Projekte
Pimp your Campus by doing yourself!
Die Hochschule Emden/Leer verfügt derzeit über einen Campus, der wenig bis gar nicht genutzt wird. Die Nutzung sieht so aus, dass Studierende sowie Hochschulmitarbeiter in den Pausen sich auf diesem Campus aufhalten, aber mit der täglichen Schließung der Mensa um 15:00 Uhr reduzieren sich auch die Aktivitäten auf dem Campusgelände. Auch sonst bietet die Hochschule keinen Anreiz, mehr Zeit als nötig auf dem Campus zu verbringen. Durch den aktuell verabschiedeten Hochschulentwicklungsplan steht die Partizipation von Studierenden im Vordergrund. Dabei sollen Studierende aktiv an Entwicklungsprozessen beteiligt werden, was zurzeit nur spärlich umgesetzt wird. Ebenso wird im Hochschulentwicklungsplan von einer Campushochschule gesprochen, die aus den voran ausgeführten Erläuterungen derzeit ebenfalls nicht zu treffend ist, da es wenig Angebote bzw. Aktivitäten auf dem Campus gibt, die eine besondere Hervorhebung erlauben geschweige denn verdienen. Somit ist die Bezeichnung Campushochschule ein „Soll-Zustand“ und kein „Ist-Zustand“.
In diesem Kontext hat die Campus-Kultur-Werkstatt die Durchführung eines „Planning for Real“-Verfahrens an der Hochschule Emden/Leer beantragt und genehmigt bekommen.
Planning for Real ist ein gemeinwesenorientiertes und mobilisierendes Planungsverfahren. Im deutschen Sprachgebrauch kann es übersetzt werden mit „Aktiv für den Ort“, „Nehmen wir unseren Ort in die eigenen Hände“ oder "Planung von unten". Die Idee, das Planning-for-Real-Verfahren an der Hochschule Emden/Leer anzuwenden, entstammt dem Workshop von TechNet Berlin im Rahmen des Masterstudiengangs Soziale Arbeit und Gesundheit im Kontext Sozialer Kohäsion vom 21.06.2010. Im Vordergrund dieser Partizipationsmethode steht in diesem Fall die Verbesserung der Lebensqualität rund um den Campus. Gemeinsam sollen die bestehenden Probleme an der Hochschule bearbeitet werden, um Lösungen zur Verbesserung der Lebenssituation erarbeiten zu können.
Durch das Planning-for-Real-Verfahren soll nun in erster Linie weniger der Campus als solcher umgestaltet werden, sondern vielmehr eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und dem übrigen Hochschulpersonal geschaffen werden, wie es in dem Leitbild der Hochschule als Ziel formuliert ist. Aus Attraktivitätsgründen soll diese Gemeinschaftsförderung nicht an einem fiktiven Projekt stattfinden, da zu befürchten ist, dass die Beteiligung dann wenig bis gar nicht stattfindet. Durch das gemeinsame Gestalten des Campus, der täglich in irgendeiner Form von allen Angehörigen der Hochschule genutzt wird, soll zum Einen die im Hochschulentwicklungsplan festgeschriebene Partizipation genutzt und gefördert werden, sowie die Zusammenarbeit und das Zusammenleben der Fachbereiche gestärkt werden. Des Weiteren steht der praktischen Umsetzung des Ergebnisses nach Abschluss des Verfahrens nichts im Wege. Es besteht die Möglichkeit einen doppelten Nutzen aus diesem Verfahren zu ziehen: Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Umgestaltung des Campus.
Das Planning for Real wird nächstes Semester an der Hochschule Emden/Leer durchgeführt, eine Informationsveranstaltung wird folgen.
Interdiziplinäre Inselfreude 2010
Das gabs noch nie, sowas haben wir noch nicht gesehen. Im Namen aller Befürworter sowohl in als auch um das Projekt Borkum und entgegen weniger kritischer Stimmen stellt sich das Erstsemester-Kennenlern-Wochenende auf Borkum als riesen Erfolg dar. Ziel dieser Veranstaltung war und ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachbereiche zu fördern und dadurch den Einstieg ins Studium für die Erstsemestler zu erleichtern.
Die Borkumfahrt fand vom 01.10. – 03.10.2010 auf Borkum in der größten Jugendherberge Europas statt. Doch zuvor musste noch das Material der einzelnen Studiengänge eingesammelt werden, damit die jeweiligen Programme der Studiengänge auch reibungslos ablaufen konnten. Hierfür wurde von der Campus-Kultur-Werkstatt ein Mitarbeiter am Tag vor der Abreise vor der Mensa bereit gestellt, der sämtliches Equipment der teilnehmenden Studiengänge in einem dafür vorgesehenen Bulli stapelte und gegen Nachmittag des 30.09.2010 sich auf den Weg nach Borkum machte. Nun stand der Borkumfahrt nichts mehr im Wege und so trafen sich alle Teilnehmer – und natürlich auch die Teamer und Dozenten sowie sonstige teilnehmende Hochschulangehörige – am Borkumkai ab 08:00 Uhr morgens und fuhren gemeinsam auf einer von der AG Ems bereitgestellten Sonderfähre nach Borkum.
Über 400 Erstsemester der Hochschule Emden/Leer nahmen an dieser
Veranstaltung teil. Nach einer offiziellen Begrüßung in der Turnhalle in der Jugendherberge und einer anschließenden Mahlzeit in der Kantine, begannen die studiengangsübergreifenden Kennenlernspiele auf dem Gelände der Jugendherberge. Bei viel Spiel und Spaß hatten die Teilnehmer die Gelegenheit sich untereinander besser kennen zu lernen. Nach einem gemeinsamen Abendbrot klang der Abend am Lagerfeuer mit Musik und Bier aus. Für den Samstagvormittag war dann Programm in den jeweiligen Studiengängen vorgesehen und am Nachmittag stand die Zeit zur freien Verfügung um die Insel näher kennen zu lernen. Zum Abend hin trafen sich dann alle wieder zum gemeinsamen Grillen mit Übergang zur ersten Erstsemesterparty in der Turnhalle. Mit viel guter Laune und einem Rodeo ging auch dieser Tag erfolgreich zu Ende. Am Sonntag trafen sich ein letztes Mal die Studierenden in den Programmen der Studiengänge und überbrückten die Zeit bis zur Abreise am späten Nachmittag mit großartigen Angeboten der Jugendherberge, wie z.B. Cartfahren, Klettern, Wattwandern etc.
Nach einer ungewohnt ruhigen Schiffsfahrt Richtung Emden wurde den teilnehmenden Studierenden noch eine Aftershowparty im Tobi’s Irish Pub geboten, die auch gerne angenommen wurde. Alles in allem lässt sich sagen, dass das von der Campus-Kultur-Werkstatt geplante, organisierte und durchgeführte Erstsemster-Kennenlern-Wochenende ein voller Erfolg war! Dieses lässt sich u.a. daran messen, dass jetzt schon Anfragen für die Fortsetzung des Projektes im kommenden Jahr vorliegen. Aber auch das voran gestellte Ziel der Initiatoren, Frauke Freesemann und Peter Jakobs, die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit der Fachbereiche, scheint gelungen zu sein.
An dieser Stelle richten wir unseren Dank an alle Teamer und Helfer, ohne die dieses Projekt so nicht realisierbar gewesen wäre. Ebenfalls möchten wir uns bei allen Erstsemestlern für die zahlreiche Teilnahme sowie bei der Jugendherberge für die gute Zusammenarbeit bedanken, auf das unsere Arbeit Früchte trägt!
Von Frauke Freesemann und Peter Jakobs


