REN ProV

Regenerative Energie in der Produktion – Organisatorische Voraussetzungen und Implementierung

Die Erhöhung des erneuerbaren Energieanteils in der deutschen Stromproduktion und somit auch die Einspeisung von erneuerbarer Energie aus den unterschiedlichsten Energiequellen wachsen stetig.

Der Anteil der direkten Nutzung dieser erneuerbaren Energie durch z.B. private Haushalte und/oder Gewerbebetriebe (GHD) war 2011/2012 noch nicht sehr groß. Das Forschungsvorhaben REN ProV hat organisatorische Möglichkeiten untersucht, die eine Erhöhung der Direktnutzung von dieser Energie, respektive des Stroms ermöglichen.

100% erneuerbare Energie

Die industrielle Produktion von Gütern ist kommerziell ausgerichtet und wird in Deutschland unter der Annahme einer zuverlässigen und kompletten (zu 100%) Versorgung mit Strom aus dem öffentlichen Versorgungsnetz geplant. D.h. es kommt es größtenteils zu keinem Lastmanagement auf der Seite des Verbrauchers.

Derzeit kann eine 100% - Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu jeder Viertelstunde (96 15 Minutenintervalle á 7 Tage pro Woche) nicht ausreichend gesichert werden, da die Energiekapazität vor Ort limitiert ist.

Der Großteil der erneuerbaren Energiequellen, z.B. Windkraft und Photovoltaik, sind von bestimmten Wetterparametern abhängig und somit fluktuierend und nicht direkt beeinflussbar. Eine Möglichkeit der Versorgung von Produktionsstätten durch erneuerbare Energie ist die Nutzung von Energiespeichern zum Ausgleich zwischen Energiebedarf und –erzeugung (Energieangebot).

Die technischen Möglichkeiten sind limitiert und die Kosten eines ausreichend großen Energiespeichers sind derzeit zu hoch, um diese Möglichkeit für mittelständische Betriebe finanziell tragfähig zu machen.

Produktionsplanungs- und Steuerungssoftware

REN ProV entwickelte eine Produktionsplanungs- und -steuerungssoftware, die mittels eines Algorithmus zur finiten Kapazitätsplanung und unter einer Limitierung der vorhandenen Energiemenge, eine bestmögliche Produktion hinsichtlich Menge und Lieferfähigkeit sicherstellt.

Diese Software bietet dementsprechend unterschiedliche Möglichkeiten:

  1. Ausweitung der Produktionsfenster - beispielweise bei Stromausfällen etc.
  2. Erhöhung der technischen Leistungsgrenze durch Nutzung selbst generierter, erneuerbarer Energien
  3. Höchstmögliche Produktionsmenge bei kompletter netzunabhängiger Nutzung von erneuerbarer Energie

Ansprechpartnerin:

Prof. Dr.-Ing. Agnes Pechmann
Tel.: +49 (0) 4921 / 807 1438
E-Mail: agnes.pechmann|at|hs-emden-leer.de

 

 

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