Formale Aspekte der Antragstellung

Trennungsrechnung

Aus der Vorgabe des Gemeinschaftsrahmens für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation der EU vom 30.12.2006 ergibt sich, dass alle europäischen Universitäten nachweisen müssen, dass ihre wirtschaftlichen Leistungen (Auftragsforschung, Dienstleistungen) subventionsfrei erbracht werden. Der Nachweis wird durch die „Trennungsrechnung“ erbracht, in der eine Trennung der Kosten der wirtschaftlichen Tätigkeit von Ausgaben und  Finanzierung der nicht-wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird.

Dazu müssen alle Drittmittelprojekte nachweislich darauf geprüft werden, ob sie dem wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Bereich der Hochschule zuzurechnen sind. In der Hochschule Emden/Leer erfolgt dies durch das
Formblatt Projektanzeige (ausfüllbares Word-Dokument).

Alternativ: PDF (mit PDF-Werkzeug zu ergänzen)

Das Formblatt hilft Ihnen außerdem der Verpflichtung aus dem §22 NHG gerecht zu werden, nämlich dass Sie jedes Ihrer Vorhaben (ob wirtschaftlich oder nicht-wirtschaftlich) dem Präsidium unter Darstellung des Ertrags und Aufwands anzeigen müssen. Die Technologietransferstelle der Hochschule (Kontakt) steht für Rückfragen gern zur Verfügung.

 

 

Dienstweg zur Abgabe Ihres Antrags

Wenn Sie sich entscheiden, bei einem externen Fördergeber Mittel für ein Forschungsprojekt zu beantragen, beachten Sie bitte, dass die Hochschulleitung jeden Antrag mit unterschreiben muss. Dazu geben sie 

  • den Antrag auf dem Dienstweg, d.h. über die Dekanin/ den Dekan an das Präsidium (i.d.R. VP Forschung und Technologietransfer). 
  • Der Dienstweg benötigt für einen unvorbereitet eingesandten Antrag 10 Arbeitstage. Bitte beim Abgabetermin berücksichtigen! 
  • Anschließend erhalten Sie den Antrag für den Versand zurück. Wenn Sie die Technologietransferstelle ausreichend früh in den Antrags- und Abgabeprozess eingeschaltet haben, übernimmt diese i.d.R. den fristgerechten Versand für Sie.

 

 

Ordnungen

  • Ordnung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis: Wissenschaftliche Arbeit beruht auf universalen ethischen Grundprinzipien. Sie sind zugleich Grundlage der von Disziplin zu Disziplin verschiedenen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Zu diesen ethischen Normen zählen vor allem Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen, sowie die Anerkennung der Verantwortung, die wissenschaftliches Arbeiten für die Bedingungen menschenwürdigen Lebens in Gegenwart und Zukunft trägt. Diese Verantwortung schließt die Sorge um den Beitrag des wissenschaftlichen Tuns für eine ökologisch verträgliche Entwicklung ein. Es ist eine Kernaufgabe der Lehre und der Selbstverwaltung der Wissenschaft, den Studierenden und dem wissenschaftlichen Nachwuchs diese ethische Haltung glaubhaft zu vermitteln und wirksam werden zu lassen. Gute wissenschaftliche Praxis ist auch Voraussetzung für leistungsfähiges, im internationalen Wettbewerb anerkanntes wissenschaftliches Arbeiten.

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