Vollständiger Finanzplan

1. Einleitung

Der Vollständige Finanzplan ist ein Instrument der Investitionsrechnung und Investitionsplanung. Er ersetzt häufig andere dynamische Verfahren, wie den Kapitalwert, den Endwert, die Annuitätenmethode und den Internen Zinsfuß. [1]

Auch statische Verfahren, wie die Kostenvergleichsrechnung, die Gewinnvergleichs- und Rentabilitätsrechnung und Amortisationsrechnung können durch den VOFI ersetzt werden. Das Berechnen der Vorteilhaftigkeit einer Investition steht bei dem sogenannten VOFI im Vordergrund und ist auch dessen Hauptaufgabe. Der VOFI ermöglicht außerdem vollständig neue Ansätze, wie z.B. wechselnde Zinssätze oder die Berücksichtigung von Steuern bei der Berechnung der Vorteilhaftigkeit.

Im Folgenden wird der allgemeine Aufbau des Vollständigen Finanzplans erklärt und vier wesentliche, verschiedene Verfahren erläutert. Innerhalb der zu erbringenden Einzelleistungen wurde ein Excel Template zu dem Verfahren erstellt. Das Template besteht aus dem allgemeinen Aufbau eines VOFIs und den Werten, die zu Beginn gegeben sein müssen. Dann werden durch das Benutzen einfacher Rechnungen und der „Wenn, dann-Funktion“ die Felder so miteinander verknüpft, dass sich der Endwert der Investition und der zusätzliche Endwert der Opportunität beim Ändern der exogenen Werte automatisch berechnet. Zu jedem der Verfahren wird dieses Template mit den dazu passenden Charakteristika eingefügt. Es handelt sich also insgesamt um ein Template, dass sich beim Variieren der exogenen Zahlenwerte automatisch neu berechnet. Da dies in der Worddatei so nicht zu erkennen ist, wird empfohlen in die dazugehörige Excel-Datei zu schauen.

Für das Template wurden die Zahlenwerte zum VOFI Endtilgung ohne Entnahmen und VOFI mit Tilgungen und Entnahmen aus der 2. Auflage „Investition“ von Gerd Schulte verwendet (S. 146-148). Bei den beiden anderen Ausführungen stammen die Zahlenwerte aus dem Vorlesungsmaterial vom WS 2015/2016, aus der Vorlesung Investition und Finanzierung von Herrn Schulte.

Am Ende wird der Vollständigen Finanzplan mit den statischen und dynamischen Methoden vergleichen und beurteilt.

1.1 Allgemeiner Aufbau des Vollständigen Finanzplans

Zu allererst wird bei dem Erstellen eines VOFIs der Sollzins für die Verzinsung des Kredites und der Habenzins für die Verzinsung der Anlagen vorgegeben. Betrachtet man nun die erste Zeile dieses Grundschemas, so sieht man, dass dort die Perioden des Finanzplans eingetragen werden und in der Spalte darunter befindet sich die dazugehörige Zahlungsfolge. Die Zahlungsfolge fängt in der Periode 0 immer mit der Finanzierung der Anfangsinvestition an, somit wird für Periode 0 ein Kredit in bestimmter Höhe benötigt. Unter dem kursiv geschriebenen Punkt „eigene Liquide Mittel“ versteht man das Eigenkapital, das man selber für die Finanzierung bereitstellt, also den Anfangsbestand. Der Unterpunkt „Entnahmen“ gehört auch zum Bereich liquide Mittel und bedeutet lediglich, dass man in einer oder mehreren Perioden Geld entnehmen kann und dies dann im VOFI mitberücksichtigt wird. Darunter kommt der kursivgeschriebene Punkt „Standardkredit“, dessen Unterpunkte bestehen aus der Kreditaufnahme in der Höhe, die zusätzlich zum Eigenkapital (EK) für die Finanzierung noch benötigt wird. Darunter sieht man den Punkt Sollzinsen, die Zinsen die von der Bank auf den Kredit erhoben werden und die Habenzinsen, die die Bank bei Geldanlagen zahlt. Der Finanzierungssaldo beträgt zu jeder Periode 0, da dieser die Zahlungsströme verrechnet mit den Soll- und Habenzinsen, Standardanlagen, Tilgungen und Entnahmen darstellt.

Betrachtet man nun das untere Drittel des VOFIs, so sieht man, dass dieser aus den Bestandsgrößen Kreditstand und Guthabenstand besteht. Aus der Differenz beider Bestandsgrößen wird der Bestandssaldo berechnet. Der Wert, der nach der letzten Periode unten rechts in der Tabelle steht, ist der Endwert der Investition.

Die genaue Berechnung eines VOFIs hängt davon ab, ob es ein VOFI mit Endtilgung ohne Entnahmen, ein VOFI mit Tilgungen ohne Entnahmen, ein VOFI mit Tilgungen und Entnahmen oder ein VOFI mit Endtilgung und Entnahmen ist. Dies wird im weiteren Verlauf erläutert. Natürlich existieren VOFIs, die mehrere Kredite zur selben Zeit beinhalten, dort ist das Rechenschema das Gleiche, jedoch etwas unübersichtlicher, da mit mehreren Krediten und deren verschiedenen Sollzinsen, sowie mit mehreren verschiedenen Anlagen und deren Habenzinsen gearbeitet wird. Auf diesen VOFI wird in meinem Video näher eingegangen.

Des Weiteren, kann man nach Beendigung der Berechnung des VOFIs die Opportunität errechnen. Diese ergibt sich aus der Differenz des Endwerts der Investition und dem Endwert der Opportunität. Zu beachten ist außerdem, um welche Art des VOFIs es sich handelt, da die Opportunität bei einem VOFIs mit Entnahmen anders gerechnet wird.

2. Verschiedene Verfahren des Vollständigen Finanzplans

Im Folgenden werden die vier verschiedenen, oben genannten Verfahren eines Vollständigen Finanzplans erläutert. Das erste Verfahren wird detailliert beschrieben, da die weiteren Verfahren diesem ähneln wird deren Erläuterung verkürzt dargelegt.

2.1 Endtilgung ohne Entnahmen

Dieser VOFI ist rechnerisch der einfachste von den vieren, die erklärt werden. Da bei diesem VOFI keine Entnahmen getätigt werden und der Kredit erst am Ende getilgt wird, sind die Rechnungen hier simpel und verständlich.

In Periode 0 hat man einen negativen Zahlungsstrom, also die Finanzierung der Anfangsinvestition und den Anfangsbestand der eigenen liquiden Mittel. Die Differenz beider Zahlen ergibt dann die benötigte Kreditsumme. Somit hat man unten in der Tabelle einen Kreditbestand, der dem aufgenommenen Kredit entspricht. Der Kreditstand ist in allen Perioden derselbe nur in der letzten Periode ist dieser 0, da er in der letzten Periode vollständig getilgt wird. Da in Periode 0 kein Guthabenstand existiert, den man mit dem Kreditstand verrechnen könnte, entspricht der Bestandssaldo dem Kreditstand.

 In Periode 1 gibt es dann einen positiven Zahlungsstrom. Von diesem werden die Sollzinsen, die auf den Kredit erhoben wurden, abgezogen. Der Wert, der dann übrigbleibt, ist die Geldanlage. Diese wird dann unten in der Tabelle in das Feld Guthabenbestand eingetragen. Um den Bestandssaldo zu erhalten, verrechnet man nun den Guthabenstand mit dem Kreditstand.

In der 2. Periode gibt es einen neuen positiven Zahlungsstrom. Von diesem werden wieder die Sollzinsen des Kredites abgezogen und die Habenzinsen, die vom, in der vorherigen Periode entstandenen, Guthabenstand berechnet wurden, dazugerechnet. Das was dann übrig bleibt ist die neue Geldanlage. Diese Geldanlage wird auf den Guthabenstand aus Periode 1 gerechnet und bildet dann den neuen Guthabenstand in Periode 2. Man verrechnet nun den neuen Guthabenstand mit dem Kredit, um den Bestandssaldo zu erhalten. Dieser kann je nach Werte des Zahlungsstroms bereits positiv sein oder noch immer negativ. Die darauffolgenden Perioden laufen genauso weiter, wie die zweite Periode.

 In der letzten Periode soll in diesem Verfahren der Kredit getilgt werden. In dieser Periode wird nun, wie in den vorhergehenden Perioden, der Sollzins vom Zahlungsstrom abgezogen und der Habenzins der Geldanlage/ des Guthabenstandes dazu gerechnet. Da nun auch der Kredit getilgt wird, wird auch dieser vom Zahlungsstrom abgezogen. Der errechnete Wert kommt diesmal nicht in das Feld der Geldanlage, sondern in das Feld „Auflösung“, da der Kredit aufgelöst wurde. Am Ende wird der Wert aus diesem Feld von dem Guthabenstand der vorherigen Periode abgezogen und das Ergebnis ist dann sowohl der Guthabenstand als auch der Bestandssaldo der letzten Periode, da es keinen Kreditbestand mehr zum Verrechnen gibt. Dieser Wert wird auch Endwert der Investition genannt.

Nun kann man mit dem Endwert der Investition die Opportunität berechnen. Man berechnet die Verzinsung der eigenen finanziellen Mittel mit dem AFZ (mit der gegebenen Periodenzahl und dem gegebenen Zinssatz). Da es keine Entnahmen gibt ist das verzinste EK der Endwert der Opportunität. Dieser wird nun vom Endwert der Investition abgezogen und es bleibt ein positiver oder negativer Wert als Differenz. Dieser Wert wird auch als „zusätzlicher Endwert der Investition (zusätzlicher Endwert d. I.) bezeichnet. Ist der zusätzliche Endwert der Investition negativ, so hätte es sich mehr gelohnt, das Geld bei der Bank anzulegen. Wenn der Wert positiv ist, hat sich die Investition im Vergleich zur Anlage des EKs bei der Bank gelohnt.

2.2 Endtilgung und Entnahmen

 

Die Periode 0 wird in diesem Verfahren genauso berechnet, wie es auch in 2.1 der Fall war. Da hier nun davon ausgegangen wird, dass vor der Endtilgung Geld entnommen wird, werden in den darauffolgenden Perioden die jeweiligen Beträge der Entnahme eingetragen, diese können variieren.

In Periode 1 werden dann ähnlich zu 2.1 vom positiven Zahlungsstrom die Sollzinsen des Kredits abgezogen. Da eine Entnahme ebenfalls eine negative Zahlung ist, wird auch diese vom Zahlungsstrom subtrahiert. Der Wert, der dann übrigbleibt, entspricht der Geldanlage und wird ebenfalls zum Guthabenstand hinzugerechnet. Nun verrechnet man den Kredit wieder mit dem Guthabenstand und erhält einen Bestandssaldo.

Periode 2 verläuft genauso, wie in 2.1 nur, dass nun auch neben den Sollzinsen die Entnahmen vom Zahlungsstrom abgezogen werden und natürlich die Habenzinsen der Geldanlage dazugerechnet werden. Die weiteren Perioden werden genauso gerechnet, wie Periode 2.

Auch die letzte Periode ist fast identisch mit der aus 2.1. Hier wird neben der Auflösung des Kredites lediglich noch ein letztes Mal eine Entnahme getätigt, die berücksichtigt werden muss.

Beim Berechnen der Opportunität werden von der Verzinsung der eigenen finanziellen Mittel die verzinsten Entnahmen, die mit dem REF (mit der gegebenen Periodenzahl und dem gegebenen Zinssatz) berechnet wurden, abgezogen und es entsteht der Endwert der Opportunität. Dieser wird dann vom Endwert der Investition abgezogen und das Ergebnis zeigt dann den zusätzlichen Endwert d. I. . Im Bestfall sollte dieser positiv sein.

2.3 Tilgungen ohne Entnahmen

 

Im Gegensatz zu 2.1 und 2.2 gibt es hier nun keine Endtilgung. Der Kredit wird in zwei oder mehr Perioden zu einem beliebigen Zeitpunkt getilgt. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass wenn ein Teil des Kredites in einer Periode getilgt wurde, man den Sollzins nur noch vom Restbetrag des Kredites berechnet. Da es mehrere Tilgungen gibt bleibt auch die Zeile der „Auflösung“ leer, da der Kredit nicht in einem Zuge aufgelöst wird.

Alles in allem ist der Rechenvorgang genau wie bei 2.1 und 2.2. Vom Zahlungsstrom wird immer der Sollzins abgezogen und der Habenzins dazu addiert (sofern eine Geldanlage existiert). Sofern es in einer Periode zu einer Kredittilgung kommt wird auch diese vom Zahlungsstrom abgezogen. Nach Abzug und Zurechnen aller Werte entsteht dann wieder eine Geldanlage, die im Guthabenstand eingetragen und mit dem Kreditbestand verrechnet wird und den Bestandssaldo bildet. Wenn in einer darauffolgenden Periode wieder eine Geldanlage entsteht, wird diese zum vorherigen Guthabenstand dazugerechnet. Der Wert wird dann wieder mit dem Kreditstand/ Restbetrag des Kredites verrechnet bis man die letzte angegebene Periode erreicht hat und man den Endwert der Investition erhält.

Beim Berechnen der Opportunität wird auch hier wieder der Endwert der Opportunität (da es keine Entnahmen gibt ist es hier wieder nur die Verzinsung der eigenen finanziellen Mittel) vom Endwert der Investition abgezogen.

 

2.4 Tilgungen mit Entnahmen

Wie in 2.3 wird hier der Kredit zu beliebig festgelegten Zeitpunkten getilgt, doch hier kann es nun sein, dass es parallel zu Entnahmen von Geld kommt oder in einer Periode Geld entnommen wird und in einer anderen der Kredit zu einem Teil getilgt wird. Dieses Verfahren ist das komplexeste der vier und ähnelt 2.2 und 2.3 sehr, da es die Entnahmen aus 2.2 und die Tilgungen aus 2.3 enthält. Hier muss vom Zahlungsstrom immer sowohl die Entnahme, als auch die Tilgung abgezogen werden, wenn sie in einer Periode auftreten. Wie in allen vorherigen Verfahren wird auch der Sollzins (welcher vom Kredit oder nach einer Tilgung vom Restbestand des Kredites berechnet wird) abgezogen und der Habenzins dazugerechnet (sofern eine Geldanlage existiert). Auch ist aus den in 2.3 genannten Gründen die Zeile „Auflösung“ leer. Wenn man nach diesem Schema bis zur letzten Periode weiterrechnet erhält man auch hier am Ende den Endwert der Investition.

 Beim Berechnen des Endwertes der Opportunität muss man nun wieder die Entnahmen beachten, die mit dem REF (mit der gegebenen Periodenzahl und dem gegebenen Zinssatz) berechnet und von den verzinsten eigenen finanziellen Mitteln subtrahiert werden. Wie bei den anderen drei Verfahren wird nun wieder der Endwert der Opportunität vom Endwert der Investition abgezogen und man erhält den zusätzlichen Endwert d. I. .

3. Beurteilung und Vergleich mit statischen und dynamischen Methoden

 

Der Vollständige Finanzplan vermeidet die „Fehler“ der statischen und dynamischen Methoden der Investitionsrechnung und liefert ein eindeutiges Ergebnis.

Bei der statistischen Methode handelt es sich um Kosten und Leistungen, dies bedeutet, dass die mit einer Investition verbundenen Ausgaben und Einnahmen periodisiert und „verdurchschnittlicht“ werden. Dies sorgt dafür, dass es aussieht, als ob über die gesamte Nutzungsdauer einer Investition konstante Kosten und Leistungen anfallen. Dies ist eine unrealistische Annahme. Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt an den statischen Methoden ist die fehlende Berücksichtigung von Zahlungszeitpunkten. Es werden z.B. heute fällige Anschaffungsausgaben und der am Ende der Nutzungsdauer erzielbare Liquidationserlös gleichbehandelt, indem sie als Kosten periodisiert werden. Bei einer langen Nutzungsdauer, ist diese Annahme, die Zins- und Zinseszins-Effekte nicht berücksichtigt, nicht geeignet, um die Vorteilhaftigkeit einer Investition realistisch einzuschätzen.[1]

Bei den dynamischen Methoden wird von Einzahlungen und Auszahlungen ausgegangen. Im Vergleich zu den statistischen Methoden werden hier Zahlungszeitpunkte und Unterschiede im zeitlichen Auftreten der Zahlungen berücksichtigt. Hauptfehlerquelle ist bei diesen Methoden der Kalkulationszinsfuß, da dieser auch der wichtigste Einflussfaktor bei der Bewertung der Vorteilhaftigkeit einer Investition ist. Um die Höhe des Kalkulationszinsfußes ermitteln zu können, gehen die dynamischen Methoden von einem vollkommenen Kapitalmarkt aus. Auf einem vollkommenen Kapitalmarkt ist Geld nie knapp, Kredite sind immer verfügbar, der Zins immer unverändert und der Sollzinssatz entspricht dem Habenzinssatz. Bei identischem Zinsfuß ist es egal, ob durch Geldanlagen Habenzinsen erwirtschaftet oder durch Tilgung von Krediten Sollzinsen eingespart werden. Bei Interpretation und Verwendung der Methoden ist das zu berücksichtigen, kann aber zu Fehlern führen. Für die Beurteilung einer Investition kann es auch interessant und hilfreich sein, mehrere Kreditangebote oder Einlagen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Investitionsalternative vergleichen zu können, so wie es der VOFI kann. Dies ist mit dem Kalkulationszinsfuß nur bedingt möglich. Außerdem ist das Einbeziehen von Steuern, die auf Grund einer erfolgreichen Investition gezahlt oder zu Beginn einer Investition erspart werden, durch den Kalkulationszinssatz nicht möglich. Die Abhängigkeit der dynamischen Methode vom Kalkulationszinsfuß ist also die größte Fehlerquelle. [2]

Im Gegensatz zu den statischen und dynamischen Methoden besteht beim VOFI die Möglichkeit, reale Zinssätze zu verwenden, und so Ergebnisse zu erzielen, die realistischer sind. Die Zinssätze können auch im Zeitverlauf variabel sein. Außerdem gibt der VOFI Zusatzinformationen über Entnahmemöglichkeiten und Entnahmezeitpunkte an. Dadurch erleichtert er die Liquiditätsplanung. Natürlich löst auch der VOFI ein grundsätzliches Problem nicht, denn auch hier müssen gegebene Daten vorliegen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Sind diese Daten fehlerhaft, so ist die errechnete Vorteilhaftigkeit gefährdet. Außerdem kann der VOFI schon in der Planungsphase im Rahmen der Sensitivitätsanalyse leicht die Bedeutung verschiedener Variablen deutlich machen. Denn bei der Sensitivitätsanalyse geht es darum, zu schauen, wie empfindlich ein Rechenergebnis bei der Variation der gegebenen Daten, wie Zahlungsreihe, Zinssatz, Kreditstand, Entnahmen, Tilgungen und EK, ist.[3]

Einziger Nachteil des VOFIs kann die Schwierigkeit und der große Aufwand der Aufstellung sein. Doch mit der weiten Verbreitung von Tabellenkalkulationsprogrammen ist dieser Nachteil nur als sehr gering anzusehen. Das Erstellen einer Tabellenkalkulation ist zwar am Anfang aufwändig, doch ist diese einmal erstellt ändert man bloß die gegebenen Daten und es wird automatisch gerechnet. [4]


4. Fazit

Auch wenn der vollständige Finanzplan transparent und realistisch ist, bietet es sich an für kleinere und kurzfristigere Investitionsalternativen die dynamischen oder die statischen Verfahren der Investitionsrechnung anzuwenden, um nicht immer einen komplexen VoFi aufstellen zu müssen. Bei kurzfristigen oder kleinere Investitionsalternativen sind die Abweichungen meist so gering, dass im Sinne einer wirtschaftlichen Aufgabenerledigung die am wenigsten aufwendige Methode gewählt werden sollte. Hat man jedoch vor eine langfristige Investition zu tätigen sollte man auf den VoFi zurückgreifen, da dieser nicht nur einen besseren und detaillierteren Überblick bietet, sondern auch problemlos durch steuerliche Entscheidungskonsequenzen erweitert werden kann. So liefert dieser ein größeres und realistischeres Bild der finanziellen Situation von Beginn der Finanzierung der Investition bis zur letzten Periode.

5. Quellenverzeichnis

6. Literaturverzeichnis

  • - Gerd Schulte, Investition (Investitionscontrolling und Investitionsrechnung) 2. Auflage 2007
  • - tbw-ma.verbundstudium.de/faecher/DervollstndigeFinanzplan-Artikel.pdf
  • Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel / Dipl. Verwaltungsbetriebswirt (FH) Andreas Meßmann, Artikel zum Vollständigen Finanzplan
  • - www.controllingportal.de/Fachinfo/Investitionsrechnung/Vollstaendiger-Finanzplan-VoFi.html
  • - Vorlesungsmaterial der Vorlesung Investition und Finanzierung im WS 2015/2016 der Hochschule Emden/ Leer bei Herrn Schulte

Verfasser: Marina Geier