Seniorenbetreuung durch Ehrenamtliche

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Weiterbildungsmodule A,B und C zum Ehrenamtsmanagement für Pastorinnen und Pastoren

Modul A: Grundlagen eines professionellen Freiwilligen-Managements in Kirchengemeinden

Kompetente Planung und nachhaltige Gestaltung von Freiwilligenarbeit in Kirchengemeinden-Grundlagenseminar-

Wer Freiwillige für ein Engagement gewinnen und in die Organisation integrieren möchte, muss sich den Grundlagen, Hintergründen und aktuellen Entwicklungen des Freiwilligen-Engagement bzw. des Freiwilligenmanagement zu wenden. Den Anforderungen der Organisation und den Bedürfnissen und Erwartungen der Ehrenamtlichen folgend, sollten interessante Engagementbereiche definiert und Aufgabenprofile beschrieben werden, die in der Arbeit mit den Kirchenmitgliedern unterstützend und fördernd wirken. Im Seminar werden Sie erfahren, wie sich die Erwartungen und Motivationen der Freiwilligen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Individualisierungs- und Pluralisierungsprozesse verändert haben und welche Konsequenzen sich hieraus für Kirchengemeinden und die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ergeben. Das Seminar vermittelt einen ersten Überblick über die Grundlagen eines professionellen Freiwilligen-Managements. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen reflektieren vollzogene Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen und entwickeln neue Ideen für Ihre Arbeit mit den Ehrenamtlichen im Feld der Seniorenbetreuung. Insbesondere die Gewinnung, Bindung und Integration von Ehrenamtlichen wird hier thematisiert werden. Die Schaffung von Mitwirkungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, aber auch die vielfältigen Formen der Wertschätzung und Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit durch Öffentlichkeit, Politik und insbesondere durch die hauptamtlichen Pastoren und Pastorinnen werden hier wichtige Bezugspunkte sein.

Pressemitteilung zum Modul A

Modul B: Kooperation von Ehren-und Hauptamtlichen in der Seniorenarbeit Konfliktpotenziale (er)kennen und Lösungswege beschreiten

Die Zusammenarbeit mit Freiwilligen hat spezifische Rahmungen, die zu Konfliktsituationen zwischen Ehren- und Hauptamtlichen führen können. Die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind aufgerufen ihre Leitungs- und Führungsrolle auszuüben und auf die spezifischen Modi der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen professionell zu reagieren. Im Seminar werden klassische Konfliktsituationen thematisiert, die in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen entstehen können. Dabei sollen verschiedene Lösungsstrategien auf der Grundlage von eigenen Fallbeispielen aus der eigenen Praxis diskutiert und entwickelt werden. Insbesondere die charakteristischen Rahmungen der Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamtlichen (z.B. Abgrenzung Ehren-/Hauptamt, Konkurrenz, Qualifikationsgefälle, mangelnde Kommunikation, Kompetenzüberschreitung) werden in den Blick genommen und in Hinblick auf Konfliktpotenziale und konstruktive Konfliktlösungen diskutiert. Dabei wird praxisnah auch der eigene Umgang der Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Konfliktsituationen analysiert und geschult.

Dozentin: Prof. Dr. phil. Astrid Hübner

 

Modul C: Professionelle Begleitung der Arbeit in den Kirchengemeinden: Coaching und Weiterbildung sowie Supervision zur Festigung der aus den Modulen A und B erworbenen Kenntnisse

(nach Anfrage aus den Kirchengemeinden, Voraussetzung: Teilnahme an Modul A und B)

An Pastorinnen und Pastoren werden vielfältige Erwartungen geknüpft, wenn sie neben ihren regulären Aufgaben und Funktionen die Rolle der „Freiwilligen-Manager/in“ in Gemeinden bzw. Einrichtungen übernehmen. Oftmals agieren sie als Mittler zwischen verschiedenen Interessengruppen – zwischen eigenen Anforderungen, den Erwartungen des Trägers bzw. der Klienten und den Ansprüchen der Ehrenamtlichen. Unterstützende Angebote zur Reflexion der eigenen Rolle im Rahmen von Coaching für die Pastoren/Pastorinnen aber auch Supervision der interdisziplinären Teams in den Kirchengemeinden sind hier professionelle Angebote die neben Qualifizierungsangeboten für die Ehrenamtlichen (s.u.) individuell und bedürfnisorientiert auf Anfrage konzipiert werden können.

Ehrenamtliche leisten unentgeltlich in ihrer Freizeit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, unterstützen Hauptamtliche in sozialen Einrichtungen, leisten gute Arbeit im Klientenkontakt und profitieren nicht zuletzt selbst von ihrem Engagement. Dabei bringen sie zahlreiche individuelle Kenntnisse, Erfahrungen und Kompetenzen in die Arbeit mit ein, die wertvoll sind. Passgenaue Weiterbildung kann hier anschließen und die Ehrenamtlichen auf die Anforderungen des Arbeitsfeldes „Seniorenbetreuung“ vorbereiten. Weiterhin gilt es, die Arbeit der Freiwilligen im Rahmen der Qualitätssicherung kontinuierlich professionell extern im Rahmen von „Supervision“ bzw. „Kollegialer Beratung“ begleiten zu lassen.

Zeitlicher Umfang: Je nach Bedarf der Kirchengemeinde.

Dozentin: Prof. Dr. phil. Astrid Hübner