Tobin's Q

Tobin‘s Q ist eine im Jahr 1968 von James Tobin entwickelte Kennzahl zur Unternehmensbewertung. Der Tobins Quotient soll den Marktwert des Realkapitals relativ zu dessen Reproduktionskosten zum Wiederbeschaffungswert widerspiegeln. Bei einem Tobin’s Q von 1 liegt ein Gleichgewicht von Realkapital und dessen Reproduktionskosten vor, sodass der Marktwert den Wiederbeschaffungskosten von Kapitalgütern entspricht. Ist der Tobin’s Q größer als eins, so ist eine Neuinvestition lohnender als die Geldanlage in bereits bestehende Sachgüter. Solange allerdings ein Tobin’s Q von unter eins vorliegt, sind Investitionen in Realkapital zu Reproduktionskosten vorzuziehen. Als Relation von Börsenwert und Wiederbeschaffungswert stellt der Tobin’s Q einen wichtigen Index für die Nachfrage nach dauerhaften Investitionsgütern dar.[1]
Tobin^' s Q=(Realkapital zum Marktwert)/(Reproduktionskosten zum Wiederbeschaffungswert)



Quellen

[1] Vgl. Anderegg, Ralph (2007): Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik, Oldenbourg Verlag, S.187.