Typische Berufsbilder: AssistentIn der Geschäftsführung

Typische Berufsbilder

Beispiel 1: AssistentIn der Geschäftsführung

Aufgaben und Tätigkeiten:

Der Assistent der Geschäftsführung oder des Vorstands ist die rechte Hand seines Chefs. Das Verhältnis zu seinem direkten Vorgesetzten ist durch ein Höchstmass an persönlichem und fachlichem Vertrauen geprägt. Denn durch die Nähe zur Unternehmensleitung erhält der Assistent einen tiefen Einblick in nahezu alle Organisationsstrukturen und Funktionsbereiche des Unternehmens. Entsprechend diskret muss er mit den Informationen umgehen können. Zu den Aufgaben des Vorstands- oder Geschäftsführerassistenten gehört zum Beispiel die Sichtung der Medien im Hinblick auf interessante Meldungen über das Unternehmen und die Branche. Er bereitet Sitzungen und Vorträge vor, erstellt Präsentationen und Redemanuskripte und bereitet die Informationen auf, die sein Chef zur täglichen Arbeit benötigt. Dabei wird vom Assistenten erwartet, dass er auch selbstständig neue Anregungen gibt und Wege zur Aufgabenbewältigung findet. Manchmal unterstützt er nicht nur eine Person, sondern arbeitet dem Gesamtvorstand oder einem Geschäftsführungsteam zu. Häufig wird die generelle Assistenzfunktion durch eigenverantwortliche Aufgaben und Projekte ergänzt.

Anforderungen und Kompetenzen:

Kaum eine Stabsfunktion erfordert ein so hohes Maß an Engagement und Flexibilität. Ein sehr gutes Organisationsgeschick und selbstständiges Arbeiten sind unverzichtbar. Die Umgangsformen des Assistenten sollten tadellos sein, ebenso wie seine Kommunikationsfähigkeit. Er muss sich darauf einstellen, dass seine Aufgaben stündlich wechseln können. Nicht selten muss sich der Assistent auf Zuruf spontan in neue Themen einarbeiten und schnell auf die Wünsche sei­nes Vorgesetzten reagieren. Da die Themenpalette, mit denen sich Assistenten beschäftigen, sehr breit ist, finden sich hier zum Beispiel Volkswirte, Controller oder PR-Spezialisten, aber auch Juristen oder Quereinsteiger. Berufserfahrung durch Praktika oder erste Projekte in anderen Unternehmen erleichtert die Arbeit mit dem Management. Wichtiger als die fachliche Qualifikation ist meist jedoch der persönliche Eindruck. Die Chemie zwischen Chef und Assistent muss stimmen. Darüber hinaus sollte sich ein Assistent gut vermarkten können und bereit sein, schnell Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Nur mit dem nötigen Ehrgeiz wird er den nächsten Karriereschritt schnell erreichen.


Beschäftigungsbedingungen:

Die Assistenz der Geschäftsführung ist meist eine klassische Einstiegsposition für hochqualifizierte Absolventen oder Young Professionals mit einigen Jahren Berufserfahrung. Die Position gilt als sehr gutes Karrieresprungbrett, da der Assistent Kontakte zu vielen Abteilungen im Unternehmen knüpft und entsprechend schnell Netzwerke aufbauen kann. Die meisten Assistenten werden bereits bei der Personalauswahl daraufhin überprüft, ob sie Potenzial für eine Führungsaufgabe haben. Wer sich durch eigene Projekte profiliert, kann bereits nach zwei bis drei Jahren in eine verantwortungsvolle Position im Unternehmen aufsteigen. Assistenten, die sich bewährt haben, werden häufig als fachlich kompetente Ansprechpartner mit Personalführungspotenzial geschätzt und entsprechend gefördert. Je nach Schwerpunkt können sie eine leitende Position zum Beispiel im Controlling, im Marketing, in der Kommunikation oder in anderen Fachbereichen übernehmen. Mittelfristig erreichen Assistenten häufig auch Managementpositionen auf höherer Ebene – meist schneller als ihre Kollegen, die in den Fachabteilungen nur einen Ausschnitt des Unternehmens kennen gelernt haben. (Vgl. http://www.hobsons.ch/de/publikationen/der_hobsons/aufgabenfelder/159_geschaeftsfuehrung.html)