Profil

Die Hochschule Emden/Leer positioniert sich mit einem vielseitigen und aktuellen Angebot in erster Linie als Hochschule in der Region und für die Region.

Grundständige Bachelor- und Master-Studiengänge in den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Nautik, Wirtschaftswissenschaften, Soziale Arbeit und Gesundheitswissenschaften sollen den aktuellen und künftigen Bedarf an qualifizierten Akademikerinnen und Akademikern in der Region abdecken.

Exzellente Lehre und Studienangebote mit internationalem Profil werden dabei als wesentliche Elemente zur Ausbildung des akademischen Nachwuchses für eine globalisierte Wissensgesellschaft gesehen.

Forschung, Technologietransfer und Weiterbildungsangebote – insbesondere in den ausgewiesenen Schwerpunkten der Hochschule – sollen u. a. Impulse für Neugründungen bzw. für Neuausrichtungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben.

Das Profil der Hochschule Emden/Leer ergibt sich aus der in den letzten Jahren entwickelten Kombination von Schwerpunkten in der Lehre, in der Forschung und im Bereich des Technologietransfers. Als profilgebend sind hierbei in besonderem Maße auch der Regionalbezug, internationale Ausrichtung, die Verzahnung von Studiengängen unter dem Gesichtspunkt der Interdisziplinarität sowie Aspekte der Nachhaltigkeit anzusehen.

Regionalbezug

Der regionale Bezug der Hochschule mit ihren beiden Standorten in Ostfriesland orientiert sich insbesondere
1.  an der Wachstumsregion Ems-Achse
2.  an der grenzüberschreitenden Ems-Dollart-Region (EDR)

Dabei ist die Hochschule Emden/Leer die einzige Hochschule in der Wachstumsregion Ems-Achse mit einem umfassenden, breiten Studienangebot!

Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den Hochschulen auf der niederländischen Seite der EDR sowohl in der Lehre als auch im Bereich der Forschung und des Wissenstransfers. Die beteiligten Hochschulen können auf eine ganze Reihe von erfolgreichen Kooperationen verweisen. Gemeinsame Studienangebote (z. B. Double Degrees, Joint Degrees) und Transferprojekte eröffnen viele Perspektiven zur Entwicklung der Region; hier soll ein weiterer Ausbau stattfinden.

Mit dem Fachbereich Seefahrt am Standort Leer wird die maritime Ausrichtung der Hochschule im regionalen Kontext besonders betont.

Bestehende Kooperationen mit der Universität Oldenburg (gemeinsame Bachelor- und Masterstudiengänge, gemeinsame Forschungsprojekte) und der Jade-Hochschule sollen weiter gepflegt und intensiviert werden. Die Kooperation mit dem Standort Lingen der Hochschule Osnabrück soll ausgebaut werden.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Uni Vechta (gemeinsames Promotionskolleg) unterstreicht ebenfalls den Regionalbezug.

Interdisziplinarität

Ausgehend von dem breiten wissenschaftlichen Angebot der vier Fachbereiche bieten sich in besonderer Weise Möglichkeiten zur Verzahnung von Studiengängen und zu weiteren interdisziplinären Ansätzen sowohl in der Lehre als auch in der Forschung. Die Hochschule nutzt die Chancen, die sich dadurch ergeben; insbesondere werden Studierende in die Lage versetzt, komplexe und fachübergreifende Problemstellungen aus der Technik, aus Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen einer teamorientierten Arbeit zu lösen.

Die enge Zusammenarbeit der Fachbereiche und eine Verzahnung auf Modulebene (z. B. bei Studiengängen wie Industrial Business Systems, Sozialmanagement, Technik/Marketing/Vertrieb, Energieeffizienz, Schiffs- und Reedereimanagement) sind jetzt schon profilgebend für die Hochschule; sie sollen künftig weiter ausgebaut werden.

 

Internationalität

Die exponierte Küsten- und Grenzlage wurde von der Hochschule schon sehr früh als besondere Chance für die Entwicklung im europäischen bzw. internationalen Kontext gesehen. Mit ihrem Engagement im Bereich der Internationalisierung möchte die Hochschule auch ihre Rolle als Impulsgeber für die ganze Region unterstreichen.

Die Hochschule verfügt über zahlreiche internationale Kontakte in den Bereichen Lehre und Forschung. Profilgebend sind dabei insbesondere gemeinsame Lehrangebote mit der Hanzehogeschool in Groningen und den Universitäten Esbjerg und Leicester.

Einige Studiengänge (z. B. Technical Management, Engineering Physics) werden in englischer Sprache angeboten. Teilweise gibt es obligatorische Auslandssemester.

Die Hochschule wird den internationalen Aspekt in der Lehre weiter als deutliches Profilmerkmal ausbauen.

International anerkannte Symposien und Kongresse belegen ebenfalls die große Bedeutung der Hochschule auf europäischer bzw. internationaler Ebene. Hierbei sind alle Fachbereiche der Hochschule aktiv.

 

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Die Hochschule fühlt sich dem Gedanken der Nachhaltigkeit und einer gesellschaftlichen Verantwortung besonders verpflichtet.

Der Bezug zur Nachhaltigkeit ist auch im regionalen Kontext zu sehen. Hierbei spielen die Nähe zum Weltnaturerbe Wattenmeer und die klare Positionierung der Region im Bereich regenerativer Energien eine besondere Rolle.

Das Engagement der Hochschule spiegelt sich wider in besonderen Lehrangeboten wie z. B. dem Studiengang Energieeffizienz, der in enger Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft entwickelt wurde, und in einschlägigen Forschungsprojekten wie z. B. „Nachwachsende Rohstoffe“. Es sollen weitere profilgebende Elemente in diesem Zusammenhang entwickelt werden.

 

Besondere Schwerpunkte

Außer auf die oben dargestellten allgemeinen Profilierungsmerkmale kann die Hochschule auf eine Reihe von besonderen Schwerpunkten in Lehre und Forschung verweisen, die als profilbildend angesehen werden.

Neben den grundständigen Studiengängen werden einige Studiengänge mit Alleinstellungsmerkmalen angeboten, z. B. Energieeffizienz, Schiffs- und Reedereimanagement, Maschinenbau und Design. Es erfolgt eine stetige, flexible Anpassung des Angebots an aktuelle Bedarfe, insbesondere unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten. Weitere Studiengänge mit Alleinstellungsmerkmalen sind geplant: IT-Sicherheit und (fachbereichsübergreifend) Technik/Marketing/Vertrieb.

Ausgewiesene, auch überregional anerkannte, Schwerpunkte sind die Industrielle Informatik (Master Industrial Informatics, Koordination Forschungsnetz Industrial Informatics, Forschungsschwerpunkt Cluster, Emder Automatisierungstage) und Life Sciences (Master Applied Life Sciences, Forschungsschwerpunkt Nachwachsende Rohstoffe). Weitere profilgebende (Kompetenz-) Schwerpunkte, z. B. in den Bereichen Energieeffizienz (Forschungsprojekte) und Offshore (Emder Offshore-Tage), sowie in den Bereichen Interdisziplinäre Gesundheitsförderung und Rehabilitation und Kinder- und Jugendhilfe sollen ausgebaut werden.

Einen weiteren profilgebenden Schwerpunkt sieht die Hochschule im Bereich der Online-Studienangebote. Hier wurde von der Hochschule in Emden – z. B. im Verbund der Virtuellen Fachhochschule – auch grundlegende Forschungsarbeit geleistet, so dass auf eine langjährige, einschlägige Kompetenz verwiesen werden kann.

Die Hochschule plant, diesen Schwerpunkt auszubauen. So ist die Beteiligung an weiteren Online-Studiengängen (Informatik, Seefahrt, Wirtschaft u. a.) möglich. Zudem wird an einem Konzept für die Verwendung einzelner Online-Studiengangs-Module im Bereich der Weiterbildung gearbeitet.