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Schon früh für die Zukunft engagieren

Nachhaltigkeitszertifikat der Hochschule erfolgreich in Schulen gestartet

Seit vier Jahren können Studierende an der Hochschule Emden/Leer ein so genanntes Nachhaltigkeitszertifikat erwerben und dieses als besondere Schlüsselqualifikation in ihrem Lebenslauf vorweisen. Im Frühjahr wurde das Angebot erstmals auf Schulen ausgeweitet – bundesweit als erste Einrichtung und mit großem Erfolg.

„Wir sind im April mit über 80 Schülern aus Ostfriesland und dem Emsland gestartet und freuen uns über das große Interesse“, so Birte Engelberts. Sie ist Leiterin der Zentralen Studienberatung an der Hochschule und koordiniert das Programm für die Schüler und Lehrkräfte. „Es ist toll, dass wir durch das neue Angebot das Interdisziplinäre Nachhaltigkeitszertifikat für eine neue Zielgruppe öffnen und so damit noch früher mit Bildung für Nachhaltige Entwicklung ansetzen können“, so die Nachhaltigkeitsbeauftragte Anna Gerritzen, die das Programm gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Schlaak für die Studierenden der Hochschule entwickelt und etabliert hat.

Insgesamt 83 Schülerinnen und Schüler von fünf unterschiedlichen Schulen sind derzeit mit Unterstützung studentischer Umweltbotschafter und Lehrkräften dabei, ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zu vertiefen.

Die Umweltbotschafterinnen Dana Gillaschke und Celina Rosenkranz sind derzeit an den Emder Gymnasien JAG und Max im Einsatz. Beide Schulen haben bereits einiges in punkto Nachhaltigkeit unternommen. „Am Johannes-Althusius-Gymnasium gibt es Kaninchen, Hühner und Bienen, es wird Warmwasser aus Solarenergie gewonnen und es gibt einen Trinkbrunnen“, zählt Dana Gillaschke, die an der Hochschule Wirtschaftspsychologie studiert, einige Beispiele auf. Sie und Celina Rosenkranz unterstützen am JAG ein kleines Schülerteam aus den Jahrgängen elf und zwölf, das für einen Teil des Zertifikats eine nachhaltige Schulrallye plant. „Mit Hilfe dieser Rallye werden die zahlreichen Nachhaltigkeitsprojekte der Schule veranschaulicht und miteinander verbunden. Toll, dass von diesem Engagement unser Schülerinnen und Schüler die gesamte Schulgemeinschaft profitieren kann“, so der schulfachliche Koordinator Albert Alberts-Tammena.

Am Max gibt es unter anderem schon einen Schulgarten und einen Klimarat. Dort haben sich rund 30 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen zehn bis 13 für das Nachhaltigkeitszertifikat angemeldet und können die Expertise und Kontakte der beiden Studentinnen, die auch im Nachhaltigkeitsteam der Hochschule aktiv sind, für ihre weiteren Projektideen nutzen. „Es macht unheimlich viel Spaß, dabei mitzuwirken, und wir selbst lernen auch noch eine Menge Neues“, so Celina Rosenkranz. Sie studiert Management Consulting am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule.

Auch am Ubbo-Emmius Gymnaisum in Leer tüfteln die Umweltbotschafterinnen Lisa Desch und Lucia Zwingmann tolle Ideen mit den Schülern aus - wie beispielsweise die Einrichtung einer Fahrradreparaturwerkstatt oder die Begrünung der des Schulhofes. Schüler des Franziskusgymnasiums in Lingen haben sich hier ebenfalls angeschlossen.

Marc Sandmann und Mareke Christians, die ebenfalls an der Hochschule studieren und sich als Umweltbotschafter engagieren, unterstützen die Schüler des Ulrichs Gymnasiums in Norden darin, tolle Ideen zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln und binden diese direkt in studentische Projekte zum Thema Solarboot und Algen an der Hochschule Emden/Leer ein. Sie stehen auch als Ansprechpartner für die Schüler des Internatsgymnasiums in Esens und des Ulricianums in Aurich zur Verfügung, die sich an dem Nachhaltigkeitszertifikat beteiligen.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen ihre Zertifikate im Herbst von Umweltwissenschaftler und Politiker Ernst-Ulrich von Weizsäcker überreicht, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.

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