Cash Management

1. Einführung Cash Management

Der Begriff Cash Management beschreibt in der Betriebswirtschaftslehre einen Begriff im Finanzmanagement. Ein Synonym für den Begriff Cash Management ist zum Beispiel der Begriff Liquiditätsmanagement. Das Cash Management behandelt alle Maßnahmen, die dazu nötig sind, um kurzfristige Finanzdispositionen im Unternehmen zu tätigen. [1]

Das vorrangige Ziel eines erfolgreichen Cash Managements ist die Wahrung der Liquidität zu jedem Zeitpunkt. Das zweite, fast genauso wichtige Ziel des Cash Managements ist es, die liquiden Mittel so zu verteilen, anzulegen oder umzuschichten, damit eine maximale Rentabilität und hohe Effizienz des Unternehmens erreicht wird[2] . Cash-Management ist die Treasury[3] -Funktion eines Unternehmens, die verantwortlich für die Erreichung einer optimalen Effizienz der zwei Schlüsselbereiche Forderungen und Verbindlichkeiten abdeckt: Zum einem Forderungen, welche sich mit dem Bargeldzufluss beschäftigt und zum anderen die Verbindlichkeiten, die sich mit dem Bargeldabfluss beschäftigen. [4] Nicht nur die reine Finanzverwaltung ist Hauptaufgabe des Cash Managements sondern eine aktive und zielorientierte Steuerung der Liquidität. Ziel des Cash Managements ist es, sicher zu stellen, dass das Unternehmen zu jedem Zeitpunkt zahlungsfähig ist und bleibt. [5]

Sollte ein Unternehmen nicht liquide sein, droht die Insolvenz für das Unternehmen. Um ein gutes Cash Management zu betreiben und das oberste Ziel der Liquidität zu bewahren, ist es zudem wichtig, die Cash Bestände effizient in kurzfristige Anlageformen zu investieren.[6]  Erfolgreiches Cash Management ist insbesondere für kleine Unternehmen wichtig, da diese in der Regel weniger Zugang zu guten Krediten haben und hohe Anschaffungskosten sowie Investitionen verwalten müssen, während sie auf den Zahlungseingang von Forderungen warten. Des Weiteren ermöglicht ein kluges Management des Bargeldes es einem Unternehmen, immer auf unerwartete Ausgaben vorbereitet zu sein, wie zum Beispiel die Aufgabe der Lohnverteilung. [7]

1.1 Aufgaben des Cash Managements

Um das oberste Ziel der Liquidität zu erreichen müssen weitere Unterziele des Cash Managements verfolgt werden. Darunter fällt zum Beispiel die Senkung der Kosten der Liquiditätsbereitstellung; dies kann unter anderem durch eine Minimierung des erforderlichen Liquiditätsbestandes passieren oder durch die Vermeidung kurzfristiger Beschaffung liquider Mittel zu ungünstigen Konditionen. Dies ist vor allem wichtig für kleine Unternehmen, insbesondere, wenn sie sich in der Gründungsphase befinden, da sie hohe Anfangskosten und Auszahlungen haben und es schwer für sie ist, an Fremdkapital in Form von zum Beispiel Krediten zu kommen.

Ebenso ist es Ziel des Cash Managements Bargeldprobleme schnellstens zu erkennen, bevor sie entstehen, oder sie schnellstmöglich zu lösen, wenn sie nicht mehr zu verhindern sind. Weitere wichtige Aufgaben des Cash Managements sind:

•             Hilft bei der Planung von Investitionsvorhaben.

•             Stellt auch sicher, dass das Unternehmen über ausreichende Barmittel während der Spitzenzeiten für den Kauf von zum Beispiel Waren oder für andere Zwecke verfügt.

•             Hilft, obligatorische Cash-out-Flows zu erfüllen, wenn sie fällig sind.

•             Hilft, wenn nötig, externe Finanzierungen zu günstigen Konditionen zu vereinbaren.

•             Hilft dem Unternehmen in den Genuss von Rabatt, Sonderkäufe und Geschäftsmöglichkeiten zu kommen.

•             Hilft, überschüssiges Bargeld für kurze oder langfristige Zeiträume zu investieren, um die Leerlauf-Fonds voll beschäftigt zu halten.

Eine weiter wichtige Aufgabe ist die klare finanzielle Kommunikation. Es ist die Aufgabe des CFO, dem Finanzchef einen klaren Weg für die Kommunikation für die Organisation für jede Frage im Zusammenhang mit Cash Management. Dies erfordert eine direkte Kommunikation zu den Abteilungsleitern. Viele Treasurer erstellen die Cash Flow Statement (ein Cash-Budget) als eine Möglichkeit, Änderungen im Cash-Flow an interne und externe Stakeholder weiterzuleiten. Dies hilft auch bei der Prognose von Bargeldauszahlungen. [8]

1.2 Begriffe des Cash Managements

1.2.1      Risikomanagement

Das Risikomanagement behandelt alle Prozesse und Verhaltensweisen, die darauf abgestimmt sind, ein Unternehmen im Bezug Risiken zu steuern. Jede Tätigkeit, die eine Unternehmen tätigt, ist zwangsweise mehr oder weniger mit Risiken verbunden. Diese können ein Unternehmen negativ beeinflussen angesichts ihrer Zielsetzung und Erreichung. Die Aufgabe des Risikomanagements ist es diese Gefahren möglichst schnell und früh zu erkennen. Nachdem Erkenntnisse daraus geschlossen sind, ist es möglich, die Probleme zu lösen oder sie schon zu vermeiden bevor sie entstehen. [9]

Ein effektives Cash Management kann zum einen die Auffindung der kritischen Faktoren unterstützen und helfen, sie schnellstens zu eliminieren.

 

1.2.2      Der Liquiditätsstatus

Ein Liquiditätsstatus wird dazu erstellt, um die gegenwärtige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens festzustellen oder mögliche Ungleichgewichte zwischen den Geldkonten aufzudecken. Dabei spiegelt der Liquiditätsstatus die tagesaktuelle Darstellung der liquiden Mittel, die zur Sicherung der Liquidität und der Gelddispositionen zur Verfügung stehen.

Für die Ermittlung des Liquiditätsstatus sind unter anderem Informationen über kurzfristig zu erwartende Zahlungseingänge aus Forderungen bzw. -ausgänge aus Verbindlichkeiten von Bedeutung. Die Zusammenführung dieser zu erwartenden Zahlungsein- bzw. -ausgänge ist im tagesaktuellen Liquiditätsstatus zu sehen.

2. Quellenverzeichnis

[1] Vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de

[2] Vgl. Kracilek (1993), S. 161.

[3] Unter Treasury versteht man die Erfassung und Steuerung zahlungsstromorientierter Finanzmittel zur Innen- und Außenfinanzierung. Vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de

[4] Vgl. www.investopedia.com

[5] Vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de

[6] Vgl. www.extra-funds.de

[7] Vgl. www.investopedia.com

[8] Vgl. www.accountlearning.blogspot.de

[9]  Vgl. www.risknet.de