Finanz. Bewertung von Daten (marktwertorientierte Methoden)

„Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von Daten als Treibstoff zur Implementierung von Digitalisierungsstrategien kommt der Steuerung der Unternehmensdatenqualität eine immer größere Bedeutung zu.“ Um eben diese Wertströme zu beziffern haben sich in der Industrie folgende Bewertungsmethoden etabliert: Die marktorientierte, kostenorientierte und nutzenorientierte Bewertungsmethode.

Bei der marktwertorientierten Bewertung von Daten wird der Wert dieser anhand von Marktpreisen für vergleichbare Vermögenswerte abgeleitet. Dabei werden oft Preise von Informationsdienstleistern herangezogen und miteinander verglichen. „Darüber hinaus dient die Ermittlung von Wert-Multiplikatoren pro Datensatz anhand der Verteilung der Marktkapitalisierung börsennotierter Unternehmen mit informations-basierten Geschäftsmodellen häufig zur Ermittlung des Datenbestandwertes anderer Vergleichsunternehmen.“ Informations-basierte Geschäftsmodelle wären in diesem Falle zum Beispiel soziale Netzwerke oder Kundenbindungsdienstleister. Ein großer Nachteil bei marktwertorientierten Methoden ist das zwingende Vorhandensein von aktiven Märkten, sowie deren gegebene Vergleichbarkeit von Daten Bewertungsobjekt. Daher sind diese Methoden meist stark limitiert. [1]

Quellen

  • [1] Vgl. Zechmann, Andreas; Möller, Klaus: Finanzielle Bewertung von Daten als Vermögenswerte. Methode und Anwendung eines nutzenorientierten Ansatzes, in: Controlling – Zeitschrift für Erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung (2016), Nr. 10, S. 558-559

Verfasser: Jan Fockenbrock