Bilaterales Clearing

Bilaterales Clearing

Ziel des Clearings als Methode des Cash Managements ist es, abzuwickelnde Transaktionsvolumina durch Nutzung von Verrechnungsmöglichkeiten zu minimieren.

Zu einem bestimmten Stichtag werden hierfür bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten miteinander verrechnet. Das führt dazu, dass nicht mehr jeder offene Posten durch eine Transaktion ausgeglichen werden muss, sondern, dass nur noch die Nettoposten nach der Saldierung einen Zahlungsverkehr erfordern.

Während beim multilateralen Clearing alle konzernzugehörigen Unternehmen, häufig mit Hilfe sogenannter Clearing-Houses, ihre Forderungen und Verbindlichkeiten verrechnen, meint das bilaterale Clearing ein gegenseitiges Verrechnen der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen genau zwei konzernzugehörigen Unternehmen.

Folgende Matrix betrachtet einen Konzern, der aus fünf Unternehmen besteht und zeigt die offenen Forderungen zu einem bestimmten Stichtag von Unternehmen i gegen Unternehmen j.

 

Das Bruttotransaktionsvolumen ohne Clearing beträgt hier 2000 Geldeinheiten.

 

Nach Saldierung der zwei Unternehmen jeweils gegeneinander ergibt sich folgende Matrix der Nettoforderungen.

Das nach Verrechnung verbleibende Transaktionsvolumen ergibt sich als die Hälfte der Summe aller verbleibenden absoluten Nettoforderungen.

Es beträgt also 1400/2=700. Folglich ist erkennbar, dass das ursprüngliche Volumen von 2000 mit Hilfe des bilateralen Clearings auf ein Volumen von 700 reduziert werden konnte.

Verfasser: Marika Baumann

Quelle:Vgl. Blüter, Clemens (2010): Internationale Unternehmensführung, München: Oldenbourg Verlag, S. 176.