Biobeet

Optimierung des Nährstoffhaushaltes in einem Wassersystem. Ein Teilprojekt des Water-City Projektes der Stadt Emden

Auf dem Gelände der Fachhochschule Emden wurde eine Anlage zur Behandlung von nährstoffreichen Wässern installiert und betrieben. In der Anlage wurden die in dem das Fachhochschulgelände durchfließenden Kanalsystem enthaltenen Nährstoffe durch Pflanzen und bakterielle Aktivitäten aufgenommen und abgebaut. Es konnte gezeigt werden, dass ein derartiges System in der Lage ist die Nährstoffgehalte eines Wassersystems entscheidend zu minimieren. Nitrit und Phosphat konnten praktisch vollständig, Nitrat zu ca. 50 % eliminiert werden. Weitere Verbesserungen der Abbauleistung sind zu erwarten, da die Bepflanzung und zum Teil auch die bakterielle Besiedelung der Anlage erst nach einigen Jahren optimal etabliert ist. Eine praktikable Problemlösung für den aktuellen Standort stellt die Anlage jedoch nicht dar, da mit Durchflussraten von ca. 2 cbm/h nur ein Bruchteil der tatsächlich anfallenden Wassermengen von bis zu 150 cbm/h behandelt werden kann. Bei ausreichender Fläche ist jedoch – nach entsprechendem scale-up des Anlagenkonzepts – auch die Behandlung größerer Mengen nährstoffreicher Wässer mit einem derartigen System durchführbar. Für eine Lösung der Standortproblematik scheint nach jetzigem Kenntnisstand nur eine, zumindest teilweise, Abkopplung des durch die Wohngebiete führenden Kanalsystems von der direkten kontinuierlichen Versorgung durch das Larrelter Tief und damit von der kontinuierlichen Nachlieferung von Nährstoffen sinnvoll. Denkbar wäre diesbezüglich die Einleitung von Regenwasser in das Kanalsystem.

Weitere Informationen: WCI Projektbericht

Kontakt bei EUTEC: Prof. Dr. Michael Schlaak

Projektdaten

Laufzeit: 2003 - 2007

Partner: Stadt Emden, Ingenieurbüro Dr. Gätje

Förderung: EU, Stadt Emden