Prospect Theorie

Die Prospect Theorie ist ein wirtschaftswissenschaftliches deskriptives Modell zur menschlichen Verhaltensweise bei Entscheidungen unter Unsicherheit. Mit Hilfe dieses Modells können viele Verhaltensanomalien erklärt werden, also Verhaltensweisen, die mit dem Rationalverhalten nicht vereinbar sind. Dabei wird die Prospect-Theorie in zwei Phasen eingeteilt, der Editing-Phase und der Bewertungsphase.

Die Prospect Theorie unterscheidet sich maßgeblich vom Erwartungsnutzenkonzept in drei Punkten:

1. Der Nutzen einer Handlungsalternative wird nicht am endgültigen Vermögens- oder Wohlfahrtszustand gemessen, sondern an Veränderungen zu einem Referenzzustand.

2. Verluste werden deutlich stärker empfunden als Gewinne und Marktteilnehmer verhalten sich nach einem Verlust deutlich risikofreudiger.

3. Mögliche Ereignisse werden nicht nach ihrer objektiven Wahrscheinlichkeit gewichtet, sondern mittels einer Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion. Diese gewichtet unwahrscheinlichere Ereignisse stärker als sicherere. [1]

Quellen

Verfasser: Jan Fockenbrock