Ansatzpunkt

Das Innovationen auf der Basis von einzelnen Beiträgen genialer Erfinder beruhen, ist schon lange als Mythos entlarvt. Generell gilt, dass (vgl. Malmberg, Maskell S. 34, Lorenzen 2005; Simmie 2005; Koschatzky 2001, S.59; Cernavin 2005, S.37; Ibert 2006, S.104) "erfolgreiche Innovationen […] aus dem netzwerkorientierten Zusammenwirken von unterschiedlichen Wissensquellen, die eine intensive Interaktion und gemeinschaftliche Koordination der beteiligten Wirtschaftsakteure erfordert“ (Rimkus 2008, S. 10) resultieren.

Dies bedeutet ferner, dass die Kommunikation zwischen den involvierten Akteuren einer Innovation ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Komplexe Innovationen entstehen sehr oft in Netzwerken und weniger in bilateralen Kooperationen zwischen Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Durch die Verbindung von Industrienetzwerken bzw. einzelner ihrer Akteure zielgerichtet mit Netzwerkakteuren aus der Wissenschaft durch einen Verwertungsagenten zur Überwindung eines strukturellen Lochs, kann eine Beschleunigung relevanten Wissens zur Innovation erreicht werden.

Pechmann, Agnes; Piller, Frank; Schumacher, Gerd (2010): "Technologie- und Erkenntnistransfer aus der Wissenschaft in die Industrie ". Jülich: Verlag (Projektträger Jülich Schriftenreihe 01), Seite 50.