Forschungsprojekt NSSC

Der FB Seefahrt war zusammen mit dem Maritimen Kompetenzzentrum Projektpartner im EU Interreg IVB Projekt „North Sea Supply Connect“ (NSSC). Das Projekt aus dem „North Sea Region Programme 2007-2013“ hatte eine Laufzeit von drei Jahren (Okt. 2009-Okt. 2012) und ein Gesamtvolumen von mehr als 2,7 Mio.€.

Im Projekt gab es insgesamt 14 Projektpartner aus fünf Nordseeanrainerstaaten, darunter Belgien, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Schweden. Das Konsortium umfasste neben Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Clustermanagement-Organisationen auch Handelskammern, Wissenschafts- und Transfereinrichtungen sowie Öffentliche Gebietskörperschaften. Das MARIKO kooperierte bei der Projektbearbeitung mit dem Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden/Leer, der als wissenschaftlicher Partner fachliche Expertise zu speziellen Fragestellungen der Maritimen Wirtschaft in das Projekt einbrachte.

Ebenso breit aufgestellt wie NSSC war das Schwesterprojekt „BalticSupply“ aus dem Baltic Sea Region Programme 2007-2013, das 16 Partner aus acht Ostseeanrainerstaaten, insbesondere aus dem Baltikum, vereint.

North Sea Supply Connect und sein Schwesterprojekt BalticSupply verfolgten die gemeinsame Zielsetzung, kleine und mittlere Unternehmen aus dem Nord-/Ostseeraum, dem alten Hanse-Wirtschaftsraum, zu stärken durch die Entwicklung geeigneter Unterstützungsleistungen im Wettbewerb um überregionale Zulieferaufträge.

Dabei lag der Fokus auf den Sektoren:

  • Maritime Wirtschaft,
  • Energiewirtschaft sowie
  • Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft

und dabei insbesondere auf „innovativen Nischen“, in denen die Eintrittsbarrieren für neue Zulieferer als überwindbar eingeschätzt wurden.

Im Rahmen der Projektarbeit sollte der Aufbau von Netzwerken entlang des sog. Nord-Ost-Korridors vorangetrieben werden, daher „North Sea Supply Connect“. Wirtschaftsförderern in den Partnerregionen sollte ein Instrumentarium an die Hand gegeben werden, mit Hilfe dessen sie mittelständische Unternehmen in die Lage versetzen könnten, sich erfolgreich auf den überregionalen Zulieferermärkten zu positionieren. Zugleich sollte Großunternehmen aus den genannten Sektoren der Zugang zu neuen innovativen Zulieferern aus dem Nord-/Ostseeraum erleichtert werden.

Geplant war die Entwicklung und Bereitstellung einer sog. „Business Development Platform“ mit unterschiedlichen Servicekategorien, die in enger Abstimmung zwischen Unternehmen und Wirtschaftsförderungseinrichtungen entwickelt wurden und „Best-Practice-Ansätze“ aus dem gesamten Kooperationsraum berücksichtigen sollte. Die Plattform sollte sowohl Online- als auch Offline-Services umfassen, darunter z. B.:

  • branchenspezifische Unternehmensregister (für Zulieferer),
  • Informationen rund um Ausschreibungsverfahren und Angebotsabgabe („Tendering and Procurement Tools“),
  • Beratung zum Thema Fördermittelakquise sowie
  • die Organisation von Matchmaking-Events.

Alle Angebote sollten clusterspezifisch aufbereitet werden, d. h. sie sollen auch speziell für die Maritime Wirtschaft zur Verfügung stehen.

Die Durchführung einer 6-monatigen Pilotphase in 2012 sollte sicherstellen, dass die Serviceleistungen den Bedürfnissen der Unternehmen in optimaler Weise entsprechen bzw. nochmals angepasst werden, bevor die Plattform ihren dauerhaften Betrieb aufnimmt.

Mehr Informationen zum Projekt über den Kontakt am FB Seefahrt:

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Göken
Email: juergen.goeken(at)hs-emden-leer.de