Fixkostenmanagement

Inhaltsverzeichnis

1. Definition

2. Was sind Fixkosten

3. Problem der Fixkosten

4. TCW-Methode

5. Ergebnis 

6. Quellenverzeichnis

7. Literaturverzeichnis

1. Definition

Beim Fixkostenmanagement werden die Fixkosten so angeordnet, dass sie im Unternehmen eine besonders vorteilhafte Rolle einnehmen. Darum betreiben Unternehmen das Fixkostenmanagement. Außerdem wird dadurch die Transparenz der Fixkosten und der gesamten Kosten weiter gesteigert. Um die gesetzten Ziele dieser Methode zu erreichen, müssen folgende Informationen gesammelt werden:
•    Welche Verträge sind entstanden?
•    Wie lange ist das Unternehmen an den Verträgen gebunden?
•    Welche Fristen sind einzuhalten?
•    Können Fixkosten aus Eigentum entstehen?
•    Wie hoch ist die Nutzungsdauer des Eigentums?
Wenn das Unternehmen diese Informationen gesammelt hat, wird deutlich, ob es überhaupt möglich ist die Fixkosten flexibler zu gestalten oder sogar abzubauen.[1] Diese Informationen erhält das Unternehmen in Form von Datenbanken.[2]
Anhand der oben genannten Punkte ist eine regelmäßige Überwachung der abgeschlossenen Verträge notwendig. Somit kann das Unternehmen nicht mehr benötigte Verträge oder nicht vollständig genutzte Vertragsleistungen rechtzeitig und fristgerecht kündigen. Dazu empfiehlt es sich, eine Tabelle über alle bestehenden Verträge anzufertigen.
 

Beim Fixkostenmanagement werden die Fixkosten hinsichtlich ihrer Reduzierbarkeit in drei Klassen eingeteilt:
1.    Reduzierungszeitraum < 6Monate
2.    Reduzierungszeitraum 6 Monate bis 1 Jahr
3.    Reduzierungszeitraum > 1 Jahr[3]

Abbildung 1: abgeschlossene Verträge

2. Was sind Fixkosten

Zunächst muss geklärt werden, worum es sich bei Fixkosten handelt. Bei den Kosten eines Unternehmens unterscheidet man zwischen variablen und fixen Kosten.
 
Bei variablen Kosten besteht eine starke Abhängigkeit zu der produzierten Menge. Das heißt je mehr ein Unternehmen produziert, desto höher sind die Kosten. Als Beispiele hierfür wären Rohstoffe. Je mehr Produkte hergestellt werden, desto mehr Rohstoffe werden benötigt. Somit steigen die Rohstoffkosten mit steigender Produktion. Im Gegenzug dazu werden die fixen Kosten betrachtet. Diese sind unabhängig von der produzierten Menge. Das bedeutet, dass diese Kosten auch entstehen, wenn das Unternehmen kein einziges Produkt herstellt. Als Beispiel hierfür wäre die Miete der Produktionshalle. Die Miete muss gezahlt werden, egal ob etwas produziert wird oder nicht. Ein weiteres Beispiel wäre das Gehalt eines Abteilungsleiters. Dieser erhält im Monat eine festgelegte Vergütung, unabhängig von der hergestellten Menge.

Abbildung 2: Aufteilung der Gesamtkosten

3. Problem der Fixkosten

Ziel des Fixkostenmanagements ist die Reduzierung der Beschäftigungsrisiken, welches charakterisiert ist durch die unsichere Kostenflexibilität und den unsicheren Erlösen. Allerdings bietet die herkömmliche Kostenrechnung nur wenige Informationen über das so genannte Reaktionsvermögen des Unternehmens. Somit sollen durch das Fixkostenmanagement einerseits die Kostentransparenz erhöht und die Gestaltung des Fixkostenblocks im Zeitverlauf optimiert werden.
Dabei legt man den Fokus auf die Auf- und Abbaubarkeit der Fixkosten unter Betrachtung eines festgelegten Zeitraums. Fixkosten können nur durch drastische und explizite Unternehmensentscheidungen geändert werden. Beispiele hierfür wären Kündigung eines Mietvertrags oder Verkauf von Maschinen. Aufgrund dessen braucht das Fixkostenmanagement Informationen, die schon in Kapitel 1 genannt wurden.[4]

4. TCW-Methode

Anhand von 10 Kernfragen wird ein spezifisches Konzept für das Fixkostenmanagement gestaltet. Diese werden zusammen mit Vertretern aus den einzelnen Fachbereichen der Unternehmen bearbeitet.

 
Bei der Abarbeitung der Kernfragen zur Gestaltung des Fixkostenmanagements werden 5 Module beachtet.

 
Im ersten Modul werden alle Arbeiten, die im Vorfeld erledigt wurden überprüft, bewertet und auf das Wesentliche reduziert. Außerdem werden aktuelle Strukturen, Abläufe, Systeme und Erfolge analysiert.
Im zweiten Modul werden die Ergebnisse bewertet und die Kostenstrukturen werden mit Lösungsansätzen von anderen Unternehmen verglichen. Dabei beschränkt man sich auf die Best-Price Lösung aus verschiedenen Branchen. Somit kann sich das Unternehmen einen guten Vorsprung gegenüber den Konkurrenten sichern, da diese meist nur Branchenintern vergleichen. Die nun ermittelten Ergebnisse werden intern diskutiert und dann mit den eigenen Zielvorgaben verglichen und Ansatzpunkte für das Fixkostenmanagement werden abgeleitet.
Beim dritten und vierten Modul werden dann die einzelnen Konzepte ausgearbeitet, speziell nach den einzelnen Fixkostenträgern und den Funktionsbereichen. Unternehmensleistungen werden den Zielgruppen zugeordnet und mit konkreten Maßnahmen und dem Potential verbunden. Bei diesem Konzept bezieht sich die TCW-Methode nicht nur auf die kurzfristige, sondern auch auf die langfristige Betrachtungsweise. Dabei sollte allerdings der regelmäßige Vergleich mit anderen Unternehmen nicht vernachlässigt werden. Am Ende dieser Module entstehen ein ausführliches Fixkostenkonzept, detaillierte Maßnahmen und Umsetzungspläne für die spätere Verwirklichung.
Im fünften und letzten Modul werden alle vorhergehenden Schritte immer weiter kontrolliert, um sich stetig zu verbessern.[5]

Abbildung 3: TCW-Methode

Abbildung 4: 5 Module des Fixkostenmanagements

5. Ergebnis

Die TCW-Methode baut in erster Linie auf die Nachhaltigkeit ihrer Ergebnisse. Dies ist dann besonders wichtig, wenn viele, vor allem große, Veränderungen im Unternehmen vorgenommen werden. Die bisherigen Versuche zeigen, dass ein riesiges Potential vorhanden ist, speziell was Kosten- und Variabilisierungsmethoden angeht. Des Weiteren haben diese Maßnahmen gezeigt, dass sie sowohl entlang der Supply-Chain Verbesserungen mit sich bringt, als auch bei internen Prozessen und der Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen.[6]

Abbildung 5: Effekte des Fixkostenmanagements

6. Quellenverzeichnis

[1] Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Fixkostenmanagement (Stand: 01.01.2017).

[2] Vgl.: Lachnit, Müller: Unternehmenscontrolling, 2012, S. 102-103.

[3] Vgl.: Frodl: Kostenmanagement und Rechnungswesen im Gesundheitsbetrieb, 2011, S. 119 ff,

[4] Vgl.: Lachnit, Müller: Unternehmenscontrolling, 2012, S. 102-103.

[5] Vgl.: www.tcw.de/beratungsleistungen/organisation/fixkostenmanagement-383 (Stand 01.01.2017).

[6] Vgl.: www.tcw.de/beratungsleistungen/organisation/fixkostenmanagement-383 (Stand 01.01.2017).

 

 

7. Literaturverzeichnis

Literaturquellen:

Lachnit, Müller: Unternehmenscontrolling, 2012, S. 102-103.

Frodl: Kostenmanagement und Rechnungswesen im Gesundheitsbetrieb, 2011, S. 119 – 124.

Internetquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fixkostenmanagement: [Stand: 01.01.2017].

http://www.tcw.de/beratungsleistungen/organisation/fixkostenmanagement-383: [Stand: 01.01.2017].