Informationen für Studierende mit Behinderung bzw. chronischen Erkrankungen

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Bildung ist ein Menschenrecht. Wie alle Studierende, stehen auch Studierende mit einer Behinderung bzw. einer chronischen Erkrankung jeden Tag vor besonderen und neuen Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können, müssen sie teilweise unverhältnismäßig viele Ressourcen – finanzieller, emotionaler und sozialer Art – aufwenden. Dies verringert ihre gesellschaftlichen Teilhabechancen und erschwert ihnen den Zugang zu Bildung und letztlich später zum Arbeitsmarkt. Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken hat der Gesetzgeber verschiedene Maßnahmen festgeschrieben.

Die Hochschule will im Zuge der Gleichstellung allen Studierenden die Möglichkeit bieten, ihre jeweiligen Potenziale zum Ausdruck zu bringen. Hierzu gewährt die Hochschule auf begründeten Antrag hin Nachsteilsausgleiche.

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Nachteilsausgleiche sind Maßnahmen, die ergriffen werden, um Beeinträchtigungen und Benachteiligungen auszugleichen, die durch eine Behinderung bzw. eine chronische Erkrankung entstanden sind. Nachteilsausgleiche dürfen sich nicht auf die Bewertung auswirken und werden nicht im Zeugnis oder der Abschlussprüfung vermerkt. Durch einen Nachteilsausgleich werden Studien- und Prüfungsleistungen verändert, aber keine Leistungsansprüche gemindert. Durch die Gestaltung und Sicherstellung von angemessenen Studien- und Prüfungssituationen sollen gleichwertige Ausgangsbedingungen verwirklicht und Chancengleichheit hergestellt werden. Ein Nachteilsausgleich ist keine Bevorteilung des/der Studierenden.

Dies ist auch aus dem Gleichheitsgrundsatz, dem Diskriminierungsverbot und dem Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes (GG) herzuleiten. Durch eine Veränderung der Studien- und Prüfungsbedingungen soll den Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung bzw. einer chronischen Erkrankung Rechnung getragen werden (s. Art. 3 und Art. 20 GG). So auch gemäß Hochschulrahmengesetz (HRG). Hier haben die Hochschulen dafür Sorge zu tragen, dass behinderte Studierende in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können (§ 2 Abs. 4 Satz 2 HRG). Außerdem müssen Prüfungsordnungen so gestaltet sein, dass die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung zur Wahrung ihrer Chancengleichheit berücksichtigt werden (§16 Satz 4 HRG). Dies tun wir in allen Fachbereichen:

Nach BPO Teil A § 8 Absatz 17 gilt: "Macht die oder der Studierende glaubhaft, dass sie oder er wegen länger andauernder oder ständiger Behinderung nicht in der Lage ist, die Leistung ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form abzulegen, ist ihr oder ihm durch die Prüfungskommission zu ermöglichen, die Leistungen in einer verlängerten Bearbeitungszeit oder in anderer Form bzw. durch Zulassung entsprechender Hilfsmittel zu erbringen." Als Nachweis kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.

Mögliche Formen des Nachteilsausgleichs sind:

  • schriftliche Ergänzungen mündlicher Prüfungen
  • mündliche statt schriftlicher Prüfung 
  • Zeitverlängerung für Hausarbeiten, Klausuren usw.
  • Verlängerung der Prüfungszeit, wenn Unterbrechungen der Prüfungsvorbereitungen wegen eines schlechten Gesundheitszustandes notwendig waren
  • Abänderung von Praktikumsbestimmungen
  • u.a.

Diese Aufzählung ist NICHT abschließend oder bindend. Relevant ist hier eine Maßnahme zu finden die den Charakter der Prüfungsleistung nicht herabsetzt, aber für die/den Studierende/n mit einer Behinderung bzw. chronischen Erkrankung realisierbar ist und Chancengleichheit herstellt.

Was muss nachgewiesen werden um einen Nachteilsausgleich beantragen zu können?

Im Interesse aller Studierenden können wir nicht auf einen schriftlichen Nachweis verzichten, um einem möglichen Missbrauch vorzubeugen.

Wo und wie ist ein Nachteilsausgleich zu beantragen?

Der Antrag erfolgt formlos an die Prüfungskommission des jeweiligen Fachbereiches (im Fachbereich Sozialer Arbeit und Gesundheit an die Vorsitzende Frau Prof. Dr. Rothenburg) oder über das Prüfungsamt, Frau Fokken, in der Regel vor der Anmeldung zur Prüfungsleistung, für die ein Nachteilsausgleich beantragt wird. Ist bereits ein Beratungsgespräch mit der Beauftragten Frau Mejia oder der Beraterin des Studentenwerks Frau Hendeß erfolgt, verweisen Sie bitte darauf.

Beraterin des Studentenwerks Oldenburg

Wiebke Hendeß

Tel.: (0441) 798-2797
Fax: (0441) 798-2302

E-Mail: behindertenberatung|at|sw-ol.de

Homepage

Raum A12 0-009 (SSC, Uni-Campus Haarentor), Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg

Offene Sprechzeiten:
Mo., Mi., Do. 13.00-15.00 Uhr
Termine außerhalb der Sprechzeit möglich.