Kläranlagen als Energiespeicher

Kommunale Kläranlagen als Energiespeicher

Die Konzepte zur Energiewende auf Bundes- und Landesebene sehen einen starken Ausbau regenerativer Energien mit Schwerpunkt auf Windenergie und Photovoltaik vor. Wesentliche Herausforderung besteht dabei in der fluktuierenden Bereitstellung. Diesem Problem kann damit begegnet werden, dass man den Betrieb einer Anlage an die Energieverfügbarkeit knüpft. Zudem ist der Aufbau nachhaltiger Speichertechnologien erforderlich.

Im Rahmen des Projektes soll die Eignung kommunaler Kläranlagen als Energiespeicher untersucht werden. Es sollen zwei Ansätze betrachtet und gemeinsam bewertet werden:

  • Kann der Betrieb an die fluktuierende Energiebereitstellung angepasst werden („prozessintegrierte Speicherung“)?
  • Kann die Anlage sinnvoll mit der Power-to-Gas Technologie kombiniert werden („end-of-pipe Speicherung“)?

Schlüssel ist die Erstellung eines durchgängigen, zuverlässigen und dynamischen Modells des Gesamtprozesses zur Prozessentwicklung und –optimierung nach ökologischen und ökonomischen Aspekten. Im Anschluss an das Projekt erfolgt eine Umsetzung durch die Projektpartner. Die Implementierung bietet sich in der Region Ostfriesland an, da hier viele Windkraftanlagen vorhanden sind und mit einem starken Ausbau zu rechnen ist. Eine regionale Speicherung entlastet den Netzausbau. Die am Beispielprozess gewonnen Daten und Erfahrungen eröffnen ein wichtiges Feld der regionalen Entwicklung, da eine Nutzung und Speicherung der Energie vor Ort einen verminderten Netzausbau erfordert. Das Projekt ermöglicht die modellgestützte Entwicklung nachhaltiger Energieketten unter Berücksichtigung der Angots- und Nachfragesituation und verspricht einen deutlichen Nutzen für die Umwelt.

Weitere Informationen: Pressemitteilung der Hochschule

Projektdaten

Laufzeit: 01.11.2012 - 31.10.2014

Partner: Stadtwerke Emden, BEE Emden, Thalen Consult, ibis Umwelttechnik, Gesellschaft für Abwasserberatung

Förderung durch: Europäischer Strukturfonds (EFRE), Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen

Kontakt bei EUTEC:Prof. Dr. Sven Steinigeweg B.Eng. Peter Herrmann