Richtlinien: Förderung von Forschungs- und Entwickungsaufgsaben aus Mitteln der Hochschule

  1. Mittelherkunft
  2. Bewilligungsverfahren
  3. Anträge
  4. Berichte
  5. Mittelrückführung
  6. Termine
  7. Begutachtungskriterien
  8. Regularien Sonderfonds

 

1. Mittelherkunft 
Durch Senatsbeschluss werden Haushaltsmittel der Hochschule für die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereitgestellt.

2. Bewilligungsverfahren
Die Vergabe der Mittel erfolgt durch die Präsidentin/den Präsidenten auf Empfehlung der Forschungskommission.

3. Anträge 
Anträge auf Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus Mitteln der Hochschule können von Professorinnen und Professoren der Hochschule (§ 24 NHG) sowie bei Vorliegen besonderer Voraussetzungen auch von Lehrkräften für besondere Aufgaben und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern gestellt werden.

3.1 Anträge auf Förderung werden über den Fachbereich, zentrale Einrichtungen bzw. Frauenbüros an die Hochschulleitung gestellt.

3.2 Anträgen sind folgende Informationen und Unterlagen beizufügen: 

  1. Thema, Fragestellung und Zielsetzung 
  2. Einordnung in den Stand der Forschung 
  3. Bereits geleistete Vorarbeiten und Veröffentlichungen 
  4. Zeitplan für die Bearbeitung 
  5. Finanzierungsplan des Gesamtvorhabens und das beantragte Fördervolumen, aufgeteilt nach Sachmitteln, einschließlich Reisekosten und Arbeitsstunden studentischer Hilfskräfte
  6. Anteilige Förderung durch Dritte 
  7. Raumbedarf

4. Berichte
Mit der Antragstellung übernimmt die Antragstellerin/der Antragsteller die Verpflichtung, über den Verlauf und die Ergebnisse des Vorhabens einen Bericht zu erstellen. Der Bericht ist nach Ablauf des Förderzeitraums unaufgefordert - spätestens nach drei Monaten - an die Hochschulleitung zu senden.

4.1 Der Bericht enthält folgende Teile: 

  1. Eine Zusammenfassung des Vorhabens, der Vorgehensweise und der wesentlichen Ergebnisse des Vorhabens. 
  2. Einen wissenschaftlichen Bericht zur Beschreibung des Vorhabens (Ausgangslage, Vorgehensweise, Ergebnisse, Würdigung, Ausblick). 
  3. Kopien aller Belegexemplare evtl. Veröffentlichungen, die im Zusammenhang mit dem Forschungsvorhaben entstanden sind. Mit der Antragstellung wird der Hochschule das Recht eingeräumt, den Bericht in Absprache mit der Antragstellerin/dem Antragsteller (Punkte 1 u. 2) ggf. zu veröffentlichen.

Die Berichtsteile zu 1. und 2. sind zusätzlich in elektronischer Form (Standard gemäß Öffentlichkeitsarbeit) abzuliefern.

5. Mittelrückführung 
Sollten an den Vorhaben der Forschungsergebnisse oder des Entwicklungsvorhabens Gewinne erzielt werden, so ist ein Drittel der Gewinne in den Forschungsfond der Hochschule zurückzuführen, aber nicht mehr, als von der Hochschule für das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben insgesamt zur Verfügung gestellt wurde.

6. Termine 
Anträge müssen jeweils spätestens bis zur ersten Woche im Dezember für das folgende Sommersemester und spätestensbis zur dritten Woche im Mai für das darauf folgende Wintersemester der Hochschulleitung vorgelegt werden.

7. Begutachtungskriterien 
Die einzelnen Anträge werden von der Leiterin/dem Leiter der Forschungskommission auf Vollständigkeit, Verständlichkeit und Erfüllung der Senatsrichtlinie und den Antragsvoraussetzungen geprüft und ggf. in Rücksprache mit der Antragstellerin/dem Antragsteller Ergänzungen veranlasst. Der Antrag wird der Forschungskommission zur Begutachtung und Empfehlung vorgelegt.

7.1 Kriterien für eine positive Einschätzung sind: 

  • Das Projekt ist klar umrissen. Es gibt eine genaue Zielsetzung und einen nach Möglichkeit kurzen und überschaubaren Zeitraum, in dem Ergebnisse zu erwarten sind. - Das Projekt ist fächer- bzw. fachbereichsübergreifend 
  • Die Forschungsleistung wird in ganz überwiegendem Maße von Mitgliedern der Hochschule erbracht. 
  • Das Projekt ist auf starke studentische Beteiligung angelegt, es werden Diplom- oder Studienarbeiten bei dem Projekt einbezogen. 
  • Projekte mit einem Anstoßeffekt für größere Vorhaben finden eher Berücksichtigung als abschließende Untersuchungen. 
  • Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die der Frauenforschung zuzurechnen sind. 
  • Der Antrag sollte einen erkennbaren Bezug zum Lehrgebiet des Antragstellers beinhalten. 
  • Eine Teilfinanzierung wird von Dritten übernommen. 
  • Es sind bei anderen Institutionen aussichtsreiche Anträge auf Förderung gestellt. 
  • Das Projekt ist innovativ, reflektiert den allgemeinen Stand der Forschung und lässt eine eigenständige Leistung im Rahmen des Projekts erwarten.

7.2 Kriterien für eine negative Einschätzung sind: 

  • Es gibt genügend Interessen außerhalb der Hochschule, die eine Fremdfinanzierung erwarten lassen können. 
  • Das Projekt hat eine lange Laufzeit und bindet hierdurch voraussehbar längerfristig Mittel. 
  • Das Projekt kann nur durchgeführt werden, wenn Garantien über eine Anschlussfinanzierung in nachfolgenden Förderzeiträumen gegeben werden. Bei vorangegangenen Vorhaben ist der Berichtspflicht nicht nachgekommen worden.

7.3 In Sonderfällen kann die Forschungskommission auch externe Gutachterinnen/Gutachter zur Beratung hinzuziehen.

7.4 Eine Antragsablehnung wird begründet.

8. Regularien Sonderfonds

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der FH OOW werden im Jahr 2007 zusätzlich zumbereits bestehenden Forschungsfonds in einem Sonderfonds 50.000,00 € zur Verfügung gestellt. Damit soll dieInitiative "Studierende in die Forschung" gefördert werden.ZielsetzungDas Vorhaben verfolgt die Zielsetzung, die Forschungskompetenz Studierender zu fördern (einschließlich derDiplomandinnen und Diplomanden). Die Bearbeitung von Forschungsprojekten soll ihnen zum Erwerbfachübergreifender Qualifikationen sowie arbeitsmarktrelevanter Referenzen dienen und erfüllt somit die an dieVerwendung der Studienbeiträge geknüpften Vorgaben.Im Sinne des Gedankens, dass unsere "forschungsinteressierten Studierenden von heute unsere Forscher von morgen"sind, ist neben dem individuellen auch ein gesellschaftlicher Nutzen bzw. ein Nutzen für den Imagegewinn derHochschule zu erwarten.UmsetzungUnter Anleitung eines Professors/einer Professorin soll eine studentische Arbeitsgruppe weitgehend selbstständigein Forschungsgebiet erschließen - vorzugsweise ein Gebiet, das noch nicht unmittelbar zu den Lehr- undForschungsinhalten unserer FH gehört. Einen besonderen Bonus sollen Vorhaben erhalten, die interdisziplinärenCharakter haben und die Grundlage für weitergehende Forschungsaktivitäten bilden.Darüber hinaus sollen Studierende die Möglichkeit erhalten, die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten auf einschlägigenexternen Veranstaltungen (Tagungen, Workshops) zu präsentieren. Die Kosten für An- und Abreise sowie ggf. dieÜbernachtungskosten sollen ebenfalls aus den Fondsmitteln finanziert werden. Durch die Vorbereitung undDurchführung von Präsentationen können Studierende ihre berufsrelevanten Kompetenzen steigern. Auch der Einsatzvon Studienbeiträgen für den Besuch von Tagungen geschieht somit zum unmittelbaren Nutzen Studierender.Sofern Diplomarbeiten fachlich geeignet sind, Forschungsarbeiten voranzubringen und Forscherinnen/Forscher bei derErlangung ihres Forschungsziels oder der Vorbereitung von Drittmittelanträgen zu unterstützen, ist speziell auch fürDiplomandinnen/Diplomanden finanzielle Förderung vorgesehen.Erfahrungen mit der Förderung studentischer ForschungsprojekteAls Pilotmaßnahme fand auf Veranlassung der Forschungskommission bereits in 2004 eine entsprechendeAusschreibung statt. Folgende aus Mitteln des allgemeinen Forschungsfonds finanzierten Forschungsprojekte mitstudentischer Beteiligung wurden gefördert und ausgesprochen erfolgreich abgeschlossen:

1. Projekt

"Explorationsstudie zum Thema Resilienz" unter Anleitung von Prof. Dr. Rocholl,

2. Projekt

"Erstellung von Teilmodulen für die Projektierung und Programmierung einer digitalen Fabrikation mittels der Plattform ems-drd" unter Anleitung von Prof. Dr. Schmidtmann. Die daran beteiligten Studierenden erlangten im Frühjahr 2005 den 2. Platz im xplore- Wettbewerb der Firma Phoenix Contact. Insgesamt nahmen 89 Projektgruppen aus sechs Ländern - darunter auch China und Südafrika - an diesem internationalen Wettbewerb teil.


Diese Ergebnisse und die positive Resonanz bei den Beteiligten waren Impulsgeber für den Start der Initiative zur
Nachwuchsförderung an unserer FH.

Auswahl der Projekte und Mittelvergabe

Folgendes ist vorgesehen: Arbeitsgruppen mit studentischer Beteiligung können jeweils ein Mal pro Semester Anträge
auf Förderung an die Forschungskommission richten. Für Form und Inhalt der Anträge gelten die üblichen Standards
und die im Netz veröffentlichten Richtlinien. Eine Unterkommission, die aus dem Kreis der Mitglieder der
Forschungskommission zu wählen ist und in die jeder Studienort einen Ansprechpartner entsendet, soll den
Vizepräsidenten jeweils standortbezogen bei der Genehmigung der Anträge bzw. bei der Mittelverteilung beraten. Die
letztendliche Entscheidung trifft der für Forschung zuständige Vizepräsident nach eingehender Beratung.

Dokumentation der Projektergebnisse

Arbeitsgruppen, deren Projekt gefördert wird, übernehmen die Verpflichtung, die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit inForm eines schriftlichen Berichtes ( Professor/in) festzuhalten und ggf. durch einen Kurzvortrag (Studierende) beieiner Kommissionssitzung zu dokumentieren.Der 1Din-4-Seite umfassende Bericht soll enthalten:

  • Beschreibung der Maßnahme,
  • Darstellung des Aufwandes und der Ergebnisse.

Evaluation
Es ist geplant, diese zunächst auf drei Jahre befristete Initiative einer Evaluation zu unterziehen.