Zum Hauptinhalt springen

Meldung

Garantiefonds Hochschule gestartet

Studienvorbereitende Sprachkurse für Zugewanderte

Erstmalig bietet die Volkshochschule Emden gemeinsam mit der Hochschule Emden/Leer in diesem Semester studienvorbereitende Sprachkurse des Garantiefonds Hochschule für junge Zuwanderinnen und Zuwanderer an. Die Bildungsberatung des Garantiefonds Hochschule (GFH) wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert – mit dem Ziel, junge Zugewanderte aus der ganzen Welt bei der Aufnahme oder Fortsetzung einer akademischen Laufbahn zu beraten und durch ein Stipendium zu unterstützen. Zu den wichtigsten geförderten Maßnahmen gehören Sprachkurse und Kurse, die einen Hochschulzugang ermöglichen.

Zwei dieser Kurse sind jetzt in der vhs Emden gestartet. Birgit Momberger (Leiterin vhs Emden), Marc Delskamp (Projektkoordinator vhs Emden), Prof. Dr. Carsten Wilken (Vizepräsident für Studium und Lehre, HS Emden/Leer), Birte Engelberts (Leiterin Studienberatung), sowie Boubacar Sokona und Selina Vohlken (Bildungsberater Garantiefonds Hochschule, Träger Caritas Verband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück) begrüßten am Mittwoch, 09. Oktober, die ersten Deutsch- und Englischkurse dieses Projekts. Die 17 Teilnehmer*innen kommen ursprünglich aus Syrien, der Ukraine und Russland und sind für die Sprachkurse jetzt extra aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nach Emden gezogen. Birte Engelberts und Marc Delskamp haben sie dabei bereits im Vorfeld tatkräftig unterstützt – für einen Großteil der Neuankömmlinge eine passende Unterkunft zu finden, war gar nicht so einfach. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt nun auch einen Schritt weitergehen zu können, und Geflüchteten nicht nur die deutsche Sprache zu vermitteln, sondern ihnen auch dabei zu helfen, in unserer Mitte Fuß zu fassen und sich hier eine neue Zukunft aufzubauen“, so vhs-Leiterin Birgit Momberger.

Für die Förderung nach den Richtlinien des Garantiefonds Hochschule kommen Geflüchtete, Spätaussiedler*innen und jüdische Immigranten*innen in Frage, die sich nun auch in Emden individuell und ausführlich über geeignete Qualifizierungsangebote in Deutschland informieren können. Gemeinsam mit den Bildungsberatern*innen wird ein Bildungsplan entwickelt, in dem der effektivste Weg zum jeweiligen Ausbildungsziel aufgezeigt wird – unter Berücksichtigung der jeweiligen ausländischen Vorbildung. Zu den Kernpunkten der Beratung gehört daher vor allem auch die Bewertung der Vorbildung und die Aufklärung über sprachliche Anforderungen. Die Ratsuchenden werden zudem bei Bewerbungsverfahren unterstützt und erhalten Hilfestellungen, wenn es um Möglichkeiten der Ausbildungsfinanzierung und -förderung geht. Unabhängig von der Förderung, werden alle kostenlos beraten, die in Deutschland studieren möchten.

Durch den Austausch und die Kooperation zwischen der Volkshochschule und der Hochschule sollen die Teilnehmer*innen jetzt auch gezielt einen Einblick in das Campusleben und den studentischen Alltag an der Hochschule Emden/Leer bekommen. So können sie in diesen sechs Monaten bereits an Lehrveranstaltungen und an weiteren Aktivitäten – wie beispielsweise Internationale Abende und Campus Kino teilnehmen. „Flüchtlingshilfe und Integration bleiben für uns als Hochschule eine Daueraufgabe. Einerseits sind Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in unserem Leitbild verankert, andererseits ist ein Beitrag zur gelungenen Integration von Flüchtlingen auch ein Beitrag für die Entwicklung unserer Region“, so Carsten Wilken, Vizepräsident der Hochschule Emden/Leer. Ebenfalls sind durch die vhs Exkursionen in der Region geplant, damit die Zuwanderer sich in Ostfriesland einleben und wohlfühlen können

Zur Übersicht