Schwermetalle im Klärschlamm

Untersuchung von Schwermetallen in kommunalen Kläranlagen unter Berücksichtigung der Metallanreicherung an Belebtschlämmen

Untersucht wurde das Verhalten von Cu und Zn in einer zur weitergehenden Abwasserreinigung ausgelegten kommunalen Kläranlage. An Belebtschlämmen verschiedener Herkunft und Zusammensetzung wurden die Biosorption von Cd und Cu vergleichend betrachtet, die Anreicherungsmechanismen charakterisiert sowie der Einfluß von Exopolysacchariden auf die Anreicherung geprüft. Im Zulaufder Kläranlage lag eine überproportional hohe Cu- (249 myg/l) und eine mittlere Zn-Belastung (343 myg/l) vor. Die Metallrückhaltung variierte metall- und verfahrensspezifisch. 86 % (Cu) rsp. 96 % (Zn) der Metalleinträge wurden mit dem Klärschlamm, 4 % (Cu) rsp. 10 % (Zn) mit dem geklärten Abwasser abgeführt. Die Abbildung der Cu- und Zn-Stoffströme der kommunalen Kläranlage inklusive ihrer internen Teilströme war vollständig. Die gezielte Anreicherung von Cd und Cu an Belebtschlämmen verschiedener Herkunft ergab neben sehr hohen Beladungskapazitäten (0,33 - 1,38 mol/kg TS) eine schlammspezifische Prägung des Adsorptionsverhaltens, der Anreicherungsmechanismen und Bindungsformen. Die Ursache dafür konnte stofflichen Unterschieden der Schlämme, insbesondere der Exopolysacchariden, zugeordnet werden.

 

Kontakt bei EUTEC: Prof. Dr. Michael Schlaak, Prof. Dr. Eike Siefert

Projektdaten

Laufzeit: 1998 - 2001

Partner: Stadt Emden, Universität Oldenburg

Förderung: Land Niedersachsen