Debitorenlaufzeit

Bei der Debitorenlaufzeit handelt es sich um eine Kennzahl, die ausdrückt, wie viele Tage das Unternehmen nach Rechnungsstellung durchschnittlich auf die Bezahlung der Rechnung wartet. Als Debitor werden die Kunden des Unternehmens in der Buchführung bezeichnet, die eine Leistung des Unternehmens in Anspruch genommen haben. In der Regel wird den Kunden/Debitoren bei Rechnungsstellung ein Zahlungsziel (meistens 30 Tage) eingeräumt. Bis der Debitor die Zahlung leistet gilt dieser beim Unternehmen als Schuldner. Die angeforderten Leistungen oder auch Lieferungen werden bei dem Unternehmen bis zur endgültigen Bezahlung als Forderung aus Lieferung und Leistung verbucht und beim Debitor als Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung.
Um die durchschnittliche Dauer der Bezahlung ermitteln zu können wird folgende Kennzahl verwendet:

(Forderung aus Lieferung und Leistung x 360 Tage) / Betriebliche Gesamtleistung

Oder

(Durchschnittliche Forderungen / Umsatzerlöse + MwSt.) x 360

Bsp.  (94,7 Mio. € / 585,48 Mio. €) x 360 = 59 Tage[1] 

In diesem Beispiel würde das Unternehmen im Durchschnitt 59 Tage auf die Bezahlung der Rechnung warten.
Je höher diese Zahl ausfällt, desto mehr eigene bzw. fremde Mittel muss das Unternehmen für weitere Leistungen in Anspruch nehmen. Verbunden damit ist eine höhere Belastung durch Zinsen und der Minderung der Wirtschaftlichkeit.[2]