Optimizing Vessel Condition

Das Ziel des Projektes ist es ein möglichst praktikables Konzept zu erstellen, das einen optimalen Trimmzustand in Hinblick auf die Treibstoffreduzierung ermöglicht. Dieses Konzept sollte für alle „sinnvollen“ Ladungszustände Ballastierungsbedingungen enthalten, die zu einem minimalen Treibstoffverbrauch führen.

Die Praktikabilität des Systems stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, so dass eine Akzeptanz und Verwendung durch die Besatzung garantiert werden kann. Zusätzlich sollen Randbedingungen, wie z.B. eine ausreichende Stabilität des Schiffes oder die Vermeidung des Eintauchens des Heckspiegels, berücksichtigt werden.

Im Zuge der anschließenden Validierung des Konzeptes im Rahmen von Messfahrten soll zudem untersucht werden, ob die ermittelten Daten auch für eine Prognose der Rauigkeit durch Bewuchs auf der Außenhaut verwendbar sind. Durch den Bewuchs steigt der Treibstoffverbrauch an. Hier gilt es eine Säuberung der Außenhaut sinnvoll zu planen und zu prognostizieren.

Ebenso sind Leistungsverluste am Propeller zu erwarten, wenn er durch Kavitation und Bewuchs eine zu raue Oberfläche bekommen hat. Hier soll mit Hilfe von Akustik an einem Labormodell untersucht werden, ob ein Bewuchs an der Propelleroberfläche akustisch in ein Prognose Modell zur Propelleraufbereitung sinnvoll einbinden lässt.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen in einem Konzept zur zustandsorientierten Instandhaltung (Condition Based Maintenance) des Systems Schiff als Gesamtheit zusammengeführt werden, um einen für alle Parteien vorteilhaften, nachhaltigen, sicheren und umweltfreundlichen Schiffsbetrieb zu ermöglichen.

Das Projekt MariGreen wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des niederländischen Wirtschaftsministeriums (Ministerie van Economische Zaken), des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk und der Provinzen Drenthe, Flevoland, Friesland, Gelderland, Groningen, Noord-Brabant und Overijssel kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programm-Management INTERREG bei der Ems Dollart Region (EDR).