuständig. Neben ihrer Hochschultätig- keit hat sie seit 2012 die Leitung des Sozialpädiatrischen Zentrums am Marienhospital Papenburg übernommen, die sie seit 2014 in vollem Umfang weiterführt. Daneben lehrt sie an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland.

J. Lemmer Schmid, Prof. Dr.
Lemmer Schmid ist seit 2015 Professor für Motologie an der Hochschule Emden/Leer. Nach seinem Psychologiestudium in Marburg promovierte er zu dem Thema „Mehr Lebensqualität durch Flow-Erleben und Achtsamkeit.“ Hierbei untersuchte er die Auswirkung von Körperlichkeit und Bewegung auf Bewusstseinszustände und Lebenszufriedenheit. In seiner Tätigkeit als kognitiver Verhaltenstherapeut für Kinder, Jugendliche und Erwachsen spielt das Thema „Leiblichkeit“ eine zentrale Rolle. Sein beruflicher Erfahrungshintergrund reicht von der Arbeit im Kinder- Jugendzirkus, der Tätigkeit als Contact-Improvisationslehrer (Tanz), über die Leitung eines Seminar- und Therapiezentrums, bis hin zur Tätigkeit als Psychotherapeut im Maßregelvollzug, in der Pädiatrie und auf einer akutpsychiatrischen Station. Als Supervisor berät er Menschen im psychosozialen Arbeitsfeld mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Selbstsorge.

Jimena Mejia Gil
Jimena Mejia Gil hat von 1994-2001 in Kolumbien gelebt und gearbeitet. Dort sammelte Sie bereits als Übersetzerin und Dolmetscherin vielfältige Erfahrungen in den verschiedensten interdisziplinären und international zusammengestellten Teams zu den Themenschwerpunkten Wirtschafts – und Vertragsrecht, Internationales Recht, Kinderarbeit und auch Labortechnik. Besonders geprägt haben sie in dieser Zeit die Erfahrungen in der Arbeit mit besonders belasteten Zielgruppen wie z. B. Vertriebenen. Ab 1996 lehrte Sie an der Universidad Autónoma de Colombia an den verschiedenen Standorten in den sozialen Brennpunkten der Hauptstadt an den Fachbereichen für Wirtschafts- und Geisteswissenschaften. Nach Deutschland zurückgekehrt legte Sie von 2001 bis 2006 eine Kinder- und Studienphase ein. In Emden arbeitete Sie in der Migrationsberatung, ehe Sie 2009 an der Hochschule Emden Leer für den Bereich Inter- und Transkulturalität eingestellt wurde.

Broschüre
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