3. Befragungsrunde: Ergebnisse WS 2011/12

An der dritten Welle der Online Befragung im Rahmen des Forschungsprojekts USuS haben 82 von 110 Informatikstudierenden teilgenommen, davon die Drittsemester zum zweiten Mal und die Fünfsemester zum dritten Mal. Damit liegt die Rücklaufquote bei 75% [W1:84%, W2:76%]. Genau die Hälfte der antwortenden Studierenden, 50% [W1:52%, W2:54%], befinden sich im ersten, 29% [W1:25%, W2:31%] im dritten sowie 21% [W1:25%, W2:13%] im fünften Semester. Fast alle der antwortenden Personen sind Männer 90% [W1:90%, W2:98%].

Übergang von der Schule in das Studium

Hinsichtlich der Arbeitserfahrung fällt auf, dass zwei Drittel der befragten Erstsemester (65,9% [W2:49%, W1:45%]) vor dem Studium bereits Kontakt zur Arbeitswelt hatten, d.h. sie haben eine Berufsausbildung begonnen oder abgeschlossen, eine Berufs- oder Erwerbstätigkeit ausgeführt bzw. als Schüler/-innen gejobbt, Praktika absolviert oder sind anderen Arbeitstätigkeiten nachgegangen. Davon bei mehr als zwei Drittel der Studierenden mit einem fachlichen Bezug zum späteren Studium (71,4% [W2:71,4%, W1:73,3%])

Studienanforderungen und Prüfungen

Die Beurteilung der Erläuterung von Prüfungsergebnissen durch Dritt- und Fünfsemesterstudierende sind in der 3. Welle deutlich besser geworden (57,6% [W2:38,7%, W1:62,2%]). Die Beurteilung der „Transparenz der Bewertungskriterien“ für Prüfungsleistungen bleibt stabil (35,3% [W2:32,2%, W1:35,1%]). Die Einschätzung, dass die Bewertungskriterien völlig oder eher als fair zu bewerten sind, teilen in der dritten Erhebungswelle 54,1% [W2:36%, W1:47,1%] der befragten Studierenden aus den höheren Semestern, dieser Wert ist damit der höchste aus den letzten Jahren.

Zufriedenheit und Studienerfolg (neue Frage in 3. Welle)

Für die dritte und letzte Feldphase des Projekts wurden einige neue Fragen zur Einschätzung des Studienerfolgs in den Fragebogen aufgenommen. Genau die Hälfte aller befragten Studierenden beurteilt ihren Studienerfolg völlig oder eher positiv.

Gut die Hälfte der Studierenden in höheren Semestern gibt an, über den eigenen Notendurchschnitt informiert zu sein (55,9%). Fast die Hälfte der Dritt- und Fünftsemester (42,5%) ist darüber hinaus „völlig“ oder „überwiegend“ mit den bisherigen Leistungen zufrieden.

Obwohl die Studierenden sich überwiegend zufrieden mit ihren Leistungen und den Prüfungsmodalitäten zeigen, geben 73,2% der Befragten Dritt- und Fünftsemester-Studierenden an, eine Prüfung aufgrund Nichtbestehens bereits wiederholt haben zu müssen. Das Studium erscheint somit zwar einerseits als anspruchsvoll und arbeitsintensiv, wie die Befunde zur Zufriedenheit und zu Prüfungen zeigen, wird diese Anforderung jedoch gleichzeitig als fair und gerechtfertigt empfunden.

Lehrsituation als Gesamteindruck über alle Lehrveranstaltungen hinweg

Die Einschätzung der Studierenden zur Situation in der Lehre haben sich in folgenden Fragen kaum geändert: klare Definition der Lernziele in der Lehrveranstaltungen, die Vermittlung der Lehrinhalte innerhalb der Vorlesungszeit, sowie die Breite und inhaltliche Qualität des Lehrangebots.

46,3% [W2:41,1%] der Befragten bewerten die Vortragsqualität weiterhin als verständlich und treffend. Die Qualität der Zusammenfassungen zum dritten Erhebungszweitpunkt wird zwar bemängelt (32,9% [W2:41,1%]), aber es ist ein deutlicher Anstieg positiver Beurteilungen der Aufmerksamkeit der Lehrenden zu verzeichnen: 58,5% [W2:34,2%] der Studierenden sind der Meinung, dass die Lehrenden sich vergewissern, dass die Inhalte auch verstanden werden. Darüberhinaus geben 56,1% [W2: 49,3%] der Studierenden an, dass ihre Anregungen oder Vorschläge Berücksichtigung finden. Auch der Praxisbezug am Beispiel von Fragen der laufenden Forschung (34,1%[W2:24,7%]) sowie die Anwendung von konkreten Forschungstechniken (22% [W2:12,3%]) wird jeweils um gut 10% positiver als im Vorjahr beurteilt.

Während die inhaltliche Abstimmung zwischen den Lehrveranstaltungen in der 2. Welle von 70% der Studierenden als verbesserungswürdig eingestuft wurde, sieht diese Frage in der 3. Welle ganz anders: knapp 40% der Studierenden haben die inhaltliche Abstimmung zwischen den Lehrveranstaltungen als „sehr oder eher gut“ beurteilt. Dieser Wert entspricht wieder dem Ergebnis aus der ersten Erhebung [W1:38,3%]. Eine ähnlich drastische Steigerung lässt sich in Bezug auf die „Vermittlung von überfachlichen Schlüsselqualifikationen“ feststellen. Auch hier hat sich der Anteil derer, die diesen Aspekt als „sehr oder eher gut“ bewerten verdoppelt 44,9% [W2:21,9%]. Der größte Anstieg in Bezug auf positive Beurteilungen bezieht sich jedoch auf die Möglichkeit zur „Mitwirkung bei der Planung und Durchführung des Lehrangebots“ (25,3% [W2: 10%]).

Fazit nach der letzten Erhebung

Insgesamt gesehen haben sich einige wichtige Eckdaten von der ersten, über die zweite, zur dritten Erhebung aus Sicht der Studierenden positiv verändert. Wie die obigen Ergebnisse zeigen, hat die Zufriedenheit der Studierenden zwar zugenommen, der Wunsch nach Intensivierung bleibt jedoch stabil. Das zeigen u.a. die Fragen zu dem Wunsch nach stärkerer „Verknüpfung von Theorie und Praxis im Studium“ (65,4% [W2:66,2%, W1:70,3%]) und der Wunsch nach Praxisorientierung mit mehr „Beteiligungsmöglichkeiten an Forschungsprojekten“ (48,1% [W2:32,9%]).