Aufarbeitung von Klärschlamm

Bodensanierung durch Kombination der Phytoextraktion mit der Elektrokinetik

Es wird die Anwendung der Phytoremediation und die elektrokinetisch unterstützte Phytoremediation in der Aufarbeitung des Faulschlamms aus biologischen Kläranlagen  diskutiert. In biologischen Kläranlagen fallen Klärschlämme an, deren Biomasse teilweise erhebliche Konzentration von SM enthält (Zn, Cu, Pb, Cd,…). Dieser Klärschlamm wird in der Regel einem Faulturm zugeführt, in dem ein Teil der Biomasse in einem anaeroben Prozess in Faulgas (Biogas) umgewandelt wird. Der Rest, der Faulschlamm, muss entsorgt werden. Da er zum einen Pflanzennährstoffe (N, P) enthält, zum anderen auch SM ist die Aufbringung auf Felder in der Landwirtschaft problematisch. Ein anderer Weg, der von der Emder Kläranlage beschritten wird, ist eine Aufarbeitung des Faulschlamms in „Vererdungsbeeten“. Hier wird der Faulschlamm in große  Becken gepumpt, das Sickerwasser aus diesen Becken wird in die Kläranlage zurück geleitet. In dem Faulschlamm wird Schilf eingepflanzt, das mit der Zeit die Trocknung des Faulschlamms fördert und eine Durchwurzelung des Schlamms bringt, eine „Vererdung“. Nach einer Befüllung über einige Jahre erfolgt noch einmal eine Trocknungs- und Vererdungsphase von weiteren Jahren. Die weitere Verwendung des vererdeten Faulschlamms ist problematisch, da er u.a. immer noch die SM enthält.

Weitere Informationen: Phytoremediation  and Electorkinetics, Aufarbeitung von Klärschlamm (pdf)

 

Kontakt bei EUTEC: Prof. Dr. Michael Schlaak, Prof. Dr. Eike Siefert

Projektdaten

Laufzeit: 2007 - 2010

Partner: Stadt Emden

Förderung: Teil des AGIP Projekt: FA Nr: 2006.769