2. Befragungsrunde: Ergebnisse WS 2010/11

An der zweiten Welle der Online Befragung im Rahmen des USuS-Projektes haben 76 von 100 Informatikstudierenden teilgenommen, davon die Dritt- und Fünftsemester schon zum zweiten Mal. Die Rücklaufquote betrug damit 76%. Etwas mehr als die Hälfte, knapp 54%, befinden sich im ersten, 31% im dritten sowie 13% im fünften Semester. Fast alle antwortenden Personen sind Männer (98%).

Übergang von der Schule in das Studium

Die neuen Erstsemester wurden wieder zu ihrer bisherigen Berufserfahrung befragt sowie zu ihrer Einschätzung, inwieweit sie sich durch die Schulzeit auf das Studium ausreichend vorbereitet fühlen. Knapp die Hälfte, 49% der befragten Erstsemester, hatten vor dem Studium bereits Kontakt zur Arbeitswelt (Berufsausbildung, Erwerbstätigkeit, Praktika), davon bei mehr als zwei Drittel der Studierenden mit einem fachlichen Bezug zum späteren Studium.

Einschätzung der Vorbereitung der Schule auf das Studium

Nur knapp 37% (noch 46% im letzten Jahr) der Studierenden sind davon überzeugt, dass die in der Schule erworbenen Kenntnisse ausreichen, um den Lehrinhalten des ersten Semesters folgen zu können. Auch in Umgangs- und Verhaltensweisen (Selbstverantwortlichkeit oder Zeitmanagement) bemängeln knapp 40% der Studierenden eine unzureichende Vorbereitung durch die Schule.

Studienanforderungen und Prüfungen

60% der Befragten empfinden die Planung des Studiums über ein bis zwei Jahre im Voraus als schwierig. Das Erbringen einer großen Anzahl von Leistungsnachweisen sowie die effiziente Vorbereitung und das Bestehen der Prüfungen werden jeweils von mehr als der Hälfte der Studierenden als mindestens „teilweise schwer“ empfunden.

38,7% (im Vorjahr noch 62,2%) der Studierenden im dritten und fünften Semester geben an, dass die Erläuterung der Ergebnisse von Studienleistungen oder Prüfungen eher gut bis sehr gut sei. Ebenfalls  jeweils nur gut ein Drittel der Dritt- und Fünftsemesterstudierenden beurteilen die „Transparenz der Bewertungskriterien“ für Prüfungsleistungen als sehr gut oder eher gut, 36% empfinden die Bewertungskriterien als fair.

Lehrsituation als Gesamteindruck über alle Lehrveranstaltungen hinweg

Ähnlich wie in der ersten Erhebung gibt der überwiegende Teil der Befragten an, das jeweilige Lernziel der Lehrveranstaltungen werde klar definiert (45,8%). Deutlich positiver wird wahrgenommen, dass die Lehrinhalte wie angekündigt innerhalb der Vorlesungszeit vermittelt werden (58,9%).

Mehr als 40% der Studierenden beurteilen Zusammenfassungen und Wiederholungen als übersichtlich. 41% der Studierenden empfinden die Vorlesungen als gut verständlich und treffend, knapp die Hälfte sehen ihre Vorschläge und Anregungen vom Lehrpersonal berücksichtigt.

Weiterhin positiv werden die technische und räumliche Ausstattung sowie die Stimmung und Atmosphäre der Studierenden untereinander und zu den Lehrenden beurteilt. Internetverfügbarkeit, Sachausstattung und Termintreue der Lehrveranstaltungen werden sehr positiv gesehen.

Die inhaltliche Abstimmung zwischen einzelnen Lehrveranstaltungen wird von 70% der Studierenden jedoch als verbesserungswürdig eingestuft. Positiver als bei der ersten Erhebung fällt  die Bewertung der Breite und inhaltlichen Qualität des Lehrangebotes aus. Sie wird von deutlich über der Hälfte aller Befragten (57,5%) als sehr gut oder gut  eingeschätzt.

Zwischen-Fazit nach der zweiten Erhebung 

Insgesamt gesehen haben sich einige wichtige Eckdaten von der ersten zur zweiten Erhebung aus Sicht der Studierenden positiv verändert - nicht zuletzt auch durch inzwischen durchgeführten Maßnahmen wie die neu konzipierte Einführungsveranstaltung ("Mathe0"). Andere Ergebnisse weisen darauf hin, wo es noch Handlungsbedarf gäbe, der im Rahmen des neuen Curriculums ab WS 2011/2012 in Angriff genommen werden sollte.