Äquivalenzziffernkalkulation

Die Äquivalenzziffernkalkulation ist eine Sonderform der Divisionskalkulation. Ihr Einsatz findet in Mehrproduktunternehmen statt, deren Produkte bezüglich ihrer Fertigungsmaterialien gleichartig sind, aber ungleiche Kosten bei der Be- und Verarbeitung der Produkte verursachen. Das bedeutet, dass in einem Unternehmen zwar von der Art her mehrere unterschiedliche Produkte hergestellt werden, der Produktionsablauf jedoch grundsätzlich gleich ist.[1]

Diese Art der Kalkulation nimmt keine Trennung zwischen den Einzel- und Gemeinkosten vor. Es wird davon ausgegangen, dass die verursachten Kosten der verwandten Produkte in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen. Diese Beziehung wird durch die Äquivalenzziffern ausgedrückt.[2]

Die Kostenunterschiede zwischen den einzelnen Produktsorten treten dadurch auf, dass für verschiedene Sorten unterschiedliche Rohstoffe eingesetzt werden und die Produktion mehr oder weniger intensiv erfolgt.

Es werden zwei Formen der Äquivalenzziffern unterschieden

  • Einstufige Äquivalenzziffernkalkulation
  • Mehrstufige Äquivalenzziffernkalkulation.

Äquivalenzziffern können auf Grund von Verbrauchsmengen, Untersuchungen des technischen Ablaufs der Produktion und anderen Faktoren ermittelt werden. Diese Art der Festlegung der Kennzahlen entspricht am ehesten dem Kostenverursachungsprinzip und ist aus diesem Grund den anderen Formen der Ermittlung der Äquivalenzziffern vorzuziehen.[3]

Quellen

  • [1] Vgl. Däumler, K.-D/Grabe, J.: Kostenrechnung 2, Deckungsbeitragsrechnung, 7. Auflage, Berlin, 2002, S. 305
  • [2] Vgl. Schmidt, Andreas: Kostenrechnung, Grundlagen der Vollkosten-, Deckungsbeitrags- und Plankostenrechnung sowie des Kostenmanagements, 3. Auflage, Stuttgart, 2001, S. 120
  • [3] Vgl. Däumler, K.-D/Grabe, J.: Kostenrechnung 2, Deckungsbeitragsrechnung, 7. Auflage, Berlin, 2002, S. 306

Verfasser: Olga Sankowski