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Zertifikatsweiterbildung zum/zur Bio-psycho-sozialen betrieblichen Gesundheitsmanager*in

Inhalt

Die Gesundheit von Arbeitnehmer*innen wird durch körperliche Über- oder Unterforderung und einseitige Belastungen beansprucht. Gleichermaßen strapazieren psychische Fehlbelastungen die Gesundheit im Arbeitskontext. Ungünstiges Führungsverhalten und mangelnde Kommunikation gelten als gesundheitliche Belastungsfaktoren. Betriebliche Gesundheitsförderung kann als zentrale Managementaufgabe verstanden werden. Bedarfsgerechtes und partizipatives BGM erfordert eine systematische, bio-psycho-soziale gesundheitsbezogene Analyse eines Betriebes, die sowohl psychosoziale als auch körperliche Belastungsfaktoren und Ressourcen betrachtet.

Maßnahmen werden danach auf der Ebene des individuellen Verhaltens sowie auf der Ebene der Arbeitsverhältnisse umgesetzt und kontinuierlich evaluiert. Eine zentrale Grundlage stellt hierzu die Schaffung von nachhaltig ausgerichteten gesundheitsförderlichen Strukturen und Prozessen sowie die Befähigung der Mitglieder eines Unternehmens sich selbst eigenverantwortlich gesundheitsbewusst zu verhalten.

Die Weiterbildung basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und zahlreichen Projekten des Dozent*innenteams und orientiert sich an den aktuellen Leitlinien zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen sowohl des deutschen als auch des europäischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung. Als Querschnittsthema zieht sich das Präventionsprinzip des Leitfadens Prävention (GKV 2018) „Bewegungsförderliche Umgebung und Arbeiten“ durch die Module, indem aktive Pausen eingebaut werden.

Die Weiterbildung führt Schritt für Schritt durch den Prozess des Aufbaus eines systematischen BGMs auf bio-psychosozialer Grundlage. Dies wird in der Zertifikatsprüfung verknüpft und von den Teilnehmenden bezogen auf ein eigenes Praxisbeispiel vorgestellt.

Die detailierten Ziele und Inhalte der Module entnehmen Sie bitte unserem PDF-FlyerPDF Download.

Multiplikator*innen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements und Vertreter*innen von Betrieben, Behörden und Berater*innen

Die Zertifikatsweiterbildung befähigt die Teilnehmer*innen...

  • zum Aufbau der erforderlichen Strukturen für ein bio-psycho-sozial ausgerichtetes betriebliches Gesundheitsmanagement.
  • zur Identifikation von bio-psycho-sozialen Problemlagen im Unternehmen und zur positiven Beeinflussung von psycho-sozialen Belastungsfaktoren im Betrieb.
  • zur gesundheitsgerechten, individuellen Gestaltung von Arbeitsplätzen bzw. Arbeitsbereichen.
  • zur Verbesserung der Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten.
  • zum Erkennen und Nutzen von bio-psycho-sozialen Res-sourcen im Betrieb und zur Überprüfung des Nutzens / der Effizienz des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Termine

Die Weiterbildung umfasst 9 Teilmodule:

  • 13.03.2020  Modul 1: Einführung und Implementierung von Strukturen und Prozessen zum bio-psycho-sozialen betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • 08.05.2020  Modul 2: Gesundheitsbezogene Analyse und Evaluation eines Betriebes auf bio-psycho-sozialer Grundlage - Ebene: Psycho-soziale Belastungsfaktoren
  • 26.06.2020  Modul 3: BGM - Handlungsfeld I: Stress und Stressbewältigung
  • 11.09.2020  Modul 4: Gesunde Führung und wertschätzende Kommunikation im Unternehmen
  • 16.10.2020  Modul 5: Gesundheitsbezogene Analyse und Evaluation eines Betriebes auf bio-psycho-sozialer Grundlage - Ebene: Körperliche Belastungsfaktoren
  • 20.11.2020  Modul 6: BGM - Handlungsfeld II: Bewegungsförderliche Umgebung und Arbeiten (u.a. Ergonomie)
  • 04.12.2020  Modul 7: BGM - Handlungsfeld III: Verhältnis- und verhaltensbezogene Suchtprävention
  • 12.02.2021  Modul 8: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • 05.03.2021  Modul 9: Systematische Evaluation des bio-psycho-sozialen betrieblichen Gesundheitsmanagements

Die detailierten Ziele und Inhalte der Module entnehmen Sie bitte unserem PDF-FlyerPDF Download.

9 Termine jeweils von 09:00 - 17:00 Uhr
 

Ort
Hochschule Emden/Leer, Campus Emden

Gebühr
2950,- €* pro Teilnehmer
zuzüglich 250,- € für die Zertifikatsprüfung

(Eine Ratenzahlung ist möglich, bitte sprechen Sie uns an)
*Eine USt /MwSt wird nicht berechnet, da die Hochschule (ZfW) nach § 4 Abs. 22 a UStG von der Mehrwertsteuer befreit ist.

Hier kommen Sie zum Anmeldeformular.

Ruth Haas, Prof. Dr.
Ruth Haas ist seit 2002 Professorin für Prozessorientierte Körper- und Bewegungstherapie im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden/Leer. Sie ist Diplom-Motologin und Bewegungswissenschaftlerin mit den Arbeitsschwerpunkten Psychomotorische Gesundheitsförderung und Therapie sowie bio-psycho-soziale Gesundheitsförderung und Therapie. Sie war Leiterin des Forschungsschwerpunktes zur „Entwicklung von Modellen und Standards der integrativen Versorgung im Bereich der Rehabilitation von Menschen mit motorischen Störungen“ und des Transferprojektes zur „Implementierung von bio-psycho-sozialen Gesundheitsmanagementkonzepten in Betrieben - Förderung der Gesundheit und Teilhabe am Arbeitsleben“.

Evelyn Popp
Frau Evelyn Popp ist Diplompsychologin und approbierte als psychologische Psychotherapeutin. Sie ist als Leitung von Fachambulanz für Sucht und Suchtprävention tätig und Vorsitzende der niedersächsischen Landesstelle für Suchtanfragen.

Silke Reblin
Frau Silke Reblin ist von 2012 bis 2019 als Leiterin des Zentrums für Weiterbildung in der Hochschule Emden tätig gewesen. Sie wird als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Studiengang Sozial- und Gesundheitsmanagement eingesetzt und arbeitet als Dozentin und übernimmt freiberufliche Tätigkeiten in den Schwerpunkten Betriebliches Gesundheitsmanagement, Projektmanagement und Unternehmensführung.

Kerstin de Vries
Frau de Vries ist seit 1995 bei Volkswagen Emden. Seit 2011 ist sie Fachreferentin im Personalwesen Betriebliche Gesundheitsmanagerin. Frau de Vries besitzt langjährige Erfahrung im BEM-Prozess und ist seit Oktober 2019 Integrationsexpertin, unter anderem mit Schwerpunkt BEM, Fehlzeiten und Integration.

Henning Fietz
Herr Henning Fietz hat "Soziale Arbeit und Gesundheit im Kontext sozialer Kohäsion" (M.A.) studiert und ist seit 2017 der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Hilfe von suchtgefährdeten und abhängigen Menschen e.V. und der Suchtkrankenhilfe Ostfriesland gGmbH. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der quantitativen Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Sucht(-prävention) und Gesundheitsförderung.

Andre Schneke
Andre Schneke ist seit April 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Emden/Leer beschäftigt. Schwerpunktmäßig ist er dort im Bereich der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung tätig. In diesem Zusammenhang hat er an verschieden Projekten zur Implementierung von bio-psycho-sozialen Gesundheitsmanagementkonzepten in Betrieben mitgewirkt. Im Vorfeld war Andre Schneke am Institut für Sozial- und Gesundheitswissenschaften Emden GbR angestellt und hat dort als stellvertretender Projektleiter Evaluationen von Maßnahmen im Sozial- und Gesundheitswesen durchgeführt.

Daniel Siemer
Herr Daniel Siemer ist seit 2011 Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule Emden/Leer. Lehrangebote in den Bachelorstudiengängen Interdisziplinäre Physiotehrapie-Motologie-Ergotherapie, Sozial- und Gesundhetismanagement und Soziale arbeit. Er hat ein berufsbegleitendes Fernstudium zum Diplom-Ergotherapeut (FH) an der fachhochschule Nordessen abgeschlossen und ist langjährig Tätig als Ergotherapeut in der neurologischen (Früh)Rehabilitation.

Helmut Tiemann, Dr. P.H.
Helmut Tiemann ist seit 2003 an der Hochschule Emden/Leer beschäftigt. Er hat Physiotherapie und Gesundheitswissenschaften studiert und mit einem Master in Public Health abgeschlossen. Tätigkeitsfelder neben der Lehre ist die wissenschaftliche Mitarbeit in gesundheitsbezogenen Projekten. Ausgewählte Projekte: „Entwicklung von Modellen und Standards der integrativen Versorgung im Bereich der Rehabilitation von Menschen mit motorischen Störungen“ und „Implementierung von bio-psycho-sozialen Gesundheitsmanagementkonzepten in Betrieben - Förderung der Gesundheit und Teilhabe am Arbeitsleben.

Broschüre
PDF Download

 

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